Forschung

Fachtag "Die Zukunft der Frühförderung"

Unter der Schirmherrschaft der Thüringer Ministerinnen Frau Dr. Birgit Klaubert, Ministerin für Bildung, Jugend und Sport und Frau Heike Werner, Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie wurde am 10. Februar 2016 an der Hochschule Nordhausen ein Fachtag zur „Zukunft der Frühförderung“ durchgeführt.


Im Rahmen der Weiterentwicklung der Hochschule zu einem „Kompetenzzentrum für Frühförderung & Inklusion in Thüringen“ konnten in den letzten Jahren neben den Lehrstühlen Heilpädagogik, Klinische Psychologie, Klinische Rehabilitation und Soziale Arbeit weitere fünf Lehrstühle für Frühförderung, Sozialmedizin, Sozialpädiatrie, Sozialtherapie und Inklusiver Pädagogik zu dieser Thematik besetzt werden. Der Bedarf an spezifischen, modernen und wirkungsvollen Konzepten steigt, Studien zeigen einen speziellen Hilfebedarf bei ca. 20% aller Kinder im Vorschulalter, über 30% erhalten bereits eine medizinische Therapie mit dem Schwerpunkt des Einschulungsalters. Dabei vermischen sich die Indikationen für Eingliederungs- und Jugendhilfeangebote zusehends. Frühförderung ist eine der vier Säulen von „Frühen Hilfen“ und damit besonders von dieser Entwicklung berührt.

Das Familienministerium hat aus der aktuellen Entwicklung der Frühförderung und der bundesweiten Diskussion um Inklusion aktuell die Konsequenz gezogen und strebt ab 2017 eine „Inklusive Lösung“ an, bei der die Jugendämter die Federführung für Kinder und Jugendliche mit (drohenden) Behinderungen von den Sozialämtern übernehmen sollen. Als Gründungsvorsitzender des Fachverbandes Frühförderung und Mitglied im Facharbeitskreis Frühförderung im Sozialministerium in Thüringen ist Prof. Sohns an unserer Hochschule besonders in diese Thematik involviert. Er hat als Gutachter und Sachverständiger des Familienministeriums an den bisherigen Prozessen auf Bundesebene mitgewirkt.


Im Rahmen der zukünftigen Schwerpunktsetzung des ISRV wird sich dieses Kompetenzprofil noch erweitern. Die Hochschule wird auch weiterhin Vorbereiterin bei innovativen interdisziplinären Konzepten in der Frühförderung bleiben. Dabei erscheint es wichtig, die bestehenden Konzepte und fachlichen Ausrichtungen zu reflektieren und alternativen Ansätzen gegenüber zu stellen. Der Hochschule ist es gelungen, für diesen Fachtag zur „Inklusiven Lösung“ den Leiter des Fachbereichs Jugend, Familie & Bildung des Landkreises Nordfriesland, Daniel Thomsen, einzuladen, um als Leistungsträger sein Konzept und die Philosophie des Amtes zu präsentieren und zu diskutieren.

 

Den Vortrag von Daniel Thomsen, Leitung Jugend, Familie und Bildung finden Sie hier:

Vortrag Daniel Thomsen

Den Vortrag von Prof. Dr. Armin Sohns können Sie sich hier ansehen:

Vortrag Armin Sohns