Studierende verbessern Effizienz der Sozialwirtschaft - Kennzahlen-Generalprobe erfolgreich

Zwei Diplomandinnen der Fachhochschule Nordhausen betraten mit ihren Diplomarbeiten Neuland. Im Rahmen ihrer Abschlussarbeit entwickelten sie unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Bernd Schwien ein Kennzahlenmodell zur Führung sozialwirtschaftlicher Unternehmen am Beispiel der Herrnhuter Diakonie. Vor der Geschäftsführung der Softwarefirma Addison Software und Service GmbH, Berlin, präsentierten sie nun ihre Ergebnisse.

Nordhausen (FHPN)

Unter dem Titel "Balanced Scorecard in der Sozialwirtschaft", wird an einem sozialwirtschaftlichen Beispiel die Funktionsweise und Gestaltungsmöglichkeiten einer Software, die eine effiziente Führung sozialwirtschaftlicher Unternehmen unterstützt, wissenschaftlich untersucht. In Zusammenarbeit mit den Studierenden des Studiengangs Sozialmanagement der FHN wurden nach den Finanzbuchhaltungsgrundlagen der Herrnhuter Diakonie als Musterunternehmen gemeinsam Kennzahlen entwickelt . Am Ende stand die Erstellung einer "Balanced Scorecard", die bei der Unternehmens- und Finanzplanung wichtige Ursachen-Wirkungsprinzipien aufzeigt und den Entscheidern offen legt. So erhält die jeweilige Geschäftsführung wichtige Hinweise für sinnvolle Handlungsweisen und Strategien in ihrem Unternehmen. Neu ist die Anwendung solcher Steuerungsmechanismen in der Sozialwirtschaft und genau hier setzt der Studiengang Sozialmanagement der FHN an.

Die Diplomandinnen Katja Hoffmann und Marianne Koppe haben die letzten Monate intensiv genutzt und gemeinsam mit dem Diakonie-Finanzvorstand Stephan Wilinski Kennzahlen zur Steuerung von Einrichtungen im Altenpflege-, Behinderten- und Internatsbereich entwickelt.

"Dabei ist es Ihnen gelungen, Ursachen- und Wirkungszusammenhänge dieser Branche herauszuarbeiten und überzeugend graphisch darzustellen", so Projektleiter Prof. Dr. Bernd Schwien. "Das Konzept einer angewandten Balanced Scorecard in der Sozialwirtschaft kommt hier praxisorientiert zum Einsatz."

Herr Newy und Herr Kutz von der Softwarefirma Addison bekundeten begeistert, dass sie die graphische Lösung als Schablone in ihre Finanzsoftware übernehmen wollen. Weitere Diplomarbeiten sollen diese Kennzahlen-Systematik für die Sozialwirtschaft gemeinsam mit der Fachhochschule Nordhausen vertiefen und differenzieren.

Nr. 56-2006 vom 06.06.2006