Fernsehen zwischen Macht und Moral

Impulse-Vortrag des TV-Journalisten Ralf Paniczek über die Verantwortung der Medien im Informationszeitalter

Nordhausen (FHPN) Im Rahmen der Vortragsreihe "Impulse", die von Fachhochschule, Stadt Nordhausen und dem Wissenschaftlichen Verein - Förderverein der Fachhochschule Nordhausen getragen wird, hält TV-Journalist Ralf Paniczek vom ZDF einen Vortrag über die Verantwortung der Berichterstatter im modernen Informationszeitalter.

Die Veranstaltung beginnt am Dienstag, 30.05.2006, 18:00 Uhr im Hörsaal 3, Haus 25. Im Anschluss an den Vortrag besteht die Gelegenheit zur Diskussion mit dem Referenten.

Ralf Paniczek arbeitet seit 1994 als Reporter für das ZDF. Er berichtet als Sonderkorrespondent von Großereignissen und aus den Krisenregionen der Welt. So weilte er unmittelbar nach dem Tsunami für zwei Monate in Sri Lanka, berichtete von den großen Zerstörungen der Naturkatastrophe, aber vor allem von den Tragödien und den Hoffnungen der Menschen. Als Berichterstatter über die Bombenanschläge von Madrid, Olympischen Spiele oder aber auch als Hintergrundberichterstatter bei "Wetten, dass..." - man kennt Ralf Paniczek aus fast allen Bereichen des Fernsehjournalismus. Während der Fußball-WM wird Ralf Paniczek in vielfältiger Form dem Zuschauer im ZDF-Programm begegnen. Ralf Paniczek ging den klassischen Weg des Journalisten. Bereits parallel zu seinem Germanistik- und Geschichtsstudiums in Freiburg arbeitete er schon als Journalist. Den letzten Schliff erhielt er von renommierten Journalisten wie Wolf von Lojewski oder Helmut Reitze.

Fernsehen zwischen Macht und Moral! Der Vortrag wirft viele Fragen auf. Wie sieht die Zukunft der Mediengesellschaft aus? Ist der Journalismus noch die vierte Instanz im Staate? Gibt es noch eine freie Berichterstattung? Wie groß sind wirtschaftliche Interessen der Medien? Hat Qualität in Zeiten der Quote überhaupt eine Zukunft? Wie gut informiert das Medium Fernsehen? Was kann das Fernsehen von heute als Informationsvermittler überhaupt noch leisten?

Aus dem täglichen Leben ist das Fernsehen nicht mehr wegzudenken. Fast jeder hat einen Fernseher, jeder schaut fern, jeder informiert sich über das Medium. Weit vor Zeitung und Radio bestimmt es das Gesellschaftsbild, beeinflusst Wahlverhalten und informiert über aktuelles Geschehen. Wie aber Fernsehen als Informationsvermittler funktioniert, darüber macht sich kaum einer Gedanken. Dabei steht die Medienlandschaft in Deutschland vor wichtigen Entscheidungen. Kann das gebührenfinanzierte öffentlich rechtliche System bestehen? Welchen Wert haben Nachrichten in der modernen Informationsgesellschaft?

Anhand aktueller Fallbeispiele berichtet der TV-Journalist Ralf Paniczek aus der Praxis und wirft Fragen über die Zukunft des Mediums Fernsehen auf.

Die Veranstalter laden hierzu alle Interessierten herzlich ein.

Nr. 052/2006 vom 24.05.2006