Die Restaurierung der Turmuhr ist Auftakt der Sanierung des Kultursaals

Nordhausen (FHPN) Die Studierenden haben es als erste bemerkt: Nach langen Jahren der Stille schlägt von der Turmspitze des ehemaligen Kultursaals nun wieder die Turmuhr. Dies ist das symbolische Zeichen für die im nächsten Jahr geplante umfassende Sanierung des Kultursaals, der dann zum Audimax der Hochschule werden wird.

Das Uhrwerk der Turmuhr

Das Uhrwerk der Turmuhr

Es ist der Initiative von Konrad Lincke, Lehrer am Studienkolleg, zu verdanken, dass die Restaurierung der Turmuhr in Angriff genommen werden konnte. Seit dem Winter werkelten er und fünf Studierende seines Technikkurses an der Turmuhr, um sie nach Jahren des Schweigens wieder gangbar zu machen. Andrej Gardt, Max Merkel, Vasilij Mitrofanov, André Schweikert und Irina Walter mussten dazu vieles richten: Die durch Korrosion angegriffenen Seile und Drähte wurden erneuert, die Elektrik auf den aktuellen Stand gebracht und die Beleuchtung der Zifferblätter neu installiert.

Mit diesen ersten Maßnahmen konnten die Uhr und der Glockenschlag wieder in Betrieb genommen werden; allein damit ist nur ein erster Zwischenschritt erreicht. Weitere müssen folgen, damit die Uhr wieder im alten Glanz erstrahlt. So sind Zeiger auf der Ostseite zu erneuern, die elektrische Steuerung muss weiter verbessert und im Ziffernblatt müssen die zerbrochenen Gläser ausgetauscht werden.

Doch ein Anfang ist gemacht und damit ist ein sichtbarer Fingerzeig auf die bevorstehende Sanierung zum neuen Audimax der Hochschule gegeben. Mehr als 1,8 Mio. Euro wird diese nach Berechnung des Staatsbauamtes und eines mit der Planung beauftragten Thüringer Architekturbüros kosten. Diese Gelder sind in der mittelfristigen Finanzplanung vorgesehen und die Hochschule erwartet nun dringend das endgültige Einverständnis des Finanzministeriums, damit noch im nächsten Jahr mit den Sanierungsarbeiten begonnen werden kann. Damit soll die Hochschule rasch über ein großes Audimax verfügen, um selbst Kongresse und andere Großaktivitäten nach Nordhausen holen zu können. Bereits jetzt, nach behelfsmäßigen Sanierungsarbeiten, wird die Hochschule den Saal für Kongresse und für die im Oktober geplante Diplomfeier nutzen.

Pressemitteilung 43/2002