GO WEST - Erste Austauschstudentin der FHN geht nach Tralee in Irland

Nordhausen (FHPN) Die erste Austauschstudentin der FHN bereitet sich auf ihren Studienaufenthalt an der Hochschule Tralee in Irland vor.

Romy Haiger, Studentin der Betriebswirtschaft im 3. Semester, wird die kommenden fünf Monate am Institute of Technology in Tralee, im äußersten Südwesten der grünen Insel, studieren und ihre Kenntnisse der Betriebswirtschaft, aber auch von Sprache und Landeskunde weiter vervollkommenen.

Was alles in den Koffer hinein soll, ist bereits vorbereitet, aber wie soll alles in die vom Fluggepäck vorgebenen 20 kg untergebracht werden?! - So viel muss mitgenommen werden, um für den fünfmonatigen Aufenthalt im äußersten Westen Europas gerüstet zu sein. Aber auch dies wird die sympathische Studentin aus Leipzig sicherlich noch schaffen.

Nach Nordhausen, so erzählt sie, ist sie eher aus Zufall denn Berechnung gekommen. Auf ihre Bewerbung bei verschiedenen Fachhochschulen für einen Studienplatz im Bereich der Betriebswirtschaft hat die junge Hochschule im Norden Thüringens am schnellsten geantwortet und sie so für sich gewinnen können. "Die Schnelligkeit der Antwort hat mich überzeugt, dass an dieser noch jungen Hochschule die Studierenden und ihre Belange ernstgenommen werden."

Eine Einschätzung, die sich auch in ihren bisherigen Erfahrungen widerspiegelt. Bei allen Imperfektheiten, die eine junge Hochschule zwangsläufig nicht vermeiden kann, überwiegen die positiven Effekte. So lobt sie insbesondere die vermittelten Zusatzqualifikationen an der FHN, wie EDV-Kurse und - für sie besonderes wichtig - den obligatorischen Fremdsprachenunterricht, der sie bestens auf ihren Studienaufenthalt im Ausland vorbereitet hat. Den entscheidenden Anstoß für den Auslandsaufenthalt hat ihr der Auslandsreferent der Hochschule, Thomas Hoffmann, gegeben. Sein Angebot - über das von der EU-geförderte Erasmus-Programm ein Semester im Ausland zu verbringen - fand sie so interessant, dass sie sich nach längeren Überlegungen dazu entschlossen hat. Wichtig und mitentscheidend war dabei die Tatsache, dass ihre im Ausland erworbenen Prüfungsleistungen für ihr Studium in Nordhausen anerkannt werden, und sich somit ihr Studium nicht verlängert.

Zuvor galt es aber noch, den Studienort auszuwählen, denn aufgrund der vielfältigen Beziehungen zu Partnerhochschulen ist die Fachhochschule in der beneidenswerten Lage, vielen ihrer Studierenden einen Studienplatz im Ausland anzubieten. Für Ihren Studiengang und aufgrund ihrer Sprachausbildung kamen für Romy Haiger Hochschulen in Holland und Finnland, jeweils mit englischsprachigem Unterricht, und eben Irland in Frage. Nach reiflicher Überlegung hat dann Irland das Rennen gemacht, weniger aus persönlicher Kenntnis des Landes, denn Romy Haiger kennt Land und Leute bis jetzt nur aus Reiseführern, sondern aus Neugier, die grüne Insel persönlich für sich zu entdecken.

Dass die renommierte Hochschule Tralee mit rund 4000 Studierenden, inmitten eines der schönsten Feriengebiete Irlands gelegen, einen leichten Heimvorteil hatte, wird von ihr mit verschmitzten Lächeln bestätigt. Doch bevor Romy Haiger die Naturschönheiten Irlands entdecken kann, heißt es ein umfassendes Programm zu absolvieren. Zuerst muss sie sich um eine Unterkunft bemühen, da sie sich vorgenommen hat, zusammen mit Studierenden ein eigenes Haus zu mieten, um rasch Kontakte aufzubauen und die Sprache zu verbessern. Danach steht ein umfangreiches Studienprogramm auf ihrer Arbeitsagenda. Kurse in Englisch und Landeskunde als Einstieg, danach aber auch in den Fächern Marketing, Controlling, Steuern und Volkswirtschaftlehre sind zu bewältigen. Zur Seite stehen wird ihr dabei der Dozent O'Carroll, der bereits zur Internationalen Woche im Mai 1999 in Nordhausen war und sich auf die erste Austauschstudentin freut. Auch wenn Romy Haiger sich ein wenig Sorgen macht, ob sie alle Prüfungen schaffen wird, so ist sie zugleich optimistisch, dass sie ihren Studienaufenthalt ohne größere Komplikationen, dafür aber mit vielen neuen und interessanten Erfahrungen abschließen wird. Schließlich, so hat sie zumindest im Reiseführer gelesen, sollen die Iren auch sehr interessiert und aufgeschlossen gegenüber Fremden sein, und so hofft Romy Haiger, bald Kontakt zu finden.

Pressemitteilung 02/2000