Weiter auf dem Weg der Wertstoffwende

Das Forschungsteam um Prof. Dr. Jürgen Poerschke hat es geschafft. Das nächste Forschungsprojekt, das im Rahmen der Wertstoffwende weitergeführt werden soll, trägt den Titel „Pilotstrukturwandel – Verbundvorhaben Recycling 2.0 - Die Wertstoffwende“ und umfasst eine Fördersumme von fast einer Millionen Euro.

Das Nordhäuser Forschungsteam um Prof. Dr. Jürgen Poerschke

Das Nordhäuser Forschungsteam um Prof. Dr. Jürgen Poerschke

Prof. Dr.-Ing. Viktor Wesselak, Vizepräsident für Forschung und Entwicklung an der Hochschule Nordhausen, freut sich über die Bewilligung dieses Projektes. Er hatte sich im Rahmen der Antragstellung persönlich engagiert und somit für die positive Beurteilung der Leistungsfähigkeit der Hochschule durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit beigetragen.

Mithilfe dieser Pilotmaßnahme soll durch Forschung und Entwicklung die Innovationsfähigkeit in den Regionen, die besonders vom wirtschaftlichen Strukturwandel betroffen sind, verbessert werden. Innerhalb dieses Projektes fließen die Erfahrungen von vier Universitäten/Hochschulen aus der Region Harz (Technische Universität Clausthal, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Hochschule Magdeburg-Stendal) zusammen, wobei die Hochschule Nordhausen die Koordinator-Funktion innehat. Mit den vier Universitäten/Hochschulen werden Kompetenzen abgedeckt, welche alle Bereiche der sekundären Wertstoffkette berühren. So sieht sich die Hochschule Nordhausen als Treiber auf den Gebieten der Rückführung von Wertstoffen, der Optimierung von Recyclingtechnologien für bestimmte Massenabfälle und der Qualitätssicherung in Bezug auf heterogene Wertstoffströme. Darüber hinaus soll die Sensibilisierung der Bevölkerung in Bezug auf die Wertstoffwende im Rahmen einer Bildungsoffensive weiter vorangetrieben werden. Der Technischen Universität Clausthal obliegt die Aufgabe, technologische Lücken im Recycling zu schließen bzw. zu optimieren sowie Kooperationen und Schnittstellen entlang der Verwertungskette aufzubauen. Mit der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg ist ein Vertreter im Fach Umweltpsychologie an Bord und die Hochschule Magdeburg-Stendal verfolgt das Ziel des nachhaltigen Wertstoffeinsatzes im Hinblick auf das Thema „Vom Design zum Recycling“.

Bearbeitet werden Aufgaben, die sich in der Großregion Harz (Nord-Thüringen, West-Sachsen-Anhalt und Süd-Niedersachen) mit der Verbesserung der Wertstoffrückführung befassen. Aus der Vernetzung sollen Vorschläge zur Information und Kommunikation im Abfall- und Rohstoffbereich einschließlich der Logistik und Vernetzung neuer sowie adaptierter Technologien entstehen. Dazu gehört auch die Einbeziehung regional ansässiger Abfallaufbereiter und Wertstoffhersteller aus Sekundärrohstoffen sowie der Bürger als entscheidendes Element der sekundären Wertschöpfungskette. Abfallströme von Konsumenten und Verarbeitungsrückstände verschiedener Unternehmen sollen so gesteuert werden, dass die Gesamtwertschöpfungskette erheblich verbessert wird. Hierdurch soll ein Strukturwandel unterstützt werden, der auch dazu beiträgt, den Rückgang der Bevölkerungszahlen zu begrenzen und die Region Harz mit einer Zukunftsperspektive attraktiver zu gestalten.