Klein, aber oho

Die Hochschule Nordhausen gehört der neuen „Internationalen Hochschulstudie" nach zu den Top 100 Hochschulen und Universitäten mit besonders erfolgreichen Onlinepräsenzen. Damit ist sie eine von nur acht Institutionen aus Deutschland und gehört zu den oberen 4 Prozent in Europa, den USA und Kanada.

Elvira Stockmar & Tina Bergknapp von der Hochschule Nordhausen und Nicolas Berg von der Agentur Grafix21 (v.l.)

Nach zwei großen Studien über die Onlinepräsenz deutscher Hochschulen wurde kürzlich die neue „Internationale Hochschulstudie“ der Pluswerk AG zusammen mit der XOVI GmbH vorgestellt. Auf knapp 90 Seiten werden darin die Hochschulwebseiten und Social Media-Auftritte von über 2.500 Hochschulen aus Europa, den USA und Kanada analysiert.

Ziel dieser mit über 15 Millionen Datenpunkten umfangreichsten Studie ist es, die Onlinepräsenz der untersuchten Institutionen miteinander zu vergleichen und Trends abzuleiten. Dafür wurden vier Teilbereiche betrachtet: Soziale Netzwerke, redaktionelle Gestaltung, technische Güte und Sichtbarkeit im Netz.

Das Gesamtfazit fällt durchaus ernüchternd aus: Deutsche Hochschulen liegen sowohl bei der technischen Webseitenqualität als auch bei der Bespielung der Sozialen Netzwerke zumeist nur im Mittelfeld der internationalen Konkurrenz. Doch es gibt einige positive Ausnahmen – und hierzu zählt auch die Nordhäuser Hochschule.

Tina Bergknapp, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit an der HSN, erhielt die gute Nachricht von den Verfassern der Studie persönlich. Man sei überrascht gewesen, dass eine doch eher kleine Hochschule im Online-Bereich so weit oben „mitspielt“.

„Über diese Nachricht habe ich mich natürlich sehr gefreut“, betont Tina Bergknapp. „Wir sind als Hochschule von Anfang an aktiv und vor allem mit Leidenschaft in allen wichtigen sozialen Medien unterwegs. Dabei spielt Authentizität für mich die größte Rolle. Wir haben jahrelang mutig und kreativ ausprobiert, experimentiert, dabei viele wertvolle Erfahrungen gesammelt und festgestellt: Ein sympathischer, ehrlicher und menschlicher Auftritt erzielt deutlich mehr Aufmerksamkeit als eine Abfolge von Werbepostings. Unsere Profile mit Leben zu füllen ist nicht schwer, denn wir haben eine tolle familiäre Hochschule auf einem wunderschönen Campus – da gibt es immer etwas zu zeigen“, erklärt Tina Bergknapp.

In unserer Zeit gilt es, die Studierenden heute und morgen auch tatsächlich mit den eigenen Informationsangeboten im Internet zu erreichen. Hochschulwebseiten und Sozialen Netzwerken fallen hier entscheidende Rollen zu.

Neben der Präsenz der HSN in den Sozialen Medien wurde auch die Webseite der Hochschule von den Verfassern der Studie gelobt. Die „Köpfe“ hinter der Webseite sind vor allem Elvira Stockmar (HSN) und Nicolas Berg (Agentur Grafix21). Beide arbeiten kontinuierlich daran, die Hochschulseiten den rasenden Veränderungen im Zeitalter der Digitalisierung anzupassen.

Eine entsprechende Online-Präsenz sowohl in den Sozialen Medien als auch über die eigene Homepage sichert Aufmerksamkeit und damit Wettbewerbsfähigkeit. „Aber wir müssen dranbleiben – dessen sind wir uns bewusst. Stillstand gibt es in diesem Bereich einfach nicht. Wer Trends aus den Augen verliert oder gar ignoriert, hängt sich irgendwann selbst ab“, da ist sich das Team einig.