PM 37/05: Erfolgreicher Workshop zu Geodateninformationssystemen

Nordhausen (FHPN) Die Fachhochschule Nordhausen baut ihre Kompetenzen im Feld der Geodateninformationssysteme weiter aus. Zusammen mit der Stadt Ellrich als Modellregion für ein kommunales Planungsinstrument wird derzeit eine Methodik erarbeitet, wie Geodateninformationssysteme auf kommunaler Ebene genutzt werden können. Ziel ist, mittels kommunaler Geodaten und Geobasisdaten die Einheitsgemeinde Ellrich in die Lage zu versetzen, zum einen ihre Verwaltungsprozesse in Bezug auf Auskunft, Planung/ Bau, Genehmigungen und Gebühren zu optimieren und gleichzeitig ihre Auskunftspflicht gegenüber Bürgern, Unternehmen und Behörden gerecht werden. Die ersten Arbeitsergebnisse wurde heute den Projektbeteiligten in einem Workshop vorgestellt.

Als einer der ersten Schritte wurde dazu in Kooperation mit der TLUG Weimar ein Bodenschutz-Tool entwickelt. Langfristig sollen in dieses System nicht nur die klassischen Geodaten eingepflegt werden, Ziel ist vielmehr die Vernetzung unterschiedlicher Dateninformationen, um schneller, besser und effektiver arbeiten zu können. Die zahlreichen Projektbeteiligten bzw. Interessierten zeigten die ganze Bandbreite der zukünftig dort dargestellten Daten auf. Projektbeteiligte sind neben der FH Nordhausen:

- Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie Weimar,

- Stadt Ellrich

- TEAG Thüringer Energie AG

- Gasversorgung Thüringen GmbH

- Abwasserzweckverband Südharz.

Die Mitarbeit zugesagt hat die Deutsche Telekom AG, und auch der Wasserverband Nordhausen hat Interesse bekundet.

In diesem Workshop wurde den Projektbeteiligten dargelegt, wie es gelungen ist, die unterschiedlichen Daten so aufzubereiten, dass sie sowohl in eine gemeinsame Karte überführt werden konnte als auch die geografischen Angaben so genau sind, dass man keine weiteren Karten mehr benötigt.

Die am Projekt Beteiligten zeigten sich begeistert, da mit dieser schnellen Integration der doch sehr unterschiedlichen Daten so schnell nicht gerechnet worden war.

Alle Beteiligten möchten vor dem Hintergrund dieses Anfangserfolgs dem Projekt treu bleiben und sind schon jetzt gespannt, welche Ergebnisse das für Jahresende geplante 2. Kolloquium mit Interessenten der Region Nordthüringen zeigt.

Einig waren sich alle Beteiligten, dass die Ansiedlung eines Geodatenarbeitsplatzes im Kompetenzzentrum im Jahre 2006 eine für die Region höchst ertragreiche Angelegenheit darstellt. Er soll folgende Aufgabenstellungen haben:

- Netzknoten in der Thüringer Geodateninfrastruktur,

- Portal für das Veröffentlichen von Geofachdaten,

- Datenprüfer und Datenhomogenisierer,

- Kontaktadresse für Firmen und Kommunen, die Beratung und neue Lösungen im Rahmen einer Forschungskooperation suchen.

Mit der Zusammenführung dieser Daten wird die Hochschule erneut nicht nur zum Impulsgeber eines Pilotprojekts. Die besondere Bedeutung liegt darin, dass sich die Hochschule damit erneut als Dienstleister für Aufgaben der Öffentlichkeit versteht, die über die klassische Lehre, Forschung und Weiterbildung hinausgeht.

Sie übernimmt Aufgaben, die an der Schnittstelle zwischen Verwaltung, Unternehmen und Bürgern liegen und zeigt auf, wie zukünftig auch mit geringerem Budget klassische Arbeiten der Verwaltung serviceorientiert gelöst werden können.