Bauhaus-Institut f\u00fcr zukunftsweisende Infrastruktursysteme (b.is)<\/a> verfolgt u.a. das Ziel der nachhaltigen und medien\u00fcbergreifenden Gestaltung von Stoff- und Energiefl\u00fcssen. Dies ist in den gegenw\u00e4rtigen aber auch perspektivischen Herausforderungen der Daseinsvorsorge begr\u00fcndet, die sich an stetig \u00e4ndernde Rahmenbedingungen anpassen muss. Eine symbiotische, effizientere und kooperative Nutzung der jeweiligen Infrastrukturen birgt hierzu v\u00f6llig neue Optionen der Wasser- und Organikbewirtschaftung, die dann gr\u00f6\u00dftenteils rohstoffr\u00fcckgewinnend, anpassungsf\u00e4higer und vor allem kreislauforientiert ausgerichtet sind. Darin begr\u00fcndet wurde neben der allgemeinen Kompetenz in den Bereichen Ressourcen- und Siedlungswasserwirtschaft Expertise zu neueren Konzepten und Systemen aufgebaut. Kerninteresse ist die Nutzbarmachung der in den organischen Reststoffstr\u00f6men gebundenen Ressourcen und Energien und den entsprechenden praktischen Fragestellungen, denen sich sowohl auf theoretischer als auch auf praktischer Ebene gen\u00e4hert wird. So greifen Aspekte zur Transition zu neuen Infrastruktursystemen, Konzept- und Methodenentwicklung sowie technische Umsetzung inklusive Prototypenentwicklung ineinander, um strategisches Handlungswissen aufzubauen.<\/p>\n\n\n\nDie Ausstattung der Labore und Technika des b.is an der Bauhaus-Universit\u00e4t Weimar basieren auf den klassischen Untersuchungen zur Abfall- und Siedlungswasserwirtschaft, beispielsweise CSB-, BSB-, TOC- und Kjeldahl-Stickstoff-Bestimmungen in der Abwasser- und Schlammbehandlung oder Rottegradbestimmung bei der biologischen Abfallbehandlung. Dies schlie\u00dft die notwendigen Aufschluss- und Aufbereitungsprozesse ein. Da der Fokus mittlerweile auf der Abbildung der gesamten Wertsch\u00f6pfungskette liegt, wurde technisch so angepasst bzw. erweitert, dass gegenw\u00e4rtig Bioreaktoren (anaerob, kontinuierlich und batch), aquatische Systeme (Makroalgen und Hydrophyten), Klimakammern zur Simulation verschiedener Umgebungsbedingungen, Versuchsst\u00e4nde zur Grauwasserbehandlung (Membrane, Tropfk\u00f6rper) sowie zur Elektrokoagulation und Analyseger\u00e4te zur Materialcharakterisierung und Prozessbeurteilung (Ionenchromatographie, Elementaranalyse, AOX und im Aufbau GC-MS sowie PCR) die R\u00e4ume pr\u00e4gen.<\/p>\n\n\n\n
Diese Richtung soll im Zuge des ThIWert weiter ausgebaut werden, beispielsweise um vertieft mikrobiologische Betrachtungen zu den an den Prozessen beteiligten Konsortien.<\/p>\n\n\n\n
Folgende Forschungsschwerpunkte<\/strong> werden im Rahmen des ThIWert bearbeitet:<\/p>\n\n\n\n