Forschung

Mehr als Tourismus – Regiopolregion Harz

Bis zur Trennung zwischen Ilsenburg und Walkenried 1945 war das Mittelgebirge Harz über einen langen Zeitraum ein wirtschaftlicher Verflechtungsraum. Nach 1990 haben länderübergreifende Kooperationen im Bereich des Nationalparks und dem Tourismus begonnen. Als touristische Destination wird der Harz bereits als eine Einheit in der geographischen Mitte Deutschlands wahrgenommen. Jetzt sollen für die Region, die sich über mehrere Landkreise in drei Bundesländer und viele Gemeinden erstreckt, gemeinsame Antworten auf Herausforderungen wie sinkende Einwohnerzahlen, Erhalt der öffentlichen Infrastruktur und die Entwicklung der Wirtschaftsstruktur gefunden werden.

Im Harz leben ca. 700.000 Menschen. Die Regiopole als Verflechtungsraum, der sich an der Lebenswirklichkeit der Bewohner orientiert, ist nicht durch politische, geografische oder administrative Grenzen bestimmt. Wie sich der Harz als Regiopole positionieren kann, um die Entwicklung der Region jenseits des Tourismus zu einem attraktiven Lebens- und Wirtschaftsraum zu befördern, soll u.a. im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung der Initiative „Ein Harz“ durch das Institut für Public Management und Governance geklärt werden.

Das Institut lädt daher zusammen mit der Stadt Goslar die Mitglieder der Initiative am 22. März 2016 zu einer Tagung mit Arbeitstreffen (09:30 bis 16:30 Uhr) an die Hochschule Nordhausen ein. Das Konzept der Regiopole und seine Bezüge zum Harz wird Prof. Dr. Aring (vhw) vorstellen. Prof. Rettich (HS Bremen) wird über ein am Beispiel des Harzes entwickeltes, ähnliches Konzept sprechen. In Workshops mit den Referenten, den Wissenschaftlern der Hochschulen der Region sowie ihren Studenten und den Mitgliedern der Initiative soll dann diskutiert werden, wie die bisher entstandenen Ideen verknüpft und vertieft werden können. Geplant ist, dass aus diesen Workshops Abschlussarbeiten entwickelt werden, die der Initiative zur Verfügung gestellt werden. Wir freuen uns, Sie an der Hochschule Nordhausen zu begrüßen!