Forschungsprojekte

Das Institut betreibt in einem interdisziplinären Team grundlagen- und anwendungsorientierte Forschung auf den Gebieten der Sozialmedizin, Rehabilitationswissenschaften und -forschung, sowie der Versorgungsforschung. Schwerpunkte sind das Aufgabenfeld der rehabilitativen, therapeutischen Sozialen Arbeit, der Heilpädagogik, Transdisziplinären Frühförderung und Systemischen Beratung sowie Therapie. Die Mitglieder des Institutes forschen in enger Kooperation mit nationalen und internationalen Partnern, u.a. mit der Deutschen Rentenversicherung, nationalen und internationalen Hochschulen sowie weiteren Gesellschaften und Forschungseinrichtungen.

Laufende Forschungsprojekte

Erfahrungen und Lebenslagen ungewollt Schwangerer – Angebote der Beratung und Versorgung – Vulnerable Gruppen (ELSA-VG)

Projekttitel: Erfahrungen und Lebenslagen ungewollt Schwangerer – Angebote der Beratung und Versorgung – Vulnerable Gruppen (ELSA-VG)

Projektleitung: Prof.in Dr.in Petra J. Brzank

Projektmitarbeiter:innen: M.A. Hanna-Sophie Ulrich, M.A. Jelena Seeberg, Nele Schneider, Marie Laué

Drittmittelgeber:innen: Bundesministerium für Gesundheit (BMG)

Laufzeit: 11/2020 – 10/2023

Webseite: www.elsa-nordhausen.de

Das Verbundprojekt ELSA

Das Forschungsvorhaben „Erfahrungen und Lebenslagen ungewollt Schwangerer – Angebote der Beratung und Versorgung (ELSA)“ will Erkenntnisse zu maßgeblichen Einflussfaktoren auf das Erleben und Verarbeiten ungewollter Schwangerschaften in Deutschland sammeln sowie zu den Bedarfen der Frauen* und zur medizinischen und psychosozialen Versorgungssituation.

Um die Versorgung von Frauen* mit ungewollten ausgetragenen oder abgebrochenen Schwangerschaften weiterentwickeln und Unterstützungsbedarfe auffangen zu können, braucht es Wissen um Belastungserfahrungen sowie Bewältigungsstrategien und Folgen. Eine entscheidende Rolle spielt dabei auch die subjektive und strukturelle Bedeutung des Gesundheits- und psychosozialen Beratungssystems.

Bestehende Forschungslücken sollen geschlossen und soziale und gesundheitliche Belastungen und Ressourcen vor, während und nach ungewollten Schwangerschaften im Zeitverlauf untersucht werden.

Das multizentrische und interdisziplinäre Forschungsprojekt ELSA wird vom Bundesministerium für Gesundheit finanziert. In sechs Studienzentren (Fulda, Freiburg, Berlin, Ulm, Merseburg, Nordhausen) wird im Zeitraum von November 2020 bis Ende Oktober 2023 mit unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen gearbeitet. Das Projekt wird zudem übergreifend von einem Beirat bestehend aus Expert:innen aus der Gesundheitsversorgung sowie aus den Fachgesellschaften und Beratungsverbänden begleitet.

Ziel ist es, auf Grundlage der wissenschaftlichen Daten, Schlussfolgerungen für die Verbesserung der gesundheitlichen und psychosozialen Versorgung ungewollt schwangerer Frauen* zu ziehen, auf deren Basis sich das Unterstützungssystem bedarfsgerecht und effektiv weiterentwickeln lässt.

 

ELSA-VG an der Hochschule Nordhausen

ELSA-VG an der Hochschule Nordhausen untersucht die Perspektive von Frauen*, die aufgrund ihrer Lebenssituation mit besonderen Herausforderungen konfrontiert sein können. Dabei konzentrieren wir uns insbesondere auf die Erfahrungen und Sichtweisen von Frauen* mit Migrations- und/ oder Fluchterfahrungen, illegalisierten [1] Frauen*, sowie Frauen*, die zum Zeitpunkt der ungewollten Schwangerschaft Gewalt [2] in ihrer Partnerschaft erfahren haben.

Wir möchten gemeinsam aus den Interviews mit den Frauen unserer Zielgruppen Bedarfe aus ihren Lebenssituationen ableiten und Einflussfaktoren identifizieren. Untersucht wird, mit welchen strukturellen und personellen Herausforderungen sowie Belastungen sie konfrontiert waren und welche Ressourcen ihnen zur Verfügung standen.

Auf Basis ihrer individuellen Erfahrungen sollen bestehende Angebote sowie eventuelle Zugangsbarrieren und Versorgungslücken im psychosozialen und medizinischen Unterstützungssystem erfasst werden.

Durch unseren wissenschaftlichen Beitrag wollen wir die Bundes- und Landespolitik sowie Institutionen und Einrichtungen dabei unterstützen, die Versorgung ungewollt schwangerer Frauen* nachhaltig zu verbessern.

Methoden

1. Standardisierte Querschnittsbefragung

Unser Projektteam führt unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Petra J. Brzank eine Querschnittsbefragung gemeinsam mit der Hochschule Fulda (Prof. Dr. Daphne Hahn), dem Sozialwissenschaftlichen Forschungsinstitut zu Geschlechterfragen Freiburg (Prof. Dr. Cornelia Helfferich), der Hochschule Merseburg (Prof. Dr. Maika Böhm), der Freien Universität Berlin (Prof. Dr. Christine Knaevelsrud) sowie der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie II der Medizinischen Fakultät der Universität Ulm (Privatdozentin Dr. Silvia Krumm) durch.

Alle Forschungszentren bringen je nach eigenem Arbeitspaket eigene Fragen in den Fragebogen ein. Neben der bundesweiten repräsentativen Querschnittsbefragung, werden wir in einschlägigen geeigneten Einrichtungen und Institutionen Befragungen mit den Frauen durchführen, die in unserem Fokus stehen.

2. Vertiefende qualitative Interviews

Ziel ist es, nach der Beteiligung an der quantitativen Erhebung vertiefende qualitative Interviews mit den Frauen* unserer Zielgruppe zu führen, um ihre individuellen Erfahrungen bestmöglich und von ihnen formuliert erfassen zu können. In den Gesprächen wird den Interviewteilnehmerinnen die Möglichkeit gegeben, ihre Perspektive umfassend darzustellen.

Für Kolleg:innen und Institutionen

Sehr geehrte Kolleg:innen und Menschen, die in der Versorgung unserer Zielgruppen tätig sind.

Als Mitarbeitende in

  • medizinischen Einrichtungen, Kliniken und Praxen, die ungewollt schwangere Frauen* versorgen und betreuen
  • Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen nach §219 StGB und psychosozialen Beratungsstellen für ungewollt schwangere Frauen*
  • Organisationen, die sich für reproduktive Rechte von ungewollt schwangeren Frauen* einsetzen
  • Organisationen, die Empowerment sowie Selbstbestimmung von Frauen* fördern und Frauenverbände
  • Familienzentren und soziokulturellen Zentren für Frauen*
  • Frauenberatungsstellen
  • Frauenhäusern und Einrichtungen des gemeinsamen Wohnens für junge Familien
  • Gewaltpräventions, Interventions- und Beratungseinrichtungen zum Thema Stalking, häusliche und sexualisierte Gewalt 
  • Organisationen zur Unterstützung von Kriminalitätsopfern und zur Verhütung von Straftaten an Frauen*, wie Opferhilfebüros, bzw. der Weiße Ring e.V
  • Migrations und psychosozialen Beratungsstellen für Geflüchtete und „illegalisierte“ Frauen*
  • zentralen Wohneinrichtungen für geflüchtete Menschen und Migrationszentren
  • Initiativen zur medizinischen Versorgung von illegalisierten Frauen*, wie Medinetz, Medibüro usw.
  • Geflüchteten und Migrant:innenorganisationen

…haben Sie einen sehr direkten Kontakt zu den Frauen*, denen wir im ELSA-Projekt eine Stimme geben wollen.

Wir bitten Sie um Unterstützung für unser Forschungsvorhaben, in dem Sie uns die Kontaktaufnahme zu potentiellen Interviewpartnerinnen ermöglichen. Es sind quantitative und qualitative Interviews zum Thema „Erfahrungen und Lebenslagen ungewollt schwangerer Frauen*“ aus „vulnerablen Gruppen“ geplant. Für die Interviews suchen wir Frauen, die

  • in von Partnergewalt geprägten Beziehungen leben oder Partnergewalt erfahren haben
  • migriert und/oder geflüchtet sind
  • ohne einen gesicherten Aufenthaltsstatus in Deutschland, also illegalisiert leben.

Uns ist bewusst, dass die Beratungs- und Versorgungssituation dieser Frauen stark von äußeren Faktoren beeinflusst wird und durch Unterversorgung gekennzeichnet ist. Diesen ungewollt schwangeren Frauen* steht mitunter kein Zugang zu Beratung und Versorgung über die Regelversorgung zur Verfügung. Zudem ist die Versorgungslandschaft in Deutschland regional sehr unterschiedlich und ihre Zugangswege sind vielfältig sowie teils stark von den Ressourcen der unterstützungssuchenden Frauen* abhängig.

Unser Forschungsprojekt setzt hier an.

Uns ist es wichtig, die Erfahrungen und Lebenslagen der Frauen* direkt von ihnen zu erfahren, um Bedarfe vertieft zu beschreiben und damit zur Verbesserung und Weiterentwicklung der Versorgungslagen insbesondere für diese Gruppen beizutragen.

Bei Interesse Ihrerseits an dem ELSA-Projekt freuen wir uns auf ein telefonisches Gespräch, um Ihre Erwartungen, Möglichkeiten und Anregungen zu besprechen.

Datum: vorgesehen ist der Zeitraum bis Ende 2022

Ort:       Wir führen die quantitativen und qualitativen Interviews in geeigneten und geschützten Räumen durch und richten uns nach den Wünschen der Interviewpartner:innen.

Dauer: Die Interviews mit den Frauen* werden etwa  60 Minuten dauern. Bei Bedarf wird eine Dolmetschung vorab organisiert.  Die Interviewpartner:innen erhalten eine Aufwandsentschädigung.

Wir möchten Sie bitten unser Forschungsvorhaben zu unterstützen, indem Sie die Kontaktaufnahme ermöglichen. Sie können uns einen sensiblen Zugang zum Feld über den von Ihnen vermittelten Kontakt zu den Frauen* ermöglichen. Selbstverständlich werden alle Interviews anonym geführt und ausgewertet, sodass keine Rückschlüsse auf die Interviewpartner*in möglich sein werden.

Bitte zögern Sie nicht uns zu kontaktieren, falls Sie weitere Fragen haben.

 Tel: +49 3631 420 592

Sollten Sie keine Möglichkeiten für die Kontaktaufnahme zu Interviewpartnerinnen haben, würden wir uns freuen, wenn Sie uns an potenziell interessierte Einrichtungen und Institutionen aus den genannten Feldern empfehlen.

Für weitere Information besuchen Sie bitte unsere Website. 

Literatur

BMFSFJ (2020): Häusliche Gewalt. Frauen vor Gewalt schützen, online: https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/gleichstellung/frauen-vor-gewalt-schuetzen/haeusliche-gewalt/haeusliche-gewalt-80642

[1] Illegalisierte meint Menschen ohne Papiere (undocumented migrants, sans papiers, sin papeles etc.)

[2] In Deutschland hat etwa jede vierte Frau* schon mindestens einmal physische oder sexualisierte Gewalt durch ihren aktuellen oder früheren Partner erfahren (vgl. BMFSFJ 2020). Auch psychische Gewalt spielt eine zentrale Rolle, beispielsweise wenn der Partner durch soziale Isolation und wirtschaftliche Kontrolle Macht ausübt. Wenn Sie persönlich von Gewalt betroffen sind oder als Angehörige, Freundin etc. mit diesem Thema in Berührung gekommen sind finden Sie Unterstützung beim bundesweiten Hilfetelefon unter der Nummer 08000 116 016 oder über die Online Beratung unter www.hilfetelefon.de/no_cache/das-hilfetelefon/beratung/online-beratung.html

Medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation bei psychischen Erkrankungen (MBOR-P)

Projekttitel: Medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation bei psychischen Erkrankungen (MBOR-P)

Projektleiter: Prof. Dr. Markus Bassler

Projektmitarbeiterin: M.A. Nina Gabriel

Drittmittelgeber:innen: Deutsche Rentenversicherung Bund

Laufzeit: 10/2019 - 03/2023

Die medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation (MBOR) wurde in den vergangenen Jahren entwickelt und optimiert, um Personen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen effektiv dabei zu unterstützen den Weg in den Berufsalltag und die -teilhabe gesund wiederzufinden oder neu zu gestalten. Die Evidenz bzgl. der Wirksamkeit im psychosomatischen Rehabilitationsbereich konnte bisher noch keine eindeutigen Belege verzeichnen, da die wenigen aktuellen Studien dazu nur einen sehr spezifischen Bereich untersucht haben.

Ziel unserer dreijährigen Studie liegt in der Weiterentwicklung des Ansatzes und einem eindeutigen Nachweis der Wirksamkeit und Erhebung der Implementierung im Bereich der psychosomatischen Rehabilitation.

Die randomisierte kontrollierte Studie findet mit einem Mixed-Methods-Ansatz statt. Die Verantwortung der quantitativen Befragung liegt bei unserem kooperierenden Partner, der Universität zu Lübeck. Unser Schwerpunkt liegt im qualitativen Forschungsbereich. Insgesamt werden im Rahmen von 15 Monaten 1500 Patient:innen aus fünf deutschen Rehabilitationseinrichtungen für schriftliche Befragungen rekrutiert. Mit Freiwilligen aus dem Pool dieser Rehabilitand:innen und weiteren Angehörigen der Einrichtungen führen wir Interviews durch.

Weitere Informationen sind auf unserer Projekthomepage zu finden.

Internationales Forschungsprojekt zu Paartherapie und Paarberatung - Relational Mind

Projekttitel:

Relational Mind in Events of Change in Multiactor Therapeutic Dialogues – Relationales Selbst und Momente der therapeutischen Veränderung in systemischer Paartherapie

Projektleitung:  Prof. in Dr. in Maria Borcsa

Drittmittelgeber:innen:

Forschungsförderfond Hochschule Nordhausen

Systemische Gesellschaft

Deutsche Rentenversicherung

Deutsche Gesellschaft für systemische Therapie, Beratung und Familientherapie

Laufzeit: 09/2017 – 12/2023

Forschungsfrage / Projektgegenstand:

Das internationale Forschungsprojekt beschäftigt sich mit der Interaktion von Paaren und Therapeut*innen innerhalb einer Paartherapie. Es sollen die bedeutsamen Momente der therapeutischen Interaktion erkannt und untersucht werden, sowie herausgestellt werden, welchen Einfluss diese auf die Ergebnisse der Therapie haben. In der vorliegenden Projektphase liegt der Schwerpunkt auf der qualitativen Analyse der Therapien und der Einzelinterviews im Rahmen der Stimulated Recall Interviews.

Kurzbeschreibung des Projekts:

Teilnehmende des naturalistischen Forschungsprojektes sind Klient:innen, welche die Paartherapie in Anspruch nehmen, als auch Therapeut:innen, die für diese Paartherapien verantwortlich sind.

Es findet eine Paartherapie mit einem Co-Therapeut:innenteam statt. Dabei werden

  1. alle Therapiesitzungen auf Video aufgezeichnet    
  2. bei zwei Sitzungen Messungen der Reaktionen des vegetativen Nervensystems vorgenommen (Herzfrequenz). Die Messungen werden sowohl bei den Therapeut:innen als auch bei den Klient:innen durchgeführt. 

Nach diesen Messungen innerhalb von 24 Stunden mit jedem beteiligten Gesprächspartner ein Einzelinterview (Interpersonal Process Recall/Stimulated Recall Interview) durchgeführt. Beim Interview werden einige Ausschnitte der aufgezeichneten realen Therapiesitzung betrachtet und diese mit dem/der Projektmitarbeiter:in diskutiert.

Das von Mitgliedern der European Family Therapy Research Group gemeinsam geplante Forschungsprojekt wurde 2013 am Ausbildungs- und Forschungszentrum für Psychotherapie der Universität Jyväskylä gestartet (Principal Investigator: Jaakko Seikkula). Danach wurde die Datensammlung auf vier Universitäten/Hochschulen in Europa ausgeweitet.

Diese Forschung wird von der Ethikkommission der Friedrich-Schiller-Universität gutachterlich begleitet.

Publikationen

Borcsa, M., Lebow J.L., Singh, R., Larner, G. & Messent, P. (2020). Publication in Family Therapy Journals: Family Process, Journal of Family Therapy, and Australian and New Zealand Journal of Family Therapy – A Discussion with Editors. In Ochs, M., Borcsa, M. & Schweitzer, J. (Eds.). Systemic Research in Individual, Couple and Family Therapy and Counseling (EFTA Book Series, Volume 4). Cham, CH: Springer International, S. 417-430.

Nyman-Salonen, P., Vall, B., Laitila, A., Borcsa, M., Karvonen, A., Kykyri, V-L., Kaartinen, J., Penttonen, M., Tsatsishvili, V. & Seikkula, J. (2020). Significant moments in a couple therapy session: Towards the integration of different modalities of analysis. In Ochs, M., Borcsa, M. & Schweitzer, J. (Eds.). Systemic Research in Individual, Couple and Family Therapy and Counseling (EFTA Book Series, Volume 4). Cham, CH: Springer International, S. 55-73.

Effekt von Biomediatoren auf Verlauf und Ergebnis von interdisziplinärer orthopädisch psychosomatischer Rehabilitation von chronischen multilokulären Schmerzsyndromen

Projekttitel: Effekt von Biomediatoren auf Verlauf und Ergebnis von interdisziplinärer orthopädisch-psychosomatischer Rehabilitation von chronischen multilokulären Schmerzsyndromen

Projektleitung: Prof. Dr. Markus Bassler

Drittmittelgeber:innen:

Deutsche Rentenversicherung
Braunschweig-Hannover

Laufzeit: 10/2019 – 09/2022

Forschungsfrage / Projektgegenstand:

Untersuchung der Effekte von schmerzrelevanten Biomediatoren hinsichtlich Diagnostik, Verlauf und Ergebnis von interdisziplinärer orthopädisch-psychosomatischer Rehabilitation bei multilokulären chronischen Schmerzsyndromen (Chronic Widespread Pain – insbesondere Fibromyalgiesyndrom).

Kurzbeschreibung des Projekts:

Das Forschungsprojekt soll den Effekt von Biomediatoren auf Verlauf und Ergebnis von interdisziplinärer orthopädisch-psychosomatischer Rehabilitation untersuchen. Des Weiteren soll geprüft werden, ob und in welcher Stärke psychologische und biographische Faktoren mit verschiedenen für chronische Schmerz-syndrome relevanten Biomediatoren interagieren. Auf der Grundlage dieser Ergebnisse soll untersucht werden, welche Biomarker sich spezifisch für eine erweiterte Diagnostik von chronischen Schmerzsyndromen sowie für eine verbesserte Prognose des Outcomes differentieller Therapiekonzepte eignen. Darauf aufbauend ist beabsichtigt, im Rahmen der interdisziplinären Schmerzstation im Reha-zentrum Bad Pyrmont speziell auf Problemgruppen von chronischen Schmerzpatienten zugeschnittene Behandlungsmodule zu entwickeln und diese hinsichtlich ihrer klinischen Wirksamkeit zu evaluieren. Insgesamt ist von den Ergebnissen des beantragten Forschungsprojekts eine deutliche Verbesserung der komplexen Diagnostik und Behandlung von chronischen Schmerzpatienten zu erwarten.

Publikationen / Vorträge

Geplant sind Publikationen in wissenschaftlichen Fachzeitschriften sowie Vorträge in wissenschaftlichen Kongressen.

Transgenerationale Effekte auf Familien nach Zwangsmigration. Was lässt sich aus Geschichte(n) lernen? (Teil 1)

Projekttitel: Transgenerationale Effekte auf Familien nach Zwangsmigration. Was lässt sich aus Geschichte(n) lernen?
(Teil 1)

Projektleitung: Prof. in Dr. in Maria Borcsa

Projektmitarbeiter:innen:

Julia Hille
Paula Witzel
Fady Guirgis
Leonie Krahl

Drittmittelgeber:innen:

Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie

ISRV

Laufzeit: 10/2020 – 12/2025

Forschungsfrage / Projektgegenstand:

Das internationale und interdisziplinäre Forschungsprojekt (Medizin, Psychologie, Gesundheits- und Sozialwissenschaften, Ethnographie, Geschichte) befasst sich mit der durch den zweiten Weltkrieg ausgelösten Zwangsmigration deutscher und polnischer Familien.

Ziel der vorliegenden Studie ist:

  1. die Strukturrekonstruktion familiärer Muster der Verarbeitung und der transgenerationalen Weitergabe von Erfahrungen in deutschen und polnischen Familien, die im Zusammenhang des zweiten Weltkrieges Flucht und Vertreibung erlebt haben,
  2. die Untersuchung des Einflusses von sozialen und kulturellen Kontexten auf die transgenerationale Verarbeitung und auf die Familienregeln bzw. –werte,
  3. die Herausarbeitung von Handlungsempfehlungen für die aktuelle psychosoziale Praxis mit geflüchteten Familien.

Während Familienforschung zumeist in einem methodologischen Nationalismus (Beck & Beck-Gernsheim, 2010) verhaftet ist, in der es um Unterschiede im Nationenvergleich geht, werden in diesem Projekt – auch im Sinne der europäischen Verständigung - die strukturellen Ähnlichkeiten der untersuchten Familien in den Mittelpunkt gerückt.

Die untersuchten Familien weisen zunächst folgende Gemeinsamkeiten auf: sie bestehen aus mindestens drei Generationen, wobei die älteste Generation die Flucht und Vertreibung persönlich erlebt hat. Das Generationsgefüge setzt sich zusammen aus einer Großelterngeneration (Geburtsjahrgänge zwischen 1930-1939); der Elterngeneration (Geburtsjahrgänge zwischen ca. 1955-1975) sowie einer Enkelkindgeneration (Geburtsjahrgänge zwischen ca. 1980-2000).

Das Forschungsprojekt erfolgt in Zusammenarbeit mit folgenden Kooperationspartnern:

  • Medizinische Fakultät, Jagiellonian Universität Krakau (Polen): Prof. Dr. med. habil. Mariusz Furga?, Dr. phil. Bernadetta Janusz,
  • Universität Opole (Polen): Prof. Dr. theol. habil. Pawe? Landwójtowicz
  • Pädagogische Universität Krakau (Polen), Prof. Dr. habil. Ma?gorzata ?wider.

Fakultät für Humanwissenschaften, MSH Medical School Hamburg, Prof. Dr. habil. Dietmar J. Wetzel

Kurzbeschreibung des Projekts:

Es werden fünf Familien im heutigen Nowy Las (Polen) interviewt, die aus dem früheren Ostpolen (Kozowa, heute Ukraine) angesiedelt wurden und bereits dort zusammen in einer dörflichen Gemeinschaft lebten. Ähnlich blieben gemeinschaftliche Strukturen erhalten, indem Familien aus dem damaligen Neuwalde (Schlesien/heute Nowy Las) sich in Bohmte (Niedersachsen, Deutschland) ansiedelten; auch aus dieser Gruppe werden fünf Familien interviewt.

Insgesamt finden ein narratives Einzelinterview mit der/dem Vertreter(in) der ältesten Generation, ein Paarinterview mit der mittleren Generation und ein Familiengespräch mit mindestens einem Vertreter aus allen drei Generationen statt. Alle Interviews werden zunächst in polnischer bzw. deutscher Sprache mit einzelfallrekonstruktiven Methoden ausgewertet; ergänzt werden diese durch ethnographische Beobachtungsprotokolle. Die Einzelfallstudien ermöglichen es, das Forschungsdesign zu erproben und gegebenenfalls
anzupassen.

Auswirkungen der Coronapandemie auf die Forschung:

Bedingt durch die Auswirkungen der Coronapandemie ist der Forschungsprozess auf digitale Alternativen umgestellt worden. Da persönliche Treffen weitestgehend nicht realisiert werden konnten, fand die Durchführung einzelner Interviews über einen cloudbasierten Videokonferenzdienst statt. Die Familiengespräche wurden z.T. auf einen späteren Termin vertagt; ebenso musste die Ethnographie an den Orten Nowy Las und Bohmte zunächst ausgesetzt werden.

 

Publikationen:

geplante Publikationen

Julia Hille, Katarzyna Gdowska, Milena Kansy & Maria Borcsa (2022). „Ja, denn ich lebe generell schon jetzt ein sesshaftes Leben“ - Ambiguität(en) in Erzählungen von Familien mit einer Vertreibungsgeschichte. In: Peter Jakob, Maria Borcsa, Jan Olthof & Arist von Schlippe. Handbuch Narrative Praxis. Vandenhoeck & Ruprecht.

 

Vorträge:

Borcsa, M., Guirgis F., Hille, J., Wetzel, D.: Transgenerationale Krisenverarbeitung nach Zwangsmigration. Eine transnationale Mixed-Methods-Studie zum Wertewandel in Familien mit einer Vertreibungsgeschichte. Gemeinsamer Kongress der Österreichischen Gesellschaft für Soziologie (ÖGS) und der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS), August 2021.

Abgeschlossene Forschungsprojekte

2021

Soziale (SINUS-) Milieus und psychische Erkrankungen: Perspektiven und Verlauf von Patient:innen in der psychosomatischen Rehabilitation

Projekttitel: Soziale (SINUS-) Milieus und psychische Erkrankungen: Perspektiven und Verlauf von Patient:innen in der psychosomatischen Rehabilitation

Projektleitung: Prof. Dr. Markus Bassler

Drittmittelgeber:innen:

Deutsche Rentenversicherung Bund

Laufzeit: 12/2019 – 05/2021

Forschungsfrage / Projektgegenstand:

Einfluss soziokultureller Milieus auf das subjektive Krankheitsempfinden

Kurzbeschreibung des Projekts:

In diesem Projekt soll untersucht werden, inwieweit die persönliche „Lebenswelt“ der Patient:innen und insbesondere die Zugehörigkeit zu bestimmten soziokulturellen Milieus das subjektive Krankheitsempfinden, den Verlauf und den Behandlungserfolg psychischer Erkrankungen in der psychosomatischen Rehabilitation beeinflusst. Ziel ist, anhand der sozialen SINUS-Milieus statistisch zu ermitteln, ob sich Patient:innen verschiedener „Lebenswelten“ bzw. verschiedener sozialer Milieus hinsichtlich obiger Aspekte unterscheiden.

Auswirkungen der Coronapandemie auf die Forschung:

Der Beginn der Datenerhebung verzögerte sich aufgrund der COVID-Pandemie um mehrere Monate, entsprechend war die Auswertung der Daten erst im Dezember 2020 möglich.

Publikationen / Vorträge:

Geplant ist eine Publikation in wissenschaftlichen Fachzeitschriften sowie ein Vortrag in wissenschaftlichem Kongress.

Gesundheit der Studierenden an der HS-Nordhausen

Projekttitel: Gesundheit der Studierenden an der HS-Nordhausen

Projektleitung: Prof.in Dr.in Petra Johanna Brzank

Drittmittelgeber:innen:

ISRV-Gelder

Laufzeit: 10/2020 – 09/2021

Forschungsfrage / Projektgegenstand:

Wie gesund sind die Studierenden an der HS-Nordhausen? Was beeinflusst die Gesundheit, das Wohlbefinden und die Health Literacy von Studierenden? Welche Unterschiede zeigen sich im Vergleich zu vor und während der Corona-Pandemie-Maßnahmen?

Kurzbeschreibung des Projekts:

Im Sommersemester 2019 wurde im „WP Studentisches Gesundheitsmanagement“ mit den Studierenden eine standardisierte Online-Befragung von Studierenden der HS-Nordhausen in Anlehnung an eine Befragung an der HS-Fulda konzipiert und zur Beantwortung eingeladen. Für die Sekundärauswertung liegt ein Datensatz von 650 gültigen Fällen vor. Im Sommersemester 2021 ist eine Wiederholungsbefragung geplant, die es ermöglichen wird, den Gesundheitsstatus und die Health Literacy vor und während der Corona-Pandemie darzustellen.

Auswirkungen der Coronapandemie auf die Forschung:

es waren keine Auswirkungen zu verzeichnen

Publikationen:

Verschiedene Publikationen sind geplant.

Vorträge:

Brzank, P., Guirgis, F. (2021): “Gesundheit und Gesundheitskompetenz der Studierenden an der HS- Nordhausen: Vor und während der Corona-Pandemie-Maßnahmen. Ergebnisse einer Online-(Wiederholungs-) Befragung”, eingeladener Vortrag auf dem DGMP/DGMS Kongress am 1./17.09.2021.

2020

Entwicklung und psychosometrische Prüfung eines Instruments zur Messung sozialer Partizipation bei Jugendlichen

Projektleitung: Prof.in Dr.in Britta Gebhard, Dr. Astrid Fink (MLU Halle-Wittenberg)

Drittmittelgeber:innen:
Deutsche Forschungsgemeinschaft

Laufzeit: 10/2019 - 09/2021

Ziel dieses Projektes ist es ein Partizipationsmessinstrument für Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren zu entwickeln, zu testen, zu pilotieren und eine psychometrische Prüfung zu beginnen.

Im Rahmen einer sequenziellen Mixed-Methods-Studie werden Jugendliche mit und ohne körperliche Beeinträchtigungen mittels semi-strukturierter Interviews zu ihren Erfahrungen und ihrer Zufriedenheit mit sozialer Teilhabe sowie der individuellen Bedeutung von Selbstbestimmung befragt. Die Perspektive der Jugendlichen wird ergänzt durch Fokusgruppen, einerseits mit Experten aus der sozialpädiatrischen Versorgung und andererseits mit Eltern. Durch diese unterschiedlichen Perspektiven entsteht ein größtmöglicher Erkenntnisgewinn zur Entwicklung des Instruments, bei dem auch die aktuelle internationale Befundlage integriert wird. Aufbauend auf den Ergebnis-sen des ersten Schrittes wird dann ein Messinstrument zielgruppennah entwickelt, inhaltlich von der Zielgruppe der Jugendlichen sowie den anwendenden Fachexperten evaluiert, dem folgend in einer Pilotstudie in exemplarischen sozialpädiatrischen Zentren und Rehabilitationskliniken implementiert und psychometrisch geprüft.

Mit dieser Studie werden aussagekräftige Erkenntnisse über soziale Partizipation bei Jugendlichen bereitgestellt, die es ermöglichen, das theoretische Konstrukt sozialer Partizipation und seine Bedeutung für das Leben der Jugendlichen sowie der Förderzielplanung in rehabilitativen Prozessen zu beschreiben und die vom Gesetzgeber vorgesehene Kernzielgröße der Partizipation in einzelnen Maßnahmen zu evaluieren. Das entwickelte Instrument kann in der Wissenschaft eingesetzt werden, um benachteiligte Gruppen zu identifizieren und mit zielgerichteten Interventionen die Nachteile, die die Entwicklung beeinträchtigen könnten, auszugleichen. In der Praxis kann das Instrument eingesetzt werden, um die Ziele der Rehabilitation gemeinsam mit dem Jugendlichen und der von ihm zugemessenen Bedeutsamkeit zu ermitteln und die Zielerreichung zu evaluieren.

Übersetzung YC-PEM

Projekttitel: Übersetzung und kulturelle Anpassung des Young Children’s Participation and Environment Measure (YC-PEM) für den deutschsprachigen Raum

Projektleitung:

Prof. in Dr. in Christina Schulze, Ergotherapeutin M. Sc.

Beate Krieger, Ergotherapeutin M. Sc.

Projektmitarbeiter:innen:

Prof. Dr.Britta Gebhard, Fachhochschule Südwestfalen
Friedrich Ederer, ISRV
Ruth Amann, Universitätsklinik für Kinder-und Jugendchirurgie Graz

Drittmittelgeber:innen:

Stiftung für Ergotherapie Zürich

Laufzeit: 10/2019 – 12/2020

Forschungsfrage / Projektgegenstand:

Seit Einführung der ICF (-CY) ist Partizipation der Gradmesser für eine erfolgreiche Inklusion von Kindern mit Beeinträchtigungen. Die Umwelt spielt dafür eine vermittelnde Rolle. Sofern die aktuelle Partizipation in bedeutungsvollen Lebenskontexten erfassbar wird, können gemeinsam mit Eltern partizipationsorientierte Ziele, sowie die dafür erforderlichen Maßnahmen erarbeitet und evaluiert werden. Das von Khetani, Coster, Law und Bedell entwickelte „Young Children‘s Participation and Environment Measure“ (YC-PEM) ist ein solches Partizipationsmessinstrument (Khetani et al. 2013). Es erfasst aus Sicht der Eltern die Partizipation von Kindern zwischen 0 und 5 Jahren in bedeutenden Lebenssituationen (home, daycare/preschool, community), welche auf den Domänen der Aktivitäten und Partizipation der ICF-CY aufbauen (Chien 2014). Gleichzeitig wird eingeschätzt, in welchem Maße die Umwelt dafür Förderfaktoren oder Barrieren darstellen und welche familiären Partizipationsstrategien bereits bestehen. Bislang existiert jedoch keine deutschsprachige Version des YC-PEM.

Ziel: kulturell angepasste, deutschsprachige Version des YC-PEM.

Fragestellung: Welche sprachlichen Anpassungen müssen in einer deutschen Übersetzung des YC-PEM vorgenommen werden, um im deutschsprachigen Raum Partizipation von 0-5-jährigen Kindern zu erfassen

Kurzbeschreibung des Projekts:

In Zusammenarbeit mit den Entwickler:innen von CanChild wird das YC-PEM (0-5 Jahre) mit dem bereits übersetzten und kulturell adaptierten PEM-CY (5-17 Jahre) harmonisiert. Für die Übersetzung und interkulturelle Adaptation wird eine international anerkannte Guideline (Beaton et al. 2000) mit kognitiven Interviews (Willis 2005; Hak et al. 2008) in mehreren Durchläufen kombiniert. Nach vergleichenden Übersetzungen reflektieren Eltern (n~20-30) von Kindern mit (n~15-20) und ohne Beeinträchtigungen (n~5-10) aus 3 deutschsprachigen Ländern deren Durchführung des Assessments. Die Auswertung der Elterninterviews wird mittels deduktiver Inhaltsanalyse vorgenommen (Hsieh, Shannon 2005). Die Ergebnisse werden in iterativen Expert:innendiskussionen mit 9 - 10 Fachpersonen diskutiert. Diese setzen sich aus 1-2 Eltern von einem Kind mit Beeinträchtigung sowie aus professionellen Fachkräften aus den Bereichen Ergotherapie, Frühförderung und Heilpädagogik zusammen.

Das Projekt wird Kooperation mit folgenden Institutionen und Partnern durchgeführt:

  • Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW)
  • CanChild
  • McMaster University Canada
  • Fachhochschule Südwestfalen, Wissenschaftliches Zentrum Frühpädagogik
  • Universitätsklinik für Kinder-und Jugendchirurgie Graz

Auswirkungen der Coronapandemie auf die Forschung:

Aufgrund der Kontaktbeschränkungen 2020-2021 konnten die kognitiven Interviews erst deutlich später durchgeführt werden, wodurch mit einem Projektabschluss 2022 zu rechnen ist.

Publikationen

Projektflyer

https://projektdaten.zhaw.ch/Research/Projekt-00003123/ProjektflyerYCPEM.pdf

Umsetzung Istanbul-Konvention

Projekttitel: Umsetzung der Istanbul Konvention in Brandenburg

Projektleitung:

Prof. in Dr. in Petra Johanna Brzank, MPH

Drittmittelgeber:innen:

Land Brandenburg

Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz (MSGIV)

Laufzeit: 09/2020 ­– 12/2020

Forschungsfrage / Projektgegenstand:

Erstellung eines Gutachtens zur Weiterentwicklung des Landesaktionsplans zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und ihre Kinder

Kurzbeschreibung des Projekts:

Mit einer Methodentriangulation wurde der bisherige Landesaktionsplan in Brandenburg evaluiert und Empfehlungen für eine Weiterentwicklung nach den Anforderungen des Übereinkommens des Europarates zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt (sog. Istanbul-Konvention (IK)) in einem Gutachten formuliert. Die ausgesprochenen Empfehlungen beruhen auf den Erkenntnissen aus einer Online-Befragung, zu der Bewohnerinnen der Schutzeinrichtungen, Mitarbeiter:innen der Unterstützungsstrukturen sowie von Ämtern und Behörden eingeladen wurden. Diese Befragung widmete sich den Themen Ausstattung und Ressourcen sowie wahrgenommener Bedarf im Hinblick auf die IK. Mitarbeiterinnen der Frauenhäuser wurden weiter zu ihren Arbeitsbedingungen befragt, Bewohnerinnen zu soziodemografischen Eckdaten. Insgesamt wurden 16 vertiefende, leitfadengestützte Expert:inneninterviews mit Mitarbeitenden der Unterstützungsstruktur sowie Ministerien geführt, die inhaltlich die Ergebnisse unterfüttern und erläutern

Auswirkungen der Coronapandemie auf die Forschung:

Die Corona-Pandemie-Maßnahmen hatten auf die Erhebungen keine weiteren Auswirkungen, da die qualitativen Interviews zu einer Zeit stattfanden, in der die Inzidenzen niedrig waren. Allerdings könnte aufgrund der Maßnahmen keine Projekttreffen zur gemeinsamen Auswertung der qualitativen und quantitativen Ergebnisse in Präsenz abgehalten werden, die ggf. vertiefende Erkenntnisse gebracht hätten

Publikationen:

Das Gutachten wird vom Ministerium nach einer Überarbeitung veröffentlicht.

Eldereha/ -kids

Projekttitel: Eldereha/-kids

Projektleitung: Prof. Dr. Andreas Seidel

Drittmittelgeber:innen:

Eigenmittel

Laufzeit: 01/2020 – 12/2020

Forschungsfrage / Projektgegenstand:

Psychische Beeinträchtigungen von Kindern / Jugendlichen, deren Eltern eine depressive Störung haben.

Kurzbeschreibung des Projekts:

Innerhalb einer Fragebogenuntersuchung sollen die psychischen Beeinträchtigungen von Kindern und Jugendlichen, deren Eltern eine depressive Störung haben, erfasst werden.

Auswirkungen der Coronapandemie auf die Forschung:

es waren keine Auswirkungen zu verzeichnen

Publikationen:

Publikationen sind für das Jahr 2022 geplant, nachdem 2021 die Auswertung des Projektes erfolgt ist

Vorträge:
Vorträge zum Forschungsprojekt sind für das Jahr 2022 geplant, nach erfolgreicher Auswertung des Projektes

BeTH-F

Projekttitel: BeTH-F Beeinträchtigung der Teilhabe bei Kindern in der Frühförderung

Projektleitung: Prof. Dr. Andreas Seidel

Drittmittelgeber:innen:

Eigenmittel

Laufzeit: 01/2020 – 12/2020

Forschungsfrage / Projektgegenstand:

Erfassung möglicher Beeinträchtigungen in den Lebensbereichen / der Teilhabe bei Kindern in der Frühförderung

Kurzbeschreibung des Projekts:

Mit Hilfe von Interviews mit Fachkräften aus der Interdisziplinären Frühförderung sollen mögliche Beeinträchtigungen in den Lebensbereichen / der Teilhabe bei Kindern in der Frühförderung erfasst werden.

Auswirkungen der Coronapandemie auf die Forschung:

auf Grund der Coronapandemie mussten die Interviews online, statt in Präsenz durchgeführt werden

Vorträge:

Seidel, A.:  Teilhabebeeintchtigungen bei Kindern in der Frühförderung (Säugling, Kleinkind, Vorschulkind) aus (inter-)disziplinärer Sicht, VIFF-Bundessymposium (online), 20.03.2021

Publikationen:

für das Jahr 2022 sind Publikationen zum Forschungsprojekt geplant

 

2019

Kindness for Kids Versorgungspreis

Projektleitung:
Prof. Dr. med. Andreas Seidel
Prof. Dr. med. Thomas Lücke (Kath. Klinkum Bochum)

Drittmittelgeber:innen:
Kindness for Kids, Stiftung für Kinder mit seltenen Erkrankungen

Laufzeit: 03/2018 - 06/2019

Ziel des Projektes ist neben der Implementierung einer Sprechstunde „Sozialberatung/Case Management“ in der Stoffwechselsprechstunde der Universitätskinderklinik Bochum eine Begleitforschung (als mixed-methods-study), die den Gesundheitszustand von Kindern und Jugendlichen mit Stoffwechselerkrankungen aus Sicht der Betroffenen und deren Familien in den Fokus nimmt.

Orientiert am bio-psycho-soziale Modell der ICF werden Patienten und deren Familien zum Thema Gesundheitszustand und Therapiezielen interviewt. Die transkribierten Interviews werden mit dem Kategorien- und Codesytem der ICF erfasst und anschließend mittels deskriptiver Statistik ausgewertet. Damit kann aufgezeigt werden, in welchen Lebensbereichen die Betroffenen und ihre Familien Einschränkungen erleben und welche Kontextfaktoren ihren Gesundheitszustand fördern (Förderfaktoren) bzw. negativ beeinflussen (Barrieren).

Zusätzlich zu dieser qualitativen Methode erfolgt eine Befragung der Eltern und -soweit möglich- der Patienten mit einem standardisierten Fragebogen, um die Häufigkeit von psychischen Auffälligkeiten bei den Patienten zu eruieren. Die hier erfassten Ergebnisse werden mit den Auswertungen aus der KiGGS/BELLA Studie (als repräsentative deutsche Kontrollgruppe) verglichen (15). Eine aktuelle und systematische Untersuchung von psychischen Auffälligkeiten von Kindern und Jugendlichen mit Stoffwechselerkrankungen gibt es in Deutschland bislang nicht. Die Relevanz für die Patienten besteht in einer verbesserten Versorgung (Beratung/Case Management) sowie einer stärkeren Partizipation im Behandlungsprozess.

Die Sprechstunde „Sozialberatung/Case Management“ soll auch nach Projektende, orientiert an den Erfahrungen im Projektzeitraum, weitergeführt werden. Diese psychosoziale Beratung und das Case Management werden bereits jetzt in der Klinik kontinuierlich weiterentwickelt und den Bedürfnissen der Patienten sowie deren Familien fortlaufend angepasst. Durch die Präsentation und Publikation der Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt sowie eine Fortsetzung der Forschungsaktivitäten auf diesem Gebiet ist die Nachhaltigkeit der Projektinhalte gesichert.

Das Projekt wird durch die Kooperation der Universitätskinderklinik Bochum mit der Hochschule Nordhausen mit Unterstützung der Deutschen Interessengemeinschaft Phenylketonurie sowie der Gesellschaft für Mucopolysaccharidosen durchgeführt. National und international werden die Erfahrungen und Ergebnisse auf verschiedenen Arbeitstreffen und Kongressen präsentiert sowie in schriftlicher Form durch Publikationen bekannt gemacht.

Resilienz durch BürgerInnenbeteiligung im ländlichen Raum am Beispiel des Donnersbergkreises (Rheinland-Pfalz)

Projektleitung:
Prof. in Dr. in Cordula Borbe
Prof. Dr. Markus Steffens

Drittmittelgeber:innen:
Pfalzklinikum
AOK Rheinland-Pfalz

Laufzeit: 10/2018 - 09/2019

Mit dem vorliegenden Projekt ist geplant, die Resilienz in einer ausgewählten Kommune (Donnersbergkreis) zu stärken und die Gesundheitskompetenz in diesem ländlichen Raum unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger zu fördern. Diese sollen eingeladen werden, in öffentlichen Foren darüber nachzudenken, welche resilienten und gesundheitsförderliche Strukturen in der Region auszumachen sind.

Schwerpunkt des Projekts sind die folgenden Forschungsfragen:

  1. Was kennzeichnet existierende Konzepte zur Stärkung der Resilienz und Förderung der Gesundheitskompetenz im ländlichen Raum insbesondere im Hinblick auf Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger?
  2. Welche lebensqualitäts-/gesundheitsbezogenen Themen bewegen die Menschen im Donnersbergkreis? Welche räumlichen, ökologischen, ökonomischen und soziokulturellen Eigenschaften beeinflussen die Resilienzfaktoren der Bürgerinnen und Bürger in der Region? (Sozialraumanalyse)
  3. Welche zentralen Aspekte sollten - auf dem Boden dieser Analyse - das Konzept eines neuen sozialraumorientierten und bürgerbeteiligten, resilienzfundierten Gesundheitsangebotes im Donnersbergkreis prägen?
  4. Wie effektiv und effizient ist solch ein neuer Ansatz im Donnersbergkreis?

Die Studie wird im Mixed-Method-Design durchgeführt, welches sowohl quantitative als auch qualitative Elemente aufnimmt. Nach einer ausführlichen Literaturanalyse und Recherche statistischer Daten erfolgte zunächst eine theoriegeleitete Analyse des Sozialraums. Im Anschluss daran fanden konkrete Sozialraumbegehungen unter Anwendung sozialräumlicher Methoden sowie Spontaninterviews statt, mit dem Ziel weitere quantitative und qualitative Daten zu erfassen. Des Weiteren erfolgte eine Ist-Stands-Analyse unter Einbezug aller regionalen Einrichtungen. Über Bürgerforen, die zu vier unterschiedlichen Zeitpunkten durchgeführt wurden, konnten mit der Methode der Aktivierenden Befragung ebenfalls qualitative Daten gebündelt werden. Die erhobenen Daten wurden im Rahmen mehrerer Projekttreffen im Donnersbergkreis und an der HS Nordhausen im Team ausgewertet. Derzeit befindet sich der Projektabschlussbericht in Arbeit, dem eine ausführliche Darstellung der Ergebnisse zu entnehmen sein wird.

Link zum Forschungsbericht

Beschwerdevalidierung in der psychosomatischen Rehabiliation

Projektleitung: Prof. Dr. med. Markus Bassler

Drittmittelgeber:innen: DRV Braunschweig-Hannover

Laufzeit: 04/2018 - 09/2019

Bei der sozialmedizinischen Beschwerdevalidierung spielen die Aggravation bzw. im geringeren Maße auch die Simulation eine bedeutende Rolle, da nach vorliegenden Schätzungen ein erheblicher Teil der patientenseitigen Beschreibungen von Symptomen als nicht valide beurteilt werden muss (Kobelt et.al.2012). Für die gutachterliche Beschwerdevalidierung liegen für psychosomatische Beschwerdebilder anerkannte Leitfäden vor (Schmitt 2012). Jedoch fehlen bislang operationalisierte validierte Vorgehensweisen, die bei Verdacht auf invalide Symptomschilderung im Rahmen einer mehrstufigen Diagnostik sowohl die klinische Beurteilung als auch testpsychologische Assessments zweckmäßig miteinander verbinden.

In dem Forschungsprojekt soll eine mehrstufige klinische sowie testpsychologische Diagnostik entwickelt werden, die bereits auf der ersten Stufe eines ausschließlich psychometrischen Screeningverfahrens Fälle von invalider Beschwerdeschilderung mit möglichst hoher Sensitivität und Spezifität zu detektieren vermag. In Ergänzung zu dem Screeningverfahren soll über eine erweiterte klinische sowie testpsychologische Diagnostik eine möglichst hohe Trefferquote von richtig positiven Fällen erreicht werden, um dadurch eine optimierte Spezifität der sozialmedizinischen Diagnostik zu gewährleisten.

Qualitätspakt Lehre - Q3

Projekttitel: Qualitätspakt Lehre – Q3 Diversity

Projektleitung:

Prof. in Dr. in Cordula Borbe

Prof. Dr. Sebastian Möller-Dreischer

Drittmittelgeber:innen:

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Laufzeit: 01/2017 – 12/2019

Forschungsfrage / Projektgegenstand:

Implementierung von Diversity in Lehre und Forschung; diversitätsorientierte Kompetenzen in Lehre und Forschung vermitteln

Kurzbeschreibung des Projekts:

Finanziert aus den Mittel des Qualitätspakts Lehre beschäftigt sich das Projekt mit der Frage wie Vielfalt als Thema besser an der Hochschule und in der Gesellschaft thematisiert und implementiert werden kann in Form von Maßnahmen, Sensibilisierung, Forschung, etc.

Im Fokus der Stelle lag 2019 die Arbeit am Aktionsplan „Vielfalt“ mit einem Schwerpunkt auf die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Hierfür wurden in einem partizipativen Prozess mit Angehörigen und Interessenvertretungen der Hochschule sowie in Netzwerkarbeit mit externen Organisationen und anderen Hochschulen Bedarfe ermittelt. Diese wurden in über 30 Einzelmaßnahmen in sechs Aktionsfelder übersetzt, die von 2019 bis 2021 von der Hochschule angegangen werden sollen. Im Zuge dessen wurde Diversity als wichtiges Querschnittsthema der Hochschulentwicklung identifiziert und vorangetrieben.

Im Zuge der Umsetzung des Maßnahmenplans wurde so unter anderem eine Studie zur Erhebung von Gleichstellungs- und Vielfaltsdaten (mit Fokus auf Studierende mit Behinderung und chronischen Erkrankungen) konzipiert, zu Qualifizierungszwecken eine Weiterbildung zum Thema „Diversitätsgerechte Lehre“ organisiert, und Öffentlichkeitsarbeit zum Thema „Diversität“ gemacht.

Im Rahmen des Projektes wurde die Studieneinführungswoche (STEW) an der Hochschule weiterentwickelt nach den ersten Erfahrungen nach einer Neukonzeptionierung im Vorjahr. Die STEW stellt als Moment des Erstkontaktes neuer Studierender mit der Hochschule eine zentrale Rolle für den weiteren Studienverlauf. Die Weiterbildung ist eine 6,5-stündige Schulung von Tutor:innen, in der diese darauf vorbereitet werden die neuen Erstsemestern in einen gelungenen Start in ihr Hochschulleben zu begleiten. Aufbauend die Evaluation des Vorjahres, wurde dabei der Fokus der Weiterbildung etwas verändert und der Punkt „Kritisches Denken“ und die kritische Reflexion gestärkt und das in der ersten Studienwoche noch eher abstrakte Thema „Wissenschaftliches Arbeiten“ abgeschwächt.

Darüber hinaus war die inhaltliche und unterstützende Arbeit mit Studierenden, Studierendengruppen wie Amnesty International und der Studentischen Beratung, und Lehrenden sowie die Sensibilisierung im Themenfeld Diversity an der Hochschule wichtiger Bestandteil der Arbeit. Im Rahmen dessen kam es unter anderen zur Teilnahme an der Aktionswoche „Achtung und Respekt - Für mich! Für dich! Für alle!“, die vom Thüringer Kompetenznetzwerk Gleichstellung 2019 organisiert wurde und an der auch die Hochschule Nordhausen teilnahm. In dieser Woche fand eine Weiterbildung für Studierende des Studiengangs „Public Management“ zum Thema „Diversity in der Verwaltung“ statt sowie eine Filmvorführung. Auch andere Veranstaltungen wurden unterstützt, so die Exkursionswoche, in der der Projektmitarbeiter eine Studierendegruppe begleitete.

Des Weiteren erfolgte eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit der Gleichstellungsbeauftragten und Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Hochschule sowie der Unterstützung der neu geschaffenen Position des Diversitätsbeauftragten der Hochschule Nordhausen hinsichtlich Planung, Organisation und Umsetzung von Maßnahmen zur familiengerechten und diversitätssensiblen Gestaltung des Studiums, der wissenschaftlichen Karriere, der Arbeitsbedingungen und der administrativen Arbeit sowie der Öffentlichkeitsarbeit. Auch die Zusammenarbeit mit externen Netzwerken wurde vorangetrieben. So kam es zur Zusammenarbeit mit dem Thüringer Kompetenznetzwerk Gleichstellung, aber vor allem wurde die Verbindung zum neu gegründeten Netzwerk der Diversitätsbeauftragten der Thüringer Hochschulen gestärkt.

Auch international wurde sich vernetzt: 2019 kam es zur Unterstützung des Projektes „JEU“, welches die Hochschule Nordhausen mit einer Reihe von europäischen Partnerinstitutionen verbindet. JEU ist eine Kooperation von NGOs und Hochschulen aus sieben europäischen Ländern, hat das Ziel dazu beizutragen ein inklusiveres und respektvolleres Europa zu schaffen. Dies geschieht durch Bewusstseinsbildung und Empowerment von Jugendlichen und Lehrkräften zu Themen europäischer Staatsbürgerschaft, Geschlechtergerechtigkeit und Umweltschutz. Über einen Zeitraum von drei Jahren werden „Serious Games“, pädagogische Videospiele, für Jugendliche in der Mittel- und Oberstufe entwickelt. Diese Spiele sollen dann im Klassenkontext in Belgien, Frankreich, den Niederlanden, Irland, Portugal, Polen und Deutschland gespielt werden. Das Projekt ist finanziert von der Europäischen Union durch die Erasmus+ Agentur.

Publikationen

Schulze, Heiner (2019): Critical Westness. Unsichtbare Normen und (west)deutsche Perspektiven. In: Ost|Journal, Ausgabe 05/2019 „Die Wende der Anderen“. S. 38-43.

Schulze, Heiner (2019): 50 Jahre Stonewall und der Kampf um Emanzipation. In: tz - Thüringer Zeitschrift der Bildungsgewerkschaft, Dezember 2019, S.12/13.

Vorträge

„Diversität in der öffentlichen Verwaltung“, Mai 2019, Vortrag im Rahmen der Aktionswoche „Achtung und Respekt - Für mich! Für dich! Für alle!“ Des Thüringer Kompetenznetzwerks Gleichstellung.

„Queering Institutions: Inklusive Kulturinstitutionen.“ Beitrag zum Ideen-Slam der Jahrestagung 2019 des Deutschen Museumsbundes, Mai 2019, Hygienemuseum Dresden.

Advanced Training in Psychosomatic Medicine

Projekttitel: DAAD - Advanced Training in Psychosomatic Medicine and Psychotherapy in China

Projektleitung: Prof. Dr. Markus Bassler

Drittmittelgeber:innen:

Deutscher Akademischer Austauschdienst

Laufzeit: 01/2016 – 12/2019

Forschungsfrage / Projektgegenstand:

Ausbildung in psychosomatischer Grundversorgung für Ärzte in China – Unterrichtsprogramm am Peking Union Medical College Hospital

Kurzbeschreibung des Projekts:

Aufbauend auf den intensiven Vorarbeiten des Universitätsklinikums Freiburg im Bereich der Aus-und Weiterbildung in psychosomatischer Medizin und Psychotherapie an multiplen Mental Health Zentren in China in den letzten 10 Jahren, wurde gemeinsam mit der Uniklinik Freiburg und dem Peking Union Medical College Hospital (PUMCH) ein Projekt zur Weiterbildung in Psychotherapie für China entworfen. Ziel des Projekts ist die Etablierung des PUMCH als Referenzzentrum für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie in China mit den Schwerpunkten Patient:innenversorgung, Weiterbildung Psychotherapie und für den chinesischen Kontext relevante Forschung im Mental Health Bereich. Dies soll durch folgende Maßnahmen erreicht werden:

  1. Fachliche und didaktische Qualifizierung von Ärzt:innen und Psycholog:innen
  2. Etablierung eines Curriculums zur Weiterbildung Psychotherapie im Bereich der Psychosomatischen Medizin
  3. Vernetzungs- und Steuerungstreffen
  4. Begleitforschung

Das Projekt ist auf vier Jahre angelegt und sieht die Weiterbildung von zwei Gruppen von Ärzt:innen und Psycholog:innen mit jeweils 15 Teilnehmer:innen vor. Am Ende der Projektzeitsollen 30 Ärzte und Psychologen fachlich und didaktisch befähigt sein, dem Stand der Wissenschaft entsprechende Psychotherapie durchzuführen und das Curriculum in Zukunft weiter zu lehren. Das Projekt wurde auf deutscher Seite von Prof. Dr. Markus Bassler vom Institut für Sozialmedizin, Rehabilitationswissenschaften und Versorgungsforschung (ISRV) der Hochschule Nordhausen beantragt, in enger Kooperation mit Prof. Michael Wirsching und Prof. Kurt Fritzsche von der Psychosomatischen Klinik des Universitätsklinikums Freiburg. Der Kooperationspartner in China ist Prof. Jing Wei vom Department für psychologische Medizin am Peking Union Medical College Hospital.

Publikationen / Vorträge:

geplant sind Publikationen in wissenschaftlichen Fachzeitschriften sowie Vorträge auf wissenschaftlichen Kongressen

2018

Multicenterstudie - Qualifizierter Entzug in der Inneren Medzin

Projektleitung:
Prof. Dr. Uwe Saint-Mont
Prof. Dr. Markus Steffens

Drittmittelgeber:innen: AKQEIM Arbeitskreis qualifizierter Entzug in der Inneren Medizin

Laufzeit: 01/2017 - 12/2018

Im Rahmen der Kooperation mit dem Diakonie-Krankenhaus Elbingerode besteht Kontakt zum „Arbeitskreis qualifizierter Entzug in der Inneren Medizin“ (AKQEIM). In Zusammenarbeit mit diesem Arbeitskreis wird an 10-15 deutschen Kliniken eine prospektive Studie (Fragebogen zum qualifizierten Entzug) durchgeführt.

Die Studie ist explorativ und quantitativ angelegt. Um ein möglichst umfassendes Bild zu gewinnen, sollen in einem a priori festgelegten Zeitraum sieben deutsche internistische Kliniken für jeden ihrer Patienten im Qualifizierten Entzug (QE) einen standardisierten Fragebogen vervollständigen, der zuvor im AKQEIM des BDI abgestimmt worden ist. Auf diese Weise soll erstmalig ein Überblick über die Patientenpopulation entstehen: Wie viele Personen werden im Qualifizierten Entzug in der Inneren Medizin behandelt und was sind deren Charakteristika.  Zudem liegt das Augenmerk auf den therapeutischen Maßnahmen und deren Erfolg (insbes. Krankheitsakzeptanz, Therapieerfolgsbewertung, Einleitung weiterführender Maßnahmen).

Die Untersuchung unterteilt sich in mehrere Schritte:

  • Erstellung und Verabschiedung eines einheitlichen Erhebungsbogens für alle teilnehmenden Kliniken
  • Erstellung einer zugehörigen Excel-Datei zur Eingabe und Sammlung der Daten
  • Erhebung und verschlüsselte Übermittlung der Daten in drei Tranchen
  • Zusammenführen, Auswerten und Interpretieren der Daten

Dortmunder Kinderstuben - wissenschaftliche Begleitung

Projektleitung: Prof. Dr. Sebastian Möller-Dreischer

Drittmittelgeber:innen: Familienprojekt, Stadt Dortmund, Co-Finanzierung durch RhurFutur

Laufzeit: 01/2016 - 12/2018

Seit Anfang 2016 ist das ISRV an der wissenschaftlichen Begleitung und konzeptionellen Weiterentwicklung der FABIDO Kinderstube in Dortmund-Eving beteiligt. Im November/Dezember 2015 wurde die Kinderstube eröffnet und 9 Kinder aus der Märchensiedlung und eng angrenzenden Quartieren aufgenommen. Von den 9 Kindern werden 8 Kinder und deren Eltern im Rahmen der Jugendhilfe gem. § 27 ff SGB VIII betreut. Ein Großteil der dort aufgenommenen Kinder erhalten verschiedene Unterstützungsleistungen, zum Beispiel SPFH und/oder Frühförderung als Komplexleistung. Ziel des Projekts ist es, Erkenntnisse zu erlangen, ob die präventive und niederschwellige Arbeit in den Kinderstuben eine Unterstützung und Entlastung im Rahmen der HzE sowie eine sozialpädagogische und fiskalische Wirkung erzielen kann.

Schwerpunkt des Projekts ist es, zu analysieren, inwieweit z.B. Prozesse der Jugendhilfe im Rahmen von Hilfen zur Erziehung in die Arbeit der Kinderstuben implementiert werden können. Insgesamt stehen somit bei der konzeptionellen Weiterentwicklung verschiedene Aspekte im Mittelpunkt:

  • Welche Unterstützungsleistungen für Familien können in Kooperation mit der Kinderstube durchgeführt werden?
  • Wie kann die Idee einer (teilweisen) Bündelung von Unterstützungsleistungen (rechtlich) umgesetzt werden, die die Kinder erhalten (z.B. SPFH, Erziehungsberatung, Frühförderleistungen)?

Zu untersuchende Fragestellungen sind:

  • Welche Vereinbarungen müssen seitens der sozialpädagogischen Koordination und der Jugendhilfe getroffen werden?
  • Was können Tagespflegepersonen leisten? was noch nicht? (Analyse auf konzeptioneller Ebene, ggf. Interview)
  • Wo sind Schnittmengen zwischen der niedrigschwelligen Arbeit der TPP und SPFHs? Welche Tätigkeiten bedeuten für die TPP einen Mehraufwand? (d.h. welche Tätigkeiten (nah an der Familie) werden sowieso erbracht?) (Analyse einer Dokumentation der Tätigkeiten der TPP, Falldokumentation und –analyse von zwei ausgewählten Familien)

Übergreifend soll den Fragen nachgegangen werden, wie eine Überfrachtung / Überforderung der Tagespflegepersonen in diesem Zusammenhang vermieden werden kann, welche fachlichen Unterstützungsangebote benötigt werden und wie hoch der personelle Aufwand des Trägers bezüglich der fachlichen Unterstützung der Tagespflegepersonen wäre. Zusätzliche wird der Frage nachgegangen, auf welche Akzeptanz eine solche Unterstützungsleistung bei den Familien trifft und wie die Unterstützung durch die Eltern angenommen und wahrgenommen wird.

Die wissenschaftliche Begleitung des Projekts läuft bis Ende 2017.

Optimierung der Selbstevaluation der Berliner Pflegestützpunkte

Projektleitung: Prof. in Dr. in Petra J. Brzank, MPH

Drittmittelgeber:innen: Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung

Laufzeit: 10/2018 - 12/2018

Im Rahmen des Projektes werden die jährlichen Leistungsberichte der Berliner Pflegestützpunkte auf Verbesserungspotentiale hin analysiert. Die aus 2018 vorliegenden Leistungs- und Klienteldaten werden statistisch ausgewertet und Vorschläge zur Anpassung der Datenerfassungsmaske an eine veränderte Aufgabensituation sowie zur longitudinal Darstellung gemacht.

Auswertung Fragebögen Jugendförderplan

Projekttitel: Auswertung von Fragebögen zum Jugendförderplan

Projektleitung: Prof. in Dr. in Cordula Borbe

Drittmittelgeber:innen

Landratsamt Nordhausen

Laufzeit: 04/2018 – 05/2018

Forschungsfrage / Projektgegenstand:

Auswertung von Fragebögen zum Jugendförderplan nach Armutsaspekten

Kurzbeschreibung des Projekts:

Im Rahmen des Projektes wurden Daten zum Jugendförderplan, die das Landratsamt Nordhausen mit Fragebögen erhoben hat, nach Armutsaspekten ausgewertet. Zusätzlich erfolgte eine sprachliche und visuelle Aufbereitung der Daten in Berichtsform.

Qualifizierter Entzug in der Inneren Medizin (Multicenterstudie in Kooperation mit Diakoniekrankenhaus Elbingerode)

Projekttitel: Qualifizierter Entzug in der Inneren Medizin (Multicenterstudie in Kooperation mit Diakoniekrankenhaus Elbingerode)

Projektleitung:
Prof. Dr. Uwe Saint-Mont
Prof. Dr. Markus Steffens

Drittmittelgeber:innen:
AKQEIM (Arbeitskreis Qualifizierter Entzug in der Inneren Medizin)

Laufzeit: 01/2017 – 12/2018

Forschungsfrage / Projektgegenstand:
Welche Charakteristika kennzeichnen Patienten im Qualifizierten Entzug (QE) in der Inneren Medizin? Wie wirkungsvoll ist dieses Behandlungssetting (QE) hinsichtlich Krankheitsakzeptanz, Therapieerfolgsbewertung und der Einleitung weiterführender Maßnahmen?

Kurzbeschreibung des Projekts:

Im Rahmen der Kooperation mit dem Diakonie-Krankenhaus Elbingerode besteht Kontakt zum „Arbeitskreis qualifizierter Entzug in der Inneren Medizin“ (AKQEIM). In Zusammenarbeit mit diesem Arbeitskreis soll an 10-15 deutschen Kliniken eine prospektive Studie (Fragebogen zum qualifizierten Entzug) durchgeführt werden.

Die ins Auge gefasste Studie ist prospektiv und quantitativ angelegt. Das heißt, in einem a priori festgelegten Zeitraum vervollständigen mehrere (bis zu 15, mindestens fünf) deutsche internistische Kliniken für jeden ihrer Patienten im Qualifizierten Entzug einen standardisierten Fragebogen. Eingeschlossen in die Studie werden alle Patienten mit Entlassungstermin innerhalb des zuvor vereinbarten Zeitraums (ca. sechs Monate im Jahr 2017). Auf diese Weise soll erstmalig ein Überblick über die Patientenpopulation entstehen: Wie viele Personen werden im Qualifizierten Entzug in der Inneren Medizin behandelt und was sind deren Charakteristika. Zudem liegt das Augenmerk auf den therapeutischen Maßnahmen und deren Erfolg (insbes. Krankheitsakzeptanz, Therapieerfolgsbewertung, Einleitung weiterführender Maßnahmen).

Die Untersuchung unterteilt sich in mehrere Schritte:

  1. Erstellung und Verabschiedung eines einheitlichen Erhebungsbogens für alle teilnehmenden Kliniken (bereits erfolgt, siehe Anlage „Fragebogen“)
  2. Erstellung einer zugehörigen Excel-Datei zur komfortablen Eingabe und einheitlichen Sammlung (bereits erfolgt, kann auf Wunsch zugeschickt werden).
  3. Festlegung des Untersuchungszeitraums, sobald das Einverständnis der Ethikkommission der Universität Jena (eingeholt durch das ISRV1) dem Sekretariat des AKQEIM2 in Kopie vorliegt und sich mindestens 5 Kliniken verbindlich an der Studie beteiligen - also das vorliegende Dokument unterzeichnet sowie dem Sekretariat des AKQEIM übermittelt haben.
  4. Dezentrale Erhebung der Daten in drei Tranchen (ein, drei und sechs Monate).
  5. Nach Abschluss der Erhebung sendet jede Klinik ihre anonymisierten Daten mithilfe der standardisierten Excel-Datei (siehe 2.) verschlüsselt per E-Mail an die Auswerter in Nordhausen.
  6. Zusammenführen, analysieren und interpretieren der Daten durch Prof. Dr. rer. nat. Saint-Mont und Prof. Dr. med. Steffens (beide ISRV).
  7. Zeitnahe mündliche Präsentation der Ergebnisse durch die in Punkt 6. genannten Personen auf einer Tagung des AKQEIM.
  8. Schriftlicher Abschlussbericht durch das ISRV.
  9. Rechtliche Aspekte

Die vorstehende Untersuchung zielt auf Basisinformationen über Erfolgskriterien im Qualifizierten Entzug in der Inneren Medizin. In Folgeprojekten könnten bundesweit und standardisiert umfangreichere Informationen - auch vergleichend - erhoben werden. Entsprechende Fragebögen, die sich bereits im klinischen Einsatz bewährt haben, sind vorhanden. Auf diese Weise könnte ein detailliertes Bild über den Stand der unterschiedlichen Entzugsbehandlungen in Deutschland entstehen. Insbesondere könnten auch gezielt unterschiedliche Therapieansätze verglichen werden.

Darüber hinaus wurde das ISRV beauftragt die in Elbingerode vorhandenen statistischen Daten von Patienten im Alkoholentzug auszuwerten. Mit der Auswertung dieser Daten befasste sich eine Bachelorarbeit des Studiengangs Betriebswirtschaftslehre zum Thema „Qualifizierter Entzug in Elbingerode“ im Zeitraum vom 1.9.2016 bis Mitte 2017 (abgeschlossen).

2017

Qualifizierter Entzug in der Inneren Medizin

Projekttitel: Qualifizierter Entzug in der Inneren Medizin (Multicenterstudie in Kooperation mit Diakoniekrankenhaus Elbingerode)

Projektleitung: Prof. Dr. Uwe Saint-Mont

Laufzeit: 01/2017 – 12/2017

Drittmittelgeber: AKQEIM (Arbeitskreis Qualifizierter Entzug in der Inneren Medizin)

Forschungsfrage / Projektgegenstand:

Überblick über die Patientenpopulation; Wie viele Personen werden im Qualifizierten Entzug in der Inneren Medizin behandelt und was sind deren Charakteristika?

Kurzbeschreibung des Projekts:

Im Rahmen der Kooperation mit dem Diakonie-Krankenhaus Elbingerode besteht Kontakt zum „Arbeitskreis qualifizierter Entzug in der Inneren Medizin“ (AKQEIM). In Zusammenarbeit mit diesem Arbeitskreis soll an 10-15 deutschen Kliniken eine prospektive Studie (Fragebogen zum qualifizierten Entzug) durchgeführt werden.

Die Studie ist explorativ und quantitativ angelegt. Um ein möglichst umfassendes Bild zu gewinnen, sollen in einem a priori festgelegten Zeitraum sieben deutsche internistische Kliniken für jeden ihrer Patienten im Qualifizierten Entzug (QE) einen standardisierten Fragebogen vervollständigen, der zuvor im AKQEIM des BDI abgestimmt worden ist. Auf diese Weise soll erstmalig ein Überblick über die Patientenpopulation entstehen: Wie viele Personen werden im Qualifizierten Entzug in der Inneren Medizin behandelt und was sind deren Charakteristika.  Zudem liegt das Augenmerk auf den therapeutischen Maßnahmen und deren Erfolg (insbes. Krankheitsakzeptanz, Therapieerfolgsbewertung, Einleitung weiterführender Maßnahmen).

Im November 2016 erfolgte die Endabstimmung und Abnahme des Erhebungsbogens. Die teilnehmenden Kliniken erhielten die zugehörige Datei im Dezember 2016. Die Durchführung der Studie und Auswertung der Daten sind für das erste bis dritte Quartal 2017 geplant.

Darüber hinaus wurde das ISRV beauftragt die in Elbingerode vorhandenen statistischen Daten von Patienten im Alkoholentzug auszuwerten. Mit der Auswertung dieser Daten befasste sich eine Bachelorarbeit des Studiengangs Betriebswirtschaftslehre zum Thema „Qualifizierter Entzug in Elbingerode“ im Zeitraum vom 1.9.2016 bis Mitte 2017 (abgeschlossen).

ICF-fundiertes Entlassungsmanagement von Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen und psychischer Komorbidität

Projektleitung:
Prof. Dr. Andreas Seidel
Prof. Dr. Markus Steffens

Drittmittelgeber:innen:
Rheinhessen Fachklinik Alzey
Co-Finanzierung Land Rheinland-Pfalz

Laufzeit: 03/2017 - 09/2017

Suchtmittelabhängige Menschen fallen wegen ihrer komplexen Problemlagen und der daraus meist resultierenden Schwierigkeit einer adäquaten, v.a. lückenlosen Weiterbehandlungsplanung im stationären Kontext der Psychiatrie erheblich ins Gewicht. Ihre oftmals prekären Lebenslagen erfordern eine frühzeitige interdiszipli-näre Kooperation und Koordination. Das Projekt ist als Masterarbeit in eine größere Studie des Fachbereichs Allgemeinpsychiatrie der Rheinhessen Fachklinik Alzey eingebettet. Es zielt auf eine Analyse der internen Schnittstellen von Aufnahme bis Entlassung und damit verbunden die Professionalisierung des Entlassmanagements von PatientInnen mit Suchtmittelabhängigkeit ab. Mithilfe eines auf Basis der ICF entworfenen Diagnoseinstrumentariums soll die besonders problem-, d.h. nachsor-geintensive Klientel eruiert werden, um sie direkt einem Entlassmanagement zufüh-ren zu können, das im Rahmen dieses Projektes standardisiert werden soll. Die so-dann in einem Konzept verschriftlichten Ergebnisse dieser Prozesse sollen zuletzt an ca. 8-10 PatientInnen getestet, dokumentiert und abschließend bewertet werden.

Wohnortnaher Versorgungsbedarf schwer psychisch erkrankter Menschen hinsichtlich stationärer und ganztägig ambulanter medizinischer Rehabilitation (Region Altenburg)

Projekttitel: Wohnortnaher Versorgungsbedarf schwer psychisch erkrankter Menschen hinsichtlich stationärer und ganztägig ambulanter medizinischer Rehabilitation (Region Altenburg)

Projektleitung:
Prof. Dr. Markus Steffens
Prof.in Dr.in Cordula Borbe

Drittmittelgeber:innen:
Evangelische Lukas-Stiftung Altenburg

Laufzeit: 01/2015 - 12/2017

Auf konkrete Anfrage wurde im Rahmen der Kooperation mit der Evangelischen Lukas-Stiftung Altenburg eine Erhebung zum „Wohnortnahen Versorgungsbedarf schwer psychisch erkrankter Menschen hinsichtlich stationärer und ganztägig ambulanter medizinischer Rehabilitation“ durchgeführt.

Einen Schwerpunkt der Erhebung bildete die Generierung quantitativer Daten, die mittels Fragebogen erfasst wurden. Ziel war es, eine Befragung aller PatientInnen mit schweren psychischen Störungen der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik der Evangelischen Lukas-Stiftung Altenburg innerhalb von sechs Monaten zu erreichen. Es wurden ca. 100 Fragebögen gesammelt und ausgewertet. Des Weiteren erfolgte eine IST-Standanalyse bei allen regionalen Trägern und Einrichtungen im Rahmen des Gemeindepsychiatrischen Verbundsystems im Altenburger Land in Form von standardisierten Telefoninterviews mit qualitativen Elementen.

Das Projekt lief von Januar bis Dezember 2015.

Qualitätspakt Lehre – Q3 Diversity

Projekttitel: Qualitätspakt Lehre – Q3 Diversity

Projektleitung:
Prof.in Dr.in Cordula Borbe
Prof. Dr. Sebastian Möller-Dreischer

Drittmittelgeber:innen:
Bundesministerium für Bildung und Forschung

Laufzeit: 01/2017 – 09/2017

Forschungsfrage / Projektgegenstand:
Implementierung von Diversity in Lehre und Forschung; diversitätsorientierte Kompetenzen in Lehre und Forschung vermitteln

Kurzbeschreibung des Projekts:

Im Rahmen des Qualitätspakts Lehre wurde von der Hochschule beim Bundesministerium ein Folgeantrag für die Förderperiode 2016-2020 gestellt. Dieser beinhaltete einen Teilantrag, der vom ISRV zum Schwerpunkt „Diversity“ formuliert wurde. Ziel der im Antrag beschriebenen Aktivitäten und Maßnahmen ist es, Diversity in Lehre und Forschung stärker zu implementieren, gesellschaftliche und individuelle Vielfaltskriterien in den Fachkulturen in ihren befördernden und hinderlichen Dimensionen zu erkennen sowie mehr diversitätsorientierte Kompetenzen in der Lehre und für die Forschung zu vermitteln. Mit Bewilligung der Fördergelder für den neuen Zeitraum konnte eine 100%-Stelle geschaffen werden, welche zunächst für 1 Jahr die folgenden Aufgaben wahrnehmen wird:

  • Implementierung von Diversity-Aspekten im Rahmen der Re-Akkreditierung (Prüfung der Modulbeschreibungen aller Studiengänge der Hochschule auf Diversity-Kompetenzen)
  • (Weiter-)Entwicklung von Modulen und Lehrinhalten zur Diversity-Thematik einschließlich E-Learning-Module
  • Entwicklung und Durchführung eines Diversity-Audits für die Hochschule Nordhausen
  • Analyse, Auswertung und Aufbereitung von Daten
  • Weiterentwicklung der Konzeption und Implementierung der Diversity-Strategie der Hochschule Nordhausen
  • Konzeption von Fortbildungsmaßnahmen für Mitarbeiter/innen und Lehrende
  • Gewinnung von Kooperationspartnern und Netzwerkarbeit
  • Drittmittelakquise

2016

Inklusion einmal anders

Projekttitel: Inklusion einmal anders (Begleitforschungsprojekt zur inklusiven Beschulung an einer Förderschule)

Projektleiterin: Prof.in Dr.in Britta Gebhard

Laufzeit: 2012 – 2016

Forschungsfrage / Projektgegenstand:

Längsschnittanalyse; akademische Leistung der SchülerInnen, ihre Partizipation sowie ihr sozial-emotionales Schulerleben

Das Projekte „Inklusion einmal anders“ hat  über die gesamte Grundschulzeit der inklusiven Klasse am K-v-G-H (Kardinal-von-Galen-Haus) in Dinklage die folgenden Aspekte analysiert: Zum einen wurden die Befürchtungen und Erwartungen sowie die Erfahrungen der LehrerInnen/MitarbeiterInnen und der Eltern der SchülerInnen mit und ohne Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung in Bezug auf die inklusive Beschulung erhoben. Zum anderen wurde die akademische Entwicklung der SchülerInnen mit und ohne Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung in den Bereichen Deutsch und Mathematik gemessen. Außerdem wurden die Auswirkungen der inklusiven Beschulung auf die außerschulische Partizipation in der inklusiven Klasse im Vergleich zu den Parallelklassen untersucht. Bezogen auf beide Klassen wurde zudem das sozial-emotionale Schulerleben erfasst. So umfasste die wissenschaftliche Begleitung der inklusiven Klasse am K-v-G-H differente Perspektiven.


Ziel der wissenschaftlichen Begleitung war, Aussagen über die Entwicklung der akademischen Leistung der SchülerInnen, ihrer Partizipation sowie ihrem sozial-emotionalen Schulerleben sowohl in jeder Klassenstufe, als auch im Gesamteindruck über die ersten vier Schuljahre tätigen zu können. Besonders waren hier Beobachtungen der Entwicklungen von Klassenstufe zu Klassenstufe in Form von Leistungs- oder Einschätzungsvergleichen bedeutsam. Dies wurde in Form einer Längsschnittanalyse konzipiert. An jeweils drei Messzeitpunkten wurden die Eltern sowie die MitarbeiterInnen des K-v-G-H befragt. Hier standen die Einstellungen zum inklusiven Schulprojekt zum jeweiligen Messzeitpunkt, sowie die Erfahrungen im Mittelpunkt der Befragung. Die Ergebnisse bieten die Möglichkeit, die Gestaltung der inklusiven Beschulung am K-v-G-H weiter zu entwickeln. Ein Abschlussbericht wurde der Schule sowie dem Schulträger (Josegsgesellschaft) vorgelegt.
 

Entwicklungsspsychologische Beratung

Projekttitel: Entwicklungsspsychologische Beratung

Projektleitung: Prof. Dr. Armin Sohns

Drittmittelgeber:innen: Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie (TMASGFF)

Laufzeit: 04/2016 - 06/2016

Für das Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie (TMASGFF) wurde eine (Begleit-)Studie zum Projekt Entwicklungspsychologische Beratung (EPB) durchgeführt. Bei der EPB handelt es sich um ein Beratungskonzept, mit dem Fachpersonen die Eltern von Säuglingen und Kleinkindern beim Aufbau einer entwicklungsförderlichen Eltern-Kind-Beziehung unterstützen und begleiten können. Ziel der Evaluation / Studie war es, den Erfolg der Weiterbildung kritisch zu reflektieren. Dabei wurde insbesondere den Fragen nachgegangen, welchen Nutzen die AbsolventInnen für ihre spätere Arbeit ziehen konnten, wie sie die Kenntnisse in ihre Arbeit einbetten können und wie sie sich mit Hilfe der Qualifizierung beruflich weiter entwickeln konnten. Im Dezember 2015 wurde ein Folgeantrag gestellt, sodass das Projekt im Jahr 2016 fortgesetzt werden konnte.

Zum einen sollte eine weitere Erhebung AbsolventInnen der Weiterbildung erfassen, die inzwischen ihren Arbeitsplatz gewechselt hatten, um zu prüfen, welchen Anteil an der beruflichen Weiterbildung die EPB-Weiterbildung hatte. Damit sollte die These überprüft werden, dass sich Fachpersonen durch diese Weiterbildung in beruflich anspruchsvollere Arbeitsfelder verändern. Zum anderen erschien es interessant, anhand ausgewählter Parameter aus den eingegangenen Antworten beider Befragungen der Fachpersonen mithilfe von Kreuztabellen zu überprüfen, ob einzelne erhobene Tendenzen sich in besonderem Maße auf spezifische Items zurückführen lassen. Dabei wurde auf folgende Kategorien der Erhebung zurückgegriffen:

  • Fachpersonen (Alter, Ausbildung, Arbeitsfelder, Arbeitsregionen, Berufserfahrung, Motive zur Ausbildung, Erfüllung der Erwartungen, Bedeutung und Bewertung der Ausbildung)
  • Anwendung von EPB (Häufigkeit, Vermittlungsinstanzen, Indikationen, kooperierende Einrichtungen, Soziale Herkunft der Familien)

Hierbei ergab sich eine Vielzahl von Differenzierungsmöglichkeiten, die interessante Aufschlüsse über den Erfolg von EPB in der Praxis liefern konnten. Gleichzeitig konnten sich nähere Aufschlüsse über die Stärken und Schwächen der Ausbildung aus Sicht der Fachpersonen und mögliche strukturelle Einschränkungen bei spezifischen Personengruppen oder (regionalen) Hintergründen ergeben. Beispielsweise war es von Interesse, ob bestimmte Berufsgruppen oder Arbeitsfelder, EPB in der Praxis häufig, selten oder gar nicht anwenden, insbesondere auch in Abhängigkeit von der individuellen Bewertung und damit der Haltung der Fachkräfte gegenüber ihrer Weiterbildung. Solche vertiefenden Erkenntnisse sollten durch die umfangreiche Analyse der Kreuztabellen erhoben und dargestellt werden. Dies wurde in Kooperation der Hochschule Nordhausen mit dem Fachbereich Mathematik der Universität Paderborn umgesetzt.

Der zweite Teil der Untersuchung erfolgte von April bis Juni 2016 und mündete in einen Abschlussbericht, der in einer vom Sozialministerium veranstalteten Fachtagung gemeinsam mit wissenschaftlichen Hintergründen zur Wirksamkeit präsentiert wurde.
 

Gesundheitsberichterstattung Thüringen

Projektleitung: Prof. Dr. med. Andreas Seidel

Drittmittelgeber:innen: Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie (TMASGFF)

Laufzeit: 08/2014 - 04/2016

Im August 2014 wurde das ISRV vom Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit mit der Erstellung des Gesamtberichtsüber die gesundheitliche Situation von Thüringer Kindern auf Datengrundlage des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (hier: Schuleingangsuntersuchungen Jahrgang 2012/13) beauftragt. Der Gesamtbericht wurde Anfang 2015 fertig gestellt. Die vorliegenden Daten wurden nach Kreisen und Städten und für Thüringen gesamt dargestellt und analysiert. Der Bericht beinhaltete auch eine Bewertung der Thüringer Daten im Vergleich zu anderen Daten im Bundes- bzw. internationalen Vergleich. Neben einer wissenschaftlichen Analyse erfolgte auch eine Darstellung von Handlungsschwerpunkten, mit deren Hilfe in der Zukunft im Rahmen der Gesundheitsberichtserstattung die Planung und Durchführung notwendiger gesundheitspolitischer Maßnahmen zur Sicherung der Kindergesundheit in Thüringen weiter optimiert werden sollen.

Nach Abschluss der allgemeinen Berichterstattung wurden in Zusammenarbeit mit dem Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen (TMAGSFF) unter dem Projekttitel „Die Gesundheitliche Situation Thüringer Kinder und Jugendlicher – Eine Analyse der vorliegenden Untersuchungsergebnisse aus dem Öffentlichen Gesundheitsdienst von den 90er Jahren bis zur Gegenwart“ weitere ergänzende Analysen und Auswertungen durchgeführt und in einem Bericht festgehalten. Der Bericht beschreibt die Entwicklung der Untersuchungsergebnisse bei den Vorsorgeuntersuchungen von Kindern und Jugendlichen im Öffentlichen Gesundheitsdienst in Thüringen im Zeitraum von 1997 bis 2014. Dabei erfolgt eine zusammenfassende Darstellung der wichtigsten Befunde und Themen, auch im Hinblick auf eine weitere Gesundheitsberichterstattung. Empfehlungen für zukünftige Maßnahmen und Zielformulierungen werden benannt.
 

2015

Familienhebammen + Anschlussprojekt Stellungnahme zu den Empfehlungen für eine kommunale Konzeption von gesundheitsorientierter Familienbegleitung (GFB)

Projekttitel: Familienhebammen + Anschlussprojekt Stellungnahme zu den Empfehlungen für eine kommunale Konzeption von gesundheitsorientierter Familienbegleitung (GFB)

Projektleitung: Prof. Dr. Torsten Schaumberg

Drittmittelgeber:innen: Nationales Zentrum für Frühe Hilfen (NZFH) der BZgA

Laufzeit: 12/2014 - 04/2015

Für das Nationale Zentrum für Frühe Hilfen wurde 2014 eine Rechtsexpertise zum Einsatz von Familienhebammen erstellt. Das Projekt beinhaltete schwerpunktmäßig die Klärung offener Rechtsfragen - Arbeitsrecht, Sozialversicherungsrecht, Steuerrecht - zum Einsatz von Familienhebammen (und anderer Gesundheitsfachberufe). In Zusammenarbeit mit dem DIJUF wurden diese rechtlichen Aspekte und Fragen dazu, wann Familienhebammen selbständig bzw. angestellt sind, welche Sozialversicherungs- und Steuerpflichten sie treffen, untersucht. Die drei daraus entstandenen rechtlichen Gutachten wurden mit Projektabschluss im April 2015 vom NZFH veröffentlicht.

Ziel der Expertise war es, Rechts- und Handlungssicherheit der Akteure aller Ebenen herzustellen, die mit der Qualifizierung oder dem Einsatz von Familienhebammen und anderer Gesundheitsfachberufe (welcher Fördergegenstand der Bundesinitiative Frühe Hilfen ist) befasst sind. Dies betrifft die Bundes- und Landesebene sowie kommunale Akteure in Ämtern (Jugendämter, Gesundheitsämter) wie freie Träger. Neben der Publikation der Rechtsgutachten werden diese auch auf Tagungen / Vortragsveranstaltungen eingebunden und erläutert.
 

Gesundheitsberichterstattung Thüringen

Projekttitel: Gesundheitsberichterstattung Thüringen

Projektleitung: Prof. Dr. Andreas Seidel

Drittmittelgeber:innen:
Thüringer Ministerium für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Frauen und Familie

Laufzeit: seit 2014

Forschungsfrage / Projektgegenstand:
die Entwicklung der Untersuchungsergebnisse bei den Vorsorgeuntersuchungen von Kindern und Jugendlichen im Öffentlichen Gesundheitsdienst in Thüringen im Zeitraum von 1997 bis 2014

Kurzbeschreibung des Projekts:

Nach Abschluss der allgemeinen Berichterstattung über die gesundheitliche Situation von Kindern in Thüringen wurden in Zusammenarbeit mit dem Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen (TMAGSFF) unter dem Projekttitel „Die Gesundheitliche Situation Thüringer Kinder und Jugendlicher – Eine Analyse der vorliegenden Untersuchungsergebnisse aus dem Öffentlichen Gesundheitsdienst von den 90er Jahren bis zur Gegenwart“ weitere ergänzende Analysen und Auswertungen durchgeführt und in einem Bericht festgehalten. Der Bericht beschreibt die Entwicklung der Untersuchungsergebnisse bei den Vorsorgeuntersuchungen von Kindern und Jugendlichen im Öffentlichen Gesundheitsdienst in Thüringen im Zeitraum von 1997 bis 2014. Dabei erfolgt eine zusammenfassende Darstellung der wichtigsten Befunde und Themen, auch im Hinblick auf eine weitere Gesundheitsberichterstattung. Empfehlungen für zukünftige Maßnahmen und Zielformulierungen werden benannt.

Relational Mind

Seit 2013 beteiligt sich das ISRV an einem internationalen Forschungsprojekt zum Thema „Paarberatung und Paartherapie“ (Relational Mind).

Das Forschungsprojekt beschäftigt sich mit der Interaktion von Paaren und TherapeutInnen innerhalb einer Paartherapie. Probanden des Forschungsprojektes sind sowohl KlientInnen, die Paartherapie in Anspruch nehmen, als auch die TherapeutInnen, die für diese Paartherapien verantwortlich sind. Es soll erforscht werden, welche Rolle das vegetative Nervensystem bei bedeutsamen Momenten innerhalb eines Therapiegesprächs spielt. Dabei werden alle Teilnehmenden (Paare und TherapeutInnen) untersucht. Es wird analysiert, wie sich das Paar und die TherapeutInnen im Gespräch aufeinander einstimmen und wie diese Abstimmung an den Reaktionen des vegetativen Nervensystems sichtbar wird. Ziel des Forschungsprojekts ist es, Informationen darüber zu gewinnen, welche psychophysiologischen Faktoren menschliche Interaktionen begleiten und wie die menschliche Psyche durch diese Interaktionen geprägt wird.

Unter folgendem Link können Sie sich genauer informieren: Paarberatung und Paartherapie

Wenn Sie Interesse an einer Paarberatung oder -therapie haben, melden Sie sich unverbindlich bei uns!

Wir freuen uns über Ihre Mail, Ihren Anruf oder Ihren Besuch...

Nähere Informationen finden Sie auf den folgenden Seiten. Bei Fragen oder Anmerkungen würden wir uns freuen, wenn Sie sich bei uns melden.

Forschungsteam und Kontaktdaten:

Projektleiterin: Prof. Dr. Maria Borcsa
Projektmitarbeiterin: Julia Hille (M.A.) 

Link zum aktuellen Forschungsbericht:

DGSF-Forschungsbericht Relational Mind / Mai 2019

Unsere Arbeitsweise bei den Paargesprächen:

In Paargesprächen mit einem Beratungsteam, gilt es zunächst einen Verständigungsprozess anzustoßen, in dem die Partner ihre verschiedenen Bedürfnisse, Ängste und Befürchtungen zum Ausdruck bringen und gemeinsam klären können.

Wir heben gemeinsam mit Ihnen Ihren Erfahrungsschatz als Paar, schauen, was Sie gemeinsam bereits bewältigt haben und bauen innerhalb der Gespräche hierauf auf.

Wir bieten Ihnen innerhalb einer vertrauensvollen Atmosphäre ein breites Fachwissen und unterstützen Sie bei der Überwindung Ihrer Schwierigkeiten und der Suche nach Lösungen.