Press(bohr)methode nimmt Hürde nach Europa

Bericht aus dem Normausschuss NA 062-05-83 AA „Sekundärbrennstoffe“

Nordhausen (HSPN) An der Hochschule Nordhausen gibt es rege Aktivitäten im Bereich der Normung. Nun ist erstmals eine Norm aus wissenschaftlichen Ergebnissen der Hochschule Nordhausen auf europäischer Ebene diskutiert worden.

Auf der Hannovermesse vertreten: Die Forscher der HS Nordhausen und interessiertes Fachpublikum

Auf der Hannovermesse vertreten: Die Forscher der HS Nordhausen und interessiertes Fachpublikum

In den vergangenen Jahren konnte das an der Hochschule Nordhausen entwickelte Verfahren der Press- und Pressbohrmethode in die nationale Norm DIN 54385 und DIN 54388 überführt werden. Bereits letztes Jahr hatte die Nordhäuser Forschergruppe Umwelt- und Recyclingtechnik die Möglichkeit, Ihr Vorhaben auf europäischer Ebene vor dem Europäischen Komitee für Normung (CEN) in Brüssel der Arbeitsgruppe CEN/TC 343 „Solid recovered fuels“ vorzustellen. Daraufhin hat die Arbeitsgruppe beraten, oben genannte Normen in die Workgroups 3 und 4 aufzunehmen. Infolgedessen traf sich der DIN-Normausschuss NA 062-05-83 AA „Sekundärbrennstoffe“ am 02.03.2016 in Berlin, um u. a. über das weitere Vorgehen zu beraten. Als Ergebnis wird von der DIN die englische Übersetzung der Normen angefertigt und diese im März 2016 fristgerecht eingereicht. Durch Herrn Dr. rer. nat. Jürgen Poerschke und Herrn Christian Borowski sind zwei Vertreter der Hochschule Nordhausen im Normausschuss tätig. Das Ziel der Forschergruppe URT ist es, die Press(bohr)methode als weltweiten Standard über eine ISO/TC Norm zu etablieren. Diese Initiative unterstreicht die Innovationsfähigkeit nicht nur im Thüringer Umfeld, sondern weit darüber hinaus.

Dieses und weitere Projekte werden auf der Hannovermesse 2016 vom 25.-29.04. in Halle 2, Stand A38 vorgestellt. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!