Forschung

4. Symposium des Instituts für Sozialmedizin, Rehabilitationswissenschaften und Versorgungsforschung (ISRV)

"Intersektionalität begreifen - Handlungsoptionen finden"

Am 25. Mai 2019 findet das 4. Symposium des ISRV unter dem Thema "Intersektionalität begreifen - Handlungsoptionen finden" statt.

Ort der Veranstaltung: Hochschule Nordhausen, Audimax (Gebäude 11)

Soziale Arbeit möchte als Menschenrechtsprofession Diskriminierung minimieren und sozialen Ausschluss verhindern. Vor diesem Hintergrund erlangt das Konzept der Intersektionalität als Analyseperspektive der Sozialen Arbeit zunehmend an Bedeutung. Ziel von Intersektionalität ist das Aufdecken sich überkreuzender Diskriminierungsstrukturen in einer Person. Dafür werden Dimensionen wie Geschlecht, Ethnizität, sexuelle Orientierung, Alter, Behinderung und Religion fokussiert und in ihren Überschneidungen (intersections) und Wechselverhältnissen (interdependenten Kategorien) untersucht. Hier liegt insbesondere auch für die praktische Arbeit eine Chance, durch den intersektionalen Ansatz ein tieferes Verständnis für Benachteiligungsprozesse zu erlangen und gleichzeitig Handlungsoptionen zu entwickeln.

Innerhalb des Symposiums wird das Konzept der Intersektionalität in verschiedenen Arbeitsfeldern der Sozialen Arbeit in den Blick genommen. Im Austausch und Dialog laden wir dazu ein, gemeinsam mit den Teilnehmenden die Umsetzung des Konzepts zu reflektieren und zu diskutieren. Dazu werden unterschiedliche Formate der Auseinandersetzung und Begegnung angeboten. Das Symposium wird hauptsächlich in deutscher Sprache stattfinden. Die englischsprachigen Vorträge werden mit einer deutschen Präsentation begleitet. Alle interessierten Kolleginnen und Kollegen aus Praxis, Wissenschaft und aus dem Studium sind herzlich eingeladen.

Programm

08:30 - 09:00 Uhr

Ankommen

09:00 - 09:30 Uhr

Prof. Dr. Cordula Borbe

Begrüßung und Einführung "Intersektionalität begreifen"

09:30 - 10:30 Uhr

Prof. Dr. Petra Brzank

Hilfesuchverhalten im Kontext von häuslicher Gewalt gegen Frauen: Intersektion der Einflussfaktoren*

10:30 - 10:45 Uhr

Pause

10:45 - 12:45 Uhr

Prof. Dr. Connie Gunderson & Prof. Dr. Rob Larson

Die Perspektive geflüchteter Menschen als Voraussetzung für Soziale Arbeit - Das internationale Multimedia Portfolio-Projekt*

12:45 - 13:30 Uhr

Pause

13:30 - 15:00 Uhr

World Café

Intersektionalität in der eigenen Arbeit - Handlungsoptionen finden

15:00 - 15:15 Uhr

Pause

15:15 - 16:15 Uhr

Prof. Dr. Tobias Luck

Ist Intersektionalität für die Prävention von Demenz (k)ein Thema?*

16:15 - 16:45 Uhr

Julia Hille

Intersektionalität begreifen - Handlungsoptionen finden

gemeinsame Abschlussintervention mit allen Teilnehmenden

16:45 Uhr

Ende der Veranstaltung

Teilnahmegebühr

  • Regulär: 40 €
  • Studierende: 5 €

In den Gebühren sind enthalten:

  • Tagungsunterlagen
  • Pausenverpflegung

Anmeldung

Bitte melden Sie sich bis zum 30.04.2019 unter Nutzung des folgenden Formulars verbindlich an. Nach Eingang Ihrer Anmeldung erhalten Sie eine Anmeldebestätigung und eine Rechnung.

Der Zugang ist barrierefrei. Parkplätze sind in der näheren Umgebung vorhanden. Wenn Sie weitere Unterstützung benötigen, melden Sie sich bitte rechtzeitig bei uns.

Step

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Datenschutz und Widerruf
Ich stimme zu, dass meine Angaben und Daten ausschließlich für die Durchführung und Abrechnung dieser Veranstaltung elektronisch gespeichert und genutzt werden. Mit meiner Anmeldung akzeptiere ich die aktuellen Datenschutzbestimmungen der Hochschule Nordhausen.

* Vorträge im Überblick

Hilfesuchverhalten im Kontext von Häuslicher Gewalt gegen Frauen: Intersektion der Einflussfaktoren

Mit Unverständnis wird von unterstützenden Professionellen meist darauf reagiert, dass Frauen einen gewalttätigen Partner nicht verlassen.
Aus internationalen Studien liegen etliche Erkenntnisse vor, welche verschiedenen Faktoren auf das Hilfesuchverhalten von gewaltbetroffenen Frauen wirken und sich gegenseitig intersektional verstärken. Mit der von Deutschland unterzeichneten Istanbul Konvention als rechtlich bindende Handlungsverpflichtung gegen Gewalt an Frauen und häuslicher Gewalt besteht die Notwendigkeit für verschiedenste Professionen, sich mit der Problematik - bspw. mit diesen Hinderungsfaktoren für die Hilfesuche – auseinanderzusetzen, um allen Frauen diskriminierungsfrei eine adäquate Unterstützung anbieten zu können. Der Vortrag von Frau Prof. Dr. Petra Brzank widmet sich diesen Faktoren.

(Prof. Dr. Petra Brzank)

Die Perspektive geflüchteter Menschen – Vorstellung eines internationalen Multimedia Portfolio-Projekts

By actively listening to voices of refugees and host community members, this multimedia presentation explores how refugees and communities are addressing challenges and opportunities with refugee resettlement. Through contextualizing global macro issues, it provides social workers, policy makers, and international aid organizations helpful guidelines to create best practices for refugee resettlement.
This presentation will also outline the steps to create a multimedia portfolio consisting of videos, audio recordings, teaching guides, photos, music, and other materials that reflect the experiences of refugees and service providers, and offer guidance in bringing these experiences and perspectives into social work education.

(Prof. Dr. Connie Gunderson is an associate professor at The College of St. Scholastica in Duluth, MN USA. Prof. Dr. Rob Larson is an assistant professor of Communication and Media Studies at The College of St. Scholastica in Duluth, MN USA)

Ist Intersektionalität für die Prävention von Demenzen (k)ein Thema?

Demenzen sind nicht nur für die Betroffenen und deren Angehörigen schwerwiegend, sondern stellen auch aufgrund ihrer zunehmenden Häufigkeit in der Bevölkerung das Pflege- und Gesundheitssystem insgesamt vor enorme Herausforderungen. Diese Herausforderungen erscheinen umso schwerwiegender, weil gerade für die häufigste Demenzform vom Alzheimer-Typ nur begrenzte Behandlungsoptionen vorliegen. In der Forschung liegt seit einigen Jahren daher auch ein starker Fokus auf der Suche nach Möglichkeiten der Prävention. Der Vortrag von Prof. Dr. Luck gibt einen aktuellen Überblick über die theoretisch vorhandenen Präventionsmöglichkeiten für Demenzen. Weiterhin wird der Frage nachgegangen, inwieweit diese Möglichkeiten von der Bevölkerung unter Berücksichtigung von Alter, Geschlecht, Bildung und anderen individuellen Faktoren tatsächlich auch wahrgenommen werden können.

(Prof. Dr. Tobias Luck)

Kontakt

Sie haben noch Fragen? Wir stehen Ihnen gern zur Verfügung.

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Telefon: 03631 420-575 oder 03631 420-562

E-Mail:

victoria.jendrickehs-nordhausen.de

cordula.borbehs-nordhausen.de