Forschung

Kinderschutzkonferenz 2018

Vernachlässigung und Gewalterfahrung in der frühen Kindheit - eine systemübergreifende Aufgabe

In der frühen Kindheit erfahrene fehlende Zuwendung, Mangel an Liebe und Bestätigung, unzureichende Gesundheitsfürsorge, Mangelernährung und / oder fehlende Versorgung wirken sich ein Leben lang auf die Entwicklung aus und beeinflussen das Bindungs-, Sozial- und Leistungsverhalten nachhaltig. Die Folgen von Vernachlässigung und Misshandlung sind gravierend und bestimmen nachhaltig das weitere Leben von Kindern. Um Risiken für Kinder zu senken und gute Startbedingungen zu fördern, müssen Akteure der Frühen Hilfen und des Kinderschutzes eng vernetzt zusammenarbeiten.

Ziel der Kinderschutzkonferenz war es, einen Einblick in die körperlichen und psychosozialen Auswirkungen vernachlässigter / misshandelter Kinder zu geben sowie den Blick für Säuglinge und Kleinkinder zu schärfen. Ebenso sollten Hemmnisse und Schwierigkeiten, aber auch Chancen in der Netzwerkarbeit näher beleuchtet werden. Vortragsthemen waren unter anderem Formen, Ursachen und Interventionen in Bezug auf die Vernachlässigung von Kindern, Auswirkungen emotionaler Vernachlässigung auf die kindliche Entwicklung sowie (hilfe)systemübergreifende Kooperationsmöglichkeiten.

Als Referenten und Referentinnen haben Frau Sandra Streiche (Dipl. Sozialpädagogin, Systemische Therapeutin / Familientherapeutin), Frau Lotte Knoller (psychologische Psychotherapeutin, Supervisorin) und Frau Rosemarie Horcher-Metzger (Dipl. Sozialpädagogin) mitgewirkt. Prof. Dr. Andreas Seidel (HS Nordhausen, ISRV) und Prof. Dr. Armin Sohns haben die wissenschaftliche Leitung und pädagogische Leitung übernommen.