Masterplan für den Strukturwandel: Hochkarätige Tagung zu Brachflächen an der FH Nordhausen

Nordhausen (FHPN) Flächen- und Stoffrecycling ist einer der besonders innovativen Studiengänge an der Fachhochschule Nordhausen. Dies ist auch der Hintergrund, warum am 11.05.2004 die Fachhochschule Nordhausen Gastgeber für ein Kommunalpolitisches Forum der Konrad-Adenauer-Stiftung ist. Unter dem Titel "Kooperationsräume mit Zukunft: Strukturwandel und Brachflächenentwicklung durch regionales Management" werden zahlreiche Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft aus ganz Deutschland erwartet. Dabei wollen die Bundesländer Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen gemeinsam Konzepte entwickeln. Die Tagung beginnt um 10:00 Uhr im Hörsaal 1, Haus 19 und endet mit einer Podiumsdiskussion mit prominenten Persönlichkeiten, die um 15:30 Uhr beginnt.

Spätestens seit dem Umbruch in Ostdeutschland und nun mit der EU-Osterweiterung rücken die gravierenden Folgen eines Strukturwandels mit Bevölkerungsrückgang, Arbeitslosigkeit und Wirtschaftsumbruch in das Zentrum öffentlicher Aufgaben. Dabei führen die dramatischen demografischen, volks- und betriebswirtschaftlichen Umbrüche dazu, dass der Umgang mit Brachflächen für Kommunen und Regionen zu einer der zentralen existenzsichernden Aufgaben wird. Die Herausforderung einer nachhaltigen strategischen Nutzung von Grund und Boden ist dabei nur im partnerschaftlichen Zusammen-wirken öffentlicher und privater Akteure zu bewältigen. Dazu gehört aber auch die zügige Beseitigung von Missständen auf Brachflächen wie Ruinen und Abfall. Dies allein schon aus optischen Gründen, um die Lebensqualität zu steigern und die Werbung um Investoren nicht zu beeinträchtigen.

Die Tagung in Nordhausen soll dazu dienen, mit Akteuren aus Bund, Ländern, Kommunen, Wissenschaft, Wirtschaft und Bürgerschaft Strategien zu diskutieren. Ein wirtschaftlich, sozial und ökologisch ausgewogener Stadtumbau Ost muss ein intelligentes Flächenmanagement beinhalten. Ziel ist es, für den Strukturwandel der Bundesländer Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt überzeugende und beispielhafte Strategien für zukunftsfähige Lösungen zu finden. Das Förderprogramm des Bundes "Stadtumbau Ost" hilft, Wohnungsleerstände zu beseitigen und geht damit in die richtige Richtung. Es bedarf jedoch einer Erweiterung, um auch Lösungen für gewerbliche Leerstände zu finden.

Die Teilnehmer erwartet ein umfangreiches und attraktives Programm mit vielen bekannten Namen. So werden u. a. die Umweltbundesämter Deutschlands und Österreichs ebenso vertreten sein Europa-, Bundes- und Landespolitiker u. a. MdB Manfred Grund, Minister Jürgen Reinholz und MdEP Rolf Berend.

Pressemitteilung 23/2004

Nähere Informationen sind erhältlich über die Konrad-Adenauer-Stiftung.