Mehr Wettbewerb - Erste Zielvereinbarungen an der Hochschule

Nordhausen (FHPN) Das Rektorat der Fachhochschule hat heute mit seinen Fachbereichen Ingenieurwissenschaften und Wirtschaft- und Sozialwissenschaften Zielvereinbarungen abgeschlossen. Diese sollen einen Teil der internen Mittelverteilung an konkret verhandelte Entwicklungsziele knüpfen. Sie sind zudem Basis für eine entsprechende Vereinbarung zugunsten der Hochschule mit dem Wissenschaftsministerium, die noch in diesem Jahr unterzeichnet werden soll.

Zielvereinbarungen als neues Steuerungsinstrument im öffentlichen Bereich sind ein wesentlicher Bestandteil des Hochschulpaktes, den das Land Ende 2002 mit allen vier Universitäten, vier Fachhochschulen und der Musikhochschule vereinbart hat. Im Gegenzug für eine verlässliche Mittelzuweisung von Seiten des Landes (zunächst bis 2006) haben sich die Hochschulen verpflichtet, Zielvereinbarungen mit dem Land einzugehen zu Eckdaten, Aufgaben, Entwicklungsschritten oder einzelnen Modulen. Damit soll die Mittelzuweisung stärker an Zielen und Leistungen orientiert werden. Dazu gehört auch, dass ein Großteil der Mittel für Forschung und Lehre nach einem leistungs- und belastungsorientierten Mittelverteilungsmodell (LUBOM) vergeben wird. Damit einhergehend wurde den Hochschulen neben der Planungssicherheit auch der flexiblere Umgang mit Haushaltsmitteln zugestanden. Eine kleine Revolution im öffentlichen Bereich, die seit 01.01.2003 Einzug gehalten hat im Freistaat Thüringen. Übertragbarkeit der Mittel zu den Titelgruppen, beispielsweise von Sach- zu Personalmitteln (oder umgekehrt) sowie Wegfall des Jährlichkeitsprinzips sind deutliche Schritte in Richtung moderner Unternehmensstruktur an Hochschulen.

Pressemitteilung 61/2003