Neuer Impulse-Vortrag

Nordhausen (FHPN) Im Rahmen der Vortragsreihe "Impulse", die von Fachhochschule, Stadt Nordhausen und dem Wissenschaftlichen Verein - Förderverein der Fachhochschule Nordhausen getragen wird, wird der Chefarzt der Klinik für Anästhesie und operative Intensivtherapie, Prof. Dr. med. habil. Uwe Klein, am 26.10.2004 um 18:00 Uhr im Haus 25, Hörsaal 3 einen einführenden Vortrag mit anschließender Diskussion halten, der unter der Überschrift steht: Intensivmedizin - Martyrium oder Beitrag zu einem selbst bestimmten Leben ?

Anliegen der modernen Intensivmedizin ist es, schwer verletzten Menschen oder Patienten mit erheblichen Störungen lebensnotwendiger Funktionen des Organismus medizinisch zu helfen, um Leben zu retten und schwerwiegende Folgeschäden zu vermeiden. Bei der zunehmend informierten Öffentlichkeit bestehen allerdings gegenüber entsprechenden Maßnahmen, besonders wenn Grenzen der Medizin oder des Lebens erreicht werden, zuweilen Bedenken über deren Sinnhaftigkeit. Diese rühren nicht zuletzt sehr häufig aus Ängsten gegenüber der Medizin, mit der Behandlung in aussichtslosen Fällen über Gebühr Leben und somit "nur" schmerzliches Leiden zu verlängern bzw. ein würdevolles Scheiden aus einem selbst bestimmten Leben zu ignorieren. Damit werden wichtige Fragen zu medizin-ethischen Problemen aufgeworfen, wie Zumutbarkeit von Intensivmedizin, Selbstbestimmung des Menschen, aber auch zu dem besonders in der jüngeren Vergangenheit häufig bemühten Ruf nach Sterbehilfe.

Es dürfte für interessierte Bürger sicherlich interessant sein, wie sich ein auf diesem Gebiet erfahrener Mediziner zu der aufgeworfenen Problematik äußert. Prof. Klein ist seit Herbst 2000 am Südharz-Krankenhaus als Chefarzt tätig und wird in seiner täglichen Arbeit mit dieser Frage konfrontiert. Nach seinem Vortrag besteht die Möglichkeit, mit dem Mediziner, der zugleich Ärztlicher Direktor des Südharzklinikums ist, zu diskutieren.

Pressemitteilung 73/2004