Forschung

Kooperationspartner

Vernetzung und Zusammenarbeit

Hochschule Nordhausen (HSN)

Die HSN hat sich in den vergangenen über 20 Jahren in Forschung und Lehre auf dem Gebiet des Stoffrecyclings und der Kreislaufwirtschaft profiliert. Sie hat von Beginn an zunächst mit den Studiengängen Technische Sanierung sowie später Flächen- und Stoffrecycling und mit dem aktuellen Studiengang Umwelt- und Recyclingtechnik (URT) der wachsenden Rolle der damit verbundenen Technologien Rechnung getragen und ein qualifiziertes Studienangebot auf dem Gebiet der Umwelt- und Recyclingtechnik aufgebaut. Dieses ist darauf ausgelegt, den Studierenden eine grundlegende verfahrenstechnische Ausbildung im Bereich der Entwicklung, der Planung und des Betriebs von umwelt- und recyclingtechnischen Anlagen zu vermitteln. Das Studium beinhaltet zudem die Themen Umweltschutz, Gewinnung von Sekundärrohstoffen sowie die Energiegewinnung aus Abfällen – zum Beispiel aus Bioabfällen. Die HSN legt großen Wert auf anwendungsnahe, interdisziplinäre und vernetzte Forschung mit Technologietransfer.

Einen wichtigen Arbeitsschwerpunkt stellt neben der Weiterentwicklung und Optimierung von Technologien zum Recycling die interdisziplinäre sowie gesamtgesellschaftliche Betrachtung dar. Hierbei sind zahlreiche interdisziplinäre Fragestellungen aus dem Bereich der Informationstechnik, der Mess-, Steuer- und Regelungstechnik sowie Automatisierungstechnik oder der Konstruktion zu bearbeiten. Auch in der Frage, wie durch Weiterbildungsmaßnahmen die Bürger in Deutschland in den Prozess der Wertstoffwende integriert werden können, wird eine wichtige Aufgabe der Ressourcenforschung in den nächsten Jahren liegen.

Institut für Angewandte Bauforschung Weimar gGmbH

Das Institut für Angewandte Bauforschung Weimar gGmbH (IAB) entstand am 01.01.2012 aus der Zusammenlegung zweier in Weimar ansässiger wirtschaftsnahen Forschungseinrichtungen - dem Institut für Fertigteiltechnik Weimar gGmbH und dem Forschungsinstitut für Tief- und Rohleitungsbau gGmbH. Das IAB beschäftigt heute 118 Mitarbeiter unterschiedlicher Fachdisziplinen. Die IAB Weimar gGmbH ist gerätetechnisch so ausgestattet, dass von der Rohstoffanalytik, Werkstoffentwicklung, Werkstoffprüfung bis zum Recycling alle Leistungen erbracht werden können. Auf dem Gebiet der Werkstoffentwicklung und Prüfung umfasst das Spektrum Beton (Spezialbeton, Faserbeton, Hochleistungsbeton, Polymerbeton, Holzbeton), Mörtel, Putze, Fliesenkleber, Estrich, Bodenmörtel, Verfüllbaustoffe, Kalksandstein, Porenbeton, Gips, Keramik, kalzinierte Tone, Lehm, Leichtgranulate, neue Werkstoffe aus Sekundärrohstoffen (Bauschutt, Aschen, Klärschlamm, Schlacken).

IAB-Recyclingtechnikum – ein Baustein für das ThIWert

Im letzten Jahr wurde am IAB das neue Recycling-Technikum eingeweiht. Es wurde vom Freistaat Thüringen gefördert und durch Mittel der Europäischen Union im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert. Das Technikum bietet erstmals die Möglichkeit, die Entwicklung innovativer Recycling-Produkte und Nutzung von Bauabfällen als Rohstoffe über den Labormaßstab hinaus zu verfolgen und die Überführung in die Praxis vorzubereiten. Das Herzstück der Anlage ist ein gasbeheizter Pilotdrehrohrofen mit einer Länge von 6,0 m, Durchmesser 0,6 m, Maximaltemperatur 1600 °C, Standardtemperatur 1250 °C. Zur weiteren Ausstattung gehören Backenbrecher, Siebanlagen, Mühle, Pelletierteller, Bepuderungsanlage etc.

Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass eine schnelle Überführung neuer Recyclingverfahren in die Praxis oft am Fehlen einer multivalent nutzbaren Referenzanlage, scheitert. Mit dem Bau der IAB-Pilotanlage wurde eine Lücke im Bearbeitungsablauf von der Anwendungsforschung zur technischen Einführung geschlossen. Das neue Kompetenzzentrum für Ressourceneffizienz bildet alle Prozessschritte wie Brechen des Bauschuttes, Mahlen, Granulieren und Brennen im Drehrohrofen ab und steht Industriepartnern für gemeinsame Forschungsaktivitäten und Versuchszwecke zur Verfügung.

Ansichten von einzelnen IAB-Versuchsstätten zeigen die nachfolgenden Bilder: