Eine Fuchsmaske, fünfzig Rosen, Prinzenkrone, eine Laterne" - eine Idee nimmt Gestalt an

Nordhausen (FHPN) Immer öfter wird an die Nordhäuser Hochschule der Wunsch herangetragen, die Studierenden mehr in das kulturelle Leben der Region einzubinden. Nun beehren die Studierenden des Studienganges Public Management ihre Mitbürger gleich mit einer eigenen Theateraufführung.

Der Gedanke war faszinierend - Kultur- und Bildungsmanagement nicht nur im Hörsaal lernen, sondern "am eigenen Leibe" erfahren. Die Studierenden der Fachhochschule Nordhausen betrachteten indes anfangs die Idee ihrer Professorin Bärbel Stein, ein Theaterstück selbst vorzubereiten und aufzuführen, ein wenig skeptisch. In ersten Workshops wurde das Vorhaben diskutiert, schließlich sind enorme Vorarbeiten notwendig. Die Räumlichkeiten aussuchen, ein Regiebuch schreiben, die Rollen verteilen, Kostüme ausdenken, der Entwurf der Einladungskarten bis zur Bühnendekoration muss alles stimmen. Doch die Skeptik bei den Studierenden wich der Begeisterung. Derzeit laufen die Proben auf Hochtouren. Am 20. April wird jetzt das Stück "Der kleine Prinz", frei nach dem gleichnamigen Buch von Antoine de Saint-Exupéry, im Tabakspeicher aufgeführt.

Am letzten Wochenende war nun die Bühnenausstattung und die Vorbereitung der Kostüme an der Reihe. Die Studierenden begaben sich in die Jugendkunstschule Nordhausen und bauten unter Anleitung von Kunigunde Berberich und Jürgen Rennebach die Requisiten der Aufführung und staunten, was man unter geschickter und engagierter Anleitung aus Draht, Papier, Farbe, Bambusstöcken und Phantasie alles herstellen kann.

Die Zusammenarbeit der Fachhochschule Nordhausen mit der Jugendkunstschule hat bereits Tradition. Gemeinsame Veranstaltungen wie der Kultursalon, mit Buchlesungen, wie im November letzten Jahres, die das Kunsthaus Meyenburg bis auf den letzten Sitzplatz füllte, oder dem für März geplanten Musikabend bezeugen dies.

Die Studierenden nutzten daher auch die Gelegenheit zu einer Führung durch die aktuelle Ausstellung der Jugendkunstschule mit bemerkenswerten Arbeiten aus dem letzten Jahr.

Pressemitteilung 12/2006