{"id":37337,"date":"2026-01-08T11:25:25","date_gmt":"2026-01-08T10:25:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hs-nordhausen.de\/science-blog\/?p=37337"},"modified":"2026-01-08T11:25:28","modified_gmt":"2026-01-08T10:25:28","slug":"waermewende-in-thueringen-oekonomische-und-oekologische-bewertung-von-sanierungsmassnahmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hs-nordhausen.de\/science-blog\/en\/waermewende-in-thueringen-oekonomische-und-oekologische-bewertung-von-sanierungsmassnahmen\/","title":{"rendered":"W\u00e4rmewende in Th\u00fcringen \u2013 \u00d6konomische und \u00f6kologische Bewertung von Sanierungsma\u00dfnahmen"},"content":{"rendered":"\n<p>von Hinderrike Johanna Hauer-Berghuis<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sie wohnen in einem alten Einfamilienhaus, wollen gerne sanieren und wissen nicht, wo Sie anfangen sollen? Genau solche Fragen werden in unserem Forschungsprojekt beantwortet. F\u00fcr alle Geb\u00e4udetypen im Bestand werden energetische Sanierungsma\u00dfnahmen sowohl \u00f6konomisch als auch \u00f6kologisch bewertet. Im Ergebnis wird gezeigt, mit welchen Ma\u00dfnahmen sowohl Geld gespart als auch der Umwelt etwas Gutes getan werden kann.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Einteilung des Geb\u00e4udebestands in Geb\u00e4udetypen<\/h3>\n\n\n\n<p>Die nationalen Klimaschutzziele legen fest, dass die W\u00e4rmebereitstellung in Wohngeb\u00e4uden bis 2045 dekarbonisiert werden soll. Derzeit basiert sie jedoch \u00fcberwiegend auf fossilen Energietr\u00e4gern, wobei erdgasbetriebene Heizungssysteme in Th\u00fcringen am weitesten verbreitet sind [1]. Die Umstellung auf klimaneutrale W\u00e4rmeversorgungssysteme stellt vor allem im Wohngeb\u00e4udebestand eine gro\u00dfe Herausforderung dar.<\/p>\n\n\n\n<p>Um die regionalen Besonderheiten des Th\u00fcringer Wohngeb\u00e4udebestands zu ber\u00fccksichtigen wurde im Forschungsprojekt dieser Bestand auf Basis statistischer Quellen und einer empirischen Bestandserhebung erfasst. Dabei wurden f\u00fcr 25 verschiedene Wohngeb\u00e4udetypen die Energiebedarfe auf Nutz-, End- und Prim\u00e4renergieebene berechnet. Das Ergebnis ist eine als \u201eTh\u00fcringer Wohngeb\u00e4ude- und Heizungstypologie\u201c [1] ver\u00f6ffentlichte Bestandsanalyse des Th\u00fcringer Wohngeb\u00e4udebestands sowie der darin installierten Heizungssysteme. Der Wohngeb\u00e4udebestand wurde hierzu in 25 Geb\u00e4udetypen unterteilt, die sich aus f\u00fcnf Gr\u00f6\u00dfenkategorien und f\u00fcnf Altersklassen zusammensetzen. In Tabelle 1 sind die Bezeichnungen der Geb\u00e4udetypen dargestellt, die sich jeweils aus der Geb\u00e4udegr\u00f6\u00dfe und der Baualtersklasse ergeben. So beschreibt beispielsweise EFH1-D ein freistehendes Einfamilienhaus, das zwischen 1979 und 1990 errichtet wurde.<\/p>\n\n\n\n<p><a>Tabelle <\/a>1: Bezeichnung der Geb\u00e4udetypen (EFH: Einfamilienhaus, MFH: Mehrfamilienhaus)<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td><strong>Geb\u00e4udegr\u00f6\u00dfe<\/strong><\/td><td>EFH 1<\/td><td>EFH 2<\/td><td>MFH 1<\/td><td>MFH 2<\/td><td>MFH 3<\/td><\/tr><tr><td><strong>Beschreibung<\/strong><\/td><td>freistehend<\/td><td>nicht freistehend<\/td><td>3-6 Wohnungen<\/td><td>7-12 Wohnungen<\/td><td>13+ Wohnungen<\/td><\/tr><tr><td><strong>Baualtersklasse<\/strong><\/td><td>A<\/td><td>B<\/td><td>C<\/td><td>D<\/td><td>E<\/td><\/tr><tr><td><strong>Baujahr<\/strong><\/td><td>vor 1919<\/td><td>1919-1948<\/td><td>1949-1978<\/td><td>1979-1990<\/td><td>1991-2022<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Betrachtete Sanierungsma\u00dfnahmen<\/h4>\n\n\n\n<p>Ausgehend von dieser Bestandsanalyse wurden die zu untersuchenden Sanierungsma\u00dfnahmen festgelegt. Diese umfassen sowohl bauliche als auch heizungstechnische Ma\u00dfnahmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf baulicher Ebene werden der Fenstertausch sowie die D\u00e4mmung von Dach, Kellerdecke und Au\u00dfenwand in vier unterschiedlichen Qualit\u00e4tsstufen ber\u00fccksichtigt. In Tabelle 2 sind die Qualit\u00e4tsstufen detailliert beschrieben. Neben den 16 Einzelma\u00dfnahmen wurden zus\u00e4tzlich 24 Kombinationen dieser Ma\u00dfnahmen sowie der unsanierte Ausgangszustand betrachtet. Insgesamt wurden somit 41 bauliche Ma\u00dfnahmen berechnet. <a><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Tabelle 2: Beschreibung der Sanierungsma\u00dfnahmen am Wohngeb\u00e4ude<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td>&nbsp;<\/td><td><strong>Stufe 1<\/strong> sehr eingeschr\u00e4nkt<\/td><td><strong>Stufe 2<\/strong> eingeschr\u00e4nkt<\/td><td><strong>Stufe 3<\/strong> GEG-Standard<\/td><td><strong>Stufe 4<\/strong> BEG-Standard<\/td><\/tr><tr><td><strong>Kellerdecke inkl. Bodenplatte<\/strong><\/td><td>2&nbsp;cm (KD) 0&nbsp;cm (BP)<\/td><td>4&nbsp;cm (KD) 0&nbsp;cm (BP)<\/td><td>4&nbsp;cm (KD) 4&nbsp;cm (BP)<\/td><td>12&nbsp;cm (KD) 12&nbsp;cm (BP)<\/td><\/tr><tr><td><strong>Dach<\/strong><\/td><td>8&nbsp;cm<\/td><td>12&nbsp;cm<\/td><td>16&nbsp;cm<\/td><td>28&nbsp;cm<\/td><\/tr><tr><td><strong>Fenster<\/strong><\/td><td>1,7&nbsp;W\/m<sup>2<\/sup>\/K<\/td><td>1,5&nbsp;W\/m<sup>2<\/sup>\/K<\/td><td>1,3&nbsp;W\/m<sup>2<\/sup>\/K<\/td><td>0,9&nbsp;W\/m<sup>2<\/sup>\/K<\/td><\/tr><tr><td><strong>Au\u00dfenwand<\/strong><\/td><td>3&nbsp;cm<\/td><td>6&nbsp;cm<\/td><td>14&nbsp;cm<\/td><td>22&nbsp;cm<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p>Auf der Anlagenseite dient ein alter Gasbrennwertkessel als Referenzsystem. Dieses Heizungssystem wird im Folgenden als \u201aErdgas alt\u2018 bezeichnet. Ein neuer Gasbrennwertkessel gilt als erste Variantenoption; dieser muss gem\u00e4\u00df \u00a771.9 Geb\u00e4udeenergiegesetz (GEG) [2] bis 2045 sukzessive mit klimaneutralem Gas (Biogas oder Wasserstoff) betrieben werden. Diese Heizungsvariante wird nachfolgend als \u201aErdgas neu\u2018 bezeichnet. Zus\u00e4tzlich wurden drei Luft-Wasser-W\u00e4rmepumpen mit unterschiedlichen Vor- und R\u00fccklauftemperaturen (55\/45 \u00b0C, 45\/38 \u00b0C und 35\/28&nbsp;\u00b0C) untersucht. Bei niedrigen Systemtemperaturen wurde eine gegebenenfalls notwendige Heizfl\u00e4chenerweiterung ber\u00fccksichtigt. Damit konnten205 unterschiedliche Kombinationen aus baulichen und heizungstechnischen Ma\u00dfnahmen f\u00fcr f\u00fcnf Geb\u00e4udetypen berechnet werden. Im weiteren Verlauf des Projekts werden zus\u00e4tzliche Heizungsoptionen untersucht, was zu einer Erweiterung der Kombinationen f\u00fchrt. Ebenso ist die Einbeziehung weiterer Geb\u00e4udetypen vorgesehen.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Berechnung der Kosten und Treibhausgasemissionen<\/h5>\n\n\n\n<p>Die Kostenberechnung der Ma\u00dfnahmen wurde in Anlehnung an die Richtlinie VDI 2067 [3] durchgef\u00fchrt. Zur Bewertung der Wirtschaftlichkeit kommt die <strong>Annuit\u00e4tenmethode<\/strong>zum Einsatz. Dabei werden zun\u00e4chst die Barwerte der laufenden Kosten (z. B. Energie- und Instandhaltungskosten) durch Abzinsung auf das erste Jahr ermittelt. Die Summe dieser Barwerte wird anschlie\u00dfend mittels eines Annuit\u00e4tenfaktors in gleichbleibende j\u00e4hrliche Zahlungen umgerechnet. Als Betrachtungszeitraum wurde der Zeitraum von <strong>20 Jahren (2025\u20132045)<\/strong> gew\u00e4hlt. Der verwendete <strong>Kalkulationszinssatz<\/strong>betr\u00e4gt <strong>3,5 %<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der Berechnung der kapitalgebundenen Kosten (Investitionskosten) wurde zwischen Sowieso-Kosten (Kosten, die unabh\u00e4ngig vom energetischen Standard anfallen) und energetische Mehrkosten (zus\u00e4tzliche Kosten durch eine energetisch hochwertigere Sanierung, z.&nbsp;B. gr\u00f6\u00dfere D\u00e4mmstoffdicke) unterschieden. Bei der Berechnung der kapitalwertgebundenen Kosten wurden Mehrfachinvestitionen bei k\u00fcrzerer Lebensdauer sowie ein Restwert bei l\u00e4ngerer Lebensdauer als der Betrachtungszeitraum ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der Berechnung der bedarfsgebundenen Kosten (Energiekosten) wurden Zeitreihen verwendet, die j\u00e4hrliche Energiepreise abbilden. Da diese Zeitreihen auf Endkundenpreise ohne CO<sub>2<\/sub>-Bepreisung basieren, musste die CO\u2082-Kostenkomponente separat erg\u00e4nzt werden. Schlie\u00dflich fallen beim Betrieb der Heizungsanlage betriebsgebundene Kosten an, beispielsweise f\u00fcr Wartung und Inspektion.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Summe der Kapitalwert-, bedarfs- und betriebsgebundenen Kosten ergibt die Jahresgesamtkosten und stellt damit das zentrale Ergebnis der \u00f6konomischen Bewertung der untersuchten Ma\u00dfnahmen dar.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Ma\u00dfstab f\u00fcr die \u00f6kologische Bewertung der Sanierungsma\u00dfnahmen wurde die Summe der Treibhausgasemissionen (THG-Emissionen) herangezogen, die bei der Deckung des Endenergiebedarfs f\u00fcr Raumw\u00e4rme und Trinkwarmwasser \u00fcber den Betrachtungszeitraum von 20 Jahren entstehen.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Abbildung 1 sind f\u00fcr das EFH1-A (ein vor 1919 gebautes, freistehendes Einfamilienhaus) von zehn ausgew\u00e4hlte Ma\u00dfnahmen die resultierenden Jahresgesamtkosten und THG-Emissionen als vorl\u00e4ufige Ergebnisse dargestellt.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image \">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"605\" src=\"https:\/\/www.hs-nordhausen.de\/science-blog\/wp-content\/blogs.dir\/30\/files\/sites\/2\/2026\/01\/image-2-1024x605.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-37340\" srcset=\"https:\/\/www.hs-nordhausen.de\/science-blog\/wp-content\/blogs.dir\/30\/files\/sites\/2\/2026\/01\/image-2-1024x605.png 1024w, https:\/\/www.hs-nordhausen.de\/science-blog\/wp-content\/blogs.dir\/30\/files\/sites\/2\/2026\/01\/image-2-300x177.png 300w, https:\/\/www.hs-nordhausen.de\/science-blog\/wp-content\/blogs.dir\/30\/files\/sites\/2\/2026\/01\/image-2-768x454.png 768w, https:\/\/www.hs-nordhausen.de\/science-blog\/wp-content\/blogs.dir\/30\/files\/sites\/2\/2026\/01\/image-2-18x12.png 18w, https:\/\/www.hs-nordhausen.de\/science-blog\/wp-content\/blogs.dir\/30\/files\/sites\/2\/2026\/01\/image-2-24x14.png 24w, https:\/\/www.hs-nordhausen.de\/science-blog\/wp-content\/blogs.dir\/30\/files\/sites\/2\/2026\/01\/image-2.png 1380w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\">Abbildung 1: Jahresgesamtkosten in % (links) und THG-Emissionen bis 2045 in t (rechts) f\u00fcr ausgew\u00e4hlten Sanierungsma\u00dfnahmen des EFH1-A. Die Zahl hinter den baulichen Ma\u00dfnahmen steht f\u00fcr die Qualit\u00e4tsstufe.<\/p>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\">Pareto-Optimierung<\/h6>\n\n\n\n<p>Um zu ermitteln, welche Sanierungsma\u00dfnahmen sowohl aus \u00f6konomischer als auch aus \u00f6kologischer Sicht optimal sind, wurde eine Pareto-Optimierung durchgef\u00fchrt. Bei einer Pareto-Optimierung werden mehrere Faktoren gleichzeitig betrachtet, in diesem Fall zwei: die THG-Emissionen bis 2045 und die Jahresgesamtkosten. Ein Punkt gilt als paretooptimal, wenn eine Verbesserung eines Faktors nur auf Kosten des anderen Faktors m\u00f6glich ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Insgesamt wurden f\u00fcr den Geb\u00e4udetyp EFH1-A drei Sanierungsma\u00dfnahmen als Pareto-optimal identifiziert. Dabei handelt es sich um die Varianten, bei denen alle bauliche Ma\u00dfnahmen auf Stufe 2 oder 3 durchgef\u00fchrt werden und die Variante, bei denen alle Ma\u00dfnahmen auf Stufe 4 durchgef\u00fchrt werden, au\u00dfer der Au\u00dfenwand, die auf Stufe 2 saniert wird. Alle drei Varianten sind in Kombination mit einer Luft-Wasser-W\u00e4rmepumpe 35\/28 \u00b0C umgesetzt. Diese Ma\u00dfnahmen zeichnen sich durch die h\u00f6chsten Investitionskosten aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Da auch Ma\u00dfnahmen mit geringeren Investitionskosten von Interesse sind, wurde ein Investitionskosten-Limit eingef\u00fchrt. Ein Teil der Pareto-optimalen Punkte innerhalb diese Limits bildet die in diesem Beitrag ausgew\u00e4hlten Sanierungsma\u00dfnahmen. In Tabelle 3 sind alle pareto-optimalen Sanierungsma\u00dfnahmen des EFH1-A f\u00fcr die unterschiedlichen Investitionskosten-Limits dargestellt.<\/p>\n\n\n\n<p><a>Tabelle <\/a>3: Pareto-optimale Sanierungsma\u00dfnahmen des EFH1-A nach Investitionskosten-Limit.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td><strong>Investitionskosten-Limit in 1000 \u20ac<\/strong><\/td><td><strong>Heizung<\/strong><\/td><td><strong>Kellerdecke<\/strong><\/td><td><strong>Dach<\/strong><\/td><td><strong>Fenster<\/strong><\/td><td><strong>Au\u00dfenwand<\/strong><\/td><\/tr><tr><td>10<\/td><td>Erdgas alt<\/td><td>Stufe 4<\/td><td>&nbsp;<\/td><td>&nbsp;<\/td><td>&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>20<\/td><td>Erdgas alt<\/td><td>&nbsp;<\/td><td>&nbsp;<\/td><td>&nbsp;<\/td><td>Stufe 1<\/td><\/tr><tr><td>&nbsp;<\/td><td>Erdgas neu<\/td><td>Stufe 4<\/td><td>&nbsp;<\/td><td>&nbsp;<\/td><td>&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>40 &amp; 50<\/td><td>Erdgas alt<\/td><td>&nbsp;<\/td><td>&nbsp;<\/td><td>&nbsp;<\/td><td>Stufe 2<\/td><\/tr><tr><td>&nbsp;<\/td><td>Erdgas neu<\/td><td>&nbsp;<\/td><td>&nbsp;<\/td><td>&nbsp;<\/td><td>Stufe 2<\/td><\/tr><tr><td>50<\/td><td>WP 55\/45 \u00b0C<\/td><td>Stufe 2<\/td><td>&nbsp;<\/td><td>&nbsp;<\/td><td>&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>60<\/td><td>WP 45\/38 \u00b0C<\/td><td>&nbsp;<\/td><td>&nbsp;<\/td><td>&nbsp;<\/td><td>Stufe 2<\/td><\/tr><tr><td>80<\/td><td>WP 35\/28 \u00b0C<\/td><td>&nbsp;<\/td><td>&nbsp;<\/td><td>&nbsp;<\/td><td>Stufe 2<\/td><\/tr><tr><td>100 &amp; 150<\/td><td>WP 35\/28 \u00b0C<\/td><td>Stufe 2<\/td><td>Stufe 2<\/td><td>Stufe 2<\/td><td>Stufe 2<\/td><\/tr><tr><td>&nbsp;<\/td><td>WP 35\/28 \u00b0C<\/td><td>Stufe 4<\/td><td>Stufe 4<\/td><td>Stufe 4<\/td><td>Stufe 2<\/td><\/tr><tr><td>150<\/td><td>WP 35\/28 \u00b0C<\/td><td>Stufe 3<\/td><td>Stufe 3<\/td><td>Stufe 3<\/td><td>Stufe 3<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p>In Abbildung 2 ist das vorl\u00e4ufige Ergebnis der bisher im Projekt betrachteten Sanierungsma\u00dfnahmen dargestellt. Auf der x-Achse sind die prozentualen Jahresgestehungskosten abgetragen, als Referenzwert dient das unsanierte Geb\u00e4ude. Auf der y-Achse sind die THG-Emissionen bis 2045 dargestellt.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Grafik auf der linken Seite werden alle Sanierungsma\u00dfnahmen gezeigt. Um die Ma\u00dfnahmen der einzelnen Punkte unterscheiden zu k\u00f6nnen, wurden alle Punkte in f\u00fcnf Segmente unterteilt &#8211; eines f\u00fcr den Heizungstyp und vier f\u00fcr die baukonstruktiven Ma\u00dfnahmen. Die Farbe bzw. Schraffierung der Segmente zeigt an, ob das Bauteil saniert wurde und gegebenenfalls in welcher Qualit\u00e4tsstufe, bzw. welches Heizungssystem in der Variante betrachtet wird. Die Punktgr\u00f6\u00dfe entspricht den Investitionskosten der jeweiligen Ma\u00dfnahme.<\/p>\n\n\n\n<p>In der oberen Grafik auf der rechten Seite sind nur die f\u00fcr dieses Paper ausgew\u00e4hlte Ma\u00dfnahmen farblich hervorgehoben; alle sonstigen Punkten wurden ausgegraut. In der untersten Grafik auf der rechten Seite liegt der Fokus auf den paretooptimale Ma\u00dfnahmen.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image \">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"510\" src=\"https:\/\/www.hs-nordhausen.de\/science-blog\/wp-content\/blogs.dir\/30\/files\/sites\/2\/2026\/01\/image-1024x510.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-37338\" srcset=\"https:\/\/www.hs-nordhausen.de\/science-blog\/wp-content\/blogs.dir\/30\/files\/sites\/2\/2026\/01\/image-1024x510.png 1024w, https:\/\/www.hs-nordhausen.de\/science-blog\/wp-content\/blogs.dir\/30\/files\/sites\/2\/2026\/01\/image-300x150.png 300w, https:\/\/www.hs-nordhausen.de\/science-blog\/wp-content\/blogs.dir\/30\/files\/sites\/2\/2026\/01\/image-768x383.png 768w, https:\/\/www.hs-nordhausen.de\/science-blog\/wp-content\/blogs.dir\/30\/files\/sites\/2\/2026\/01\/image-1536x766.png 1536w, https:\/\/www.hs-nordhausen.de\/science-blog\/wp-content\/blogs.dir\/30\/files\/sites\/2\/2026\/01\/image-18x9.png 18w, https:\/\/www.hs-nordhausen.de\/science-blog\/wp-content\/blogs.dir\/30\/files\/sites\/2\/2026\/01\/image-24x12.png 24w, https:\/\/www.hs-nordhausen.de\/science-blog\/wp-content\/blogs.dir\/30\/files\/sites\/2\/2026\/01\/image.png 1635w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\">Abbildung 2: \u00d6konomische und \u00f6kologische Pareto-Optimierung der Sanierungsma\u00dfnahmen des EFH1-A.<\/p>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\">Schlussfolgerungen und Ausblick<\/h6>\n\n\n\n<p>Mittels Pareto-Optimierung wurden die Sanierungsma\u00dfnahmen im Th\u00fcringer Wohngeb\u00e4udebestand identifiziert, die den Endenergiebedarf und damit die THG-Emissionen am effektivsten reduzieren. Das vorl\u00e4ufige Ergebnis zeigt, dass umfassende Sanierungen in Kombination mit einer W\u00e4rmepumpe mit niedrigen Vor- und R\u00fccklauftemperaturen die h\u00f6chste Wirksamkeit erzielen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im weiteren Verlauf des Projekts werden zus\u00e4tzliche Heizungssysteme und Geb\u00e4udetypen untersucht. Die Kosten f\u00fcr die Erweiterung der Heizfl\u00e4chen bei Niedrigtemperaturl\u00f6sungen sollen dabei detaillierter und fallspezifisch analysiert werden. Zur Ber\u00fccksichtigung der Unsicherheiten, z. B. bei Kalkulationszinssatz, Energie- und CO<sub>2<\/sub>-Preis, ist zudem die Durchf\u00fchrung einer Sensitivit\u00e4tsanalyse mittels Monte-Carlo-Simulation vorgesehen.<\/p>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\">Danksagung<\/h6>\n\n\n\n<p>Die dieser Ver\u00f6ffentlichung zugrundeliegenden Arbeiten sind Teil des Forschungsvorhabens \u201eW\u00e4rmewende in Th\u00fcringen \u2013 Heizungssysteme sicher technisch anpassen &amp; dekarbonisieren\u201c, welches als Forschungsgruppe in Kooperation zwischen der Bauhaus-Universit\u00e4t Weimar (Professur Energiesysteme), der Ernst-Abbe-Hochschule Jena (Professur Umweltwirtschaft) und der Hochschule Nordhausen (Professur f\u00fcr Regenerative Energiesysteme) bearbeitet wird. Projektlaufzeit: 01\/2024 bis 12\/2026.<\/p>\n\n\n\n<p>Das vom Freistaat Th\u00fcringen gef\u00f6rderte Vorhaben wird durch Mittel des Europ\u00e4ischen Sozialfonds (ESF Plus) kofinanziert. (Vorhabennummer der Hochschule Nordhausen: 2023 FGR 0103)<\/p>\n\n\n<div  class=\"row_wrap\">\n<div class=\"wp-block-columns row_xxl is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column col-12 col-sm-auto is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:50%;width:50%\"><div class=\"wp-block-image \">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"235\" src=\"https:\/\/www.hs-nordhausen.de\/science-blog\/wp-content\/blogs.dir\/30\/files\/sites\/2\/2026\/01\/image-3-1024x235.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-37341\" style=\"width:300px\" srcset=\"https:\/\/www.hs-nordhausen.de\/science-blog\/wp-content\/blogs.dir\/30\/files\/sites\/2\/2026\/01\/image-3-1024x235.png 1024w, https:\/\/www.hs-nordhausen.de\/science-blog\/wp-content\/blogs.dir\/30\/files\/sites\/2\/2026\/01\/image-3-300x69.png 300w, https:\/\/www.hs-nordhausen.de\/science-blog\/wp-content\/blogs.dir\/30\/files\/sites\/2\/2026\/01\/image-3-768x176.png 768w, https:\/\/www.hs-nordhausen.de\/science-blog\/wp-content\/blogs.dir\/30\/files\/sites\/2\/2026\/01\/image-3-18x4.png 18w, https:\/\/www.hs-nordhausen.de\/science-blog\/wp-content\/blogs.dir\/30\/files\/sites\/2\/2026\/01\/image-3-24x5.png 24w, https:\/\/www.hs-nordhausen.de\/science-blog\/wp-content\/blogs.dir\/30\/files\/sites\/2\/2026\/01\/image-3.png 1484w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column col-12 col-sm-auto is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:50%;width:50%\"><div class=\"wp-block-image \">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"201\" src=\"https:\/\/www.hs-nordhausen.de\/science-blog\/wp-content\/blogs.dir\/30\/files\/sites\/2\/2026\/01\/image-4-1024x201.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-37342\" style=\"width:300px\" srcset=\"https:\/\/www.hs-nordhausen.de\/science-blog\/wp-content\/blogs.dir\/30\/files\/sites\/2\/2026\/01\/image-4-1024x201.png 1024w, https:\/\/www.hs-nordhausen.de\/science-blog\/wp-content\/blogs.dir\/30\/files\/sites\/2\/2026\/01\/image-4-300x59.png 300w, https:\/\/www.hs-nordhausen.de\/science-blog\/wp-content\/blogs.dir\/30\/files\/sites\/2\/2026\/01\/image-4-768x151.png 768w, https:\/\/www.hs-nordhausen.de\/science-blog\/wp-content\/blogs.dir\/30\/files\/sites\/2\/2026\/01\/image-4-18x4.png 18w, https:\/\/www.hs-nordhausen.de\/science-blog\/wp-content\/blogs.dir\/30\/files\/sites\/2\/2026\/01\/image-4-24x5.png 24w, https:\/\/www.hs-nordhausen.de\/science-blog\/wp-content\/blogs.dir\/30\/files\/sites\/2\/2026\/01\/image-4.png 1201w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\">Referenzen<\/h6>\n\n\n\n<p>[1] &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Bauhaus-Universit\u00e4t Weimar, Ernst-Abbe-Hochschule Jena, Hochschule Nordhausen, Th\u00fcringer Wohngeb\u00e4ude- und Heizungstypologie, 2025, https:\/\/www.db-thueringen.de\/servlets\/MCRFileNodeServlet\/dbt_derivate_00069025\/Thueringer_Wohngebaeude-_und_Heizungstypologie_September%202025.pdf. [Zugriff am 17.10.2025].<\/p>\n\n\n\n<p>[2] &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Bundesministerium der Justiz und Verbr\u00e4ucherschutz, Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur W\u00e4rme- und K\u00e4lteerzeugung in Geb\u00e4uden, 2024.<\/p>\n\n\n\n<p>[3] &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Richtlinie VDI 2067, Wirtschaftlichkeit geb\u00e4udetechnischer Anlagen, Blatt 1: Grundlagen und Kostenberechnung, 2012.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Hinderrike Johanna Hauer-Berghuis Sie wohnen in einem alten Einfamilienhaus, wollen gerne sanieren und wissen nicht, wo Sie anfangen sollen? 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