{"id":2038,"date":"2024-09-27T11:28:59","date_gmt":"2024-09-27T09:28:59","guid":{"rendered":"https:\/\/hsnordhausen.artemis.wpspace.me\/science-blog\/?p=2038"},"modified":"2025-01-21T13:52:09","modified_gmt":"2025-01-21T12:52:09","slug":"gibt-es-influencerinnen-marketing-bzw-influencer-marketing-auch-im-b2b-bereich-wenn-ja-was-unterscheidet-es-vom-klassischen-b2c-influencer-marketing","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hs-nordhausen.de\/science-blog\/gibt-es-influencerinnen-marketing-bzw-influencer-marketing-auch-im-b2b-bereich-wenn-ja-was-unterscheidet-es-vom-klassischen-b2c-influencer-marketing\/","title":{"rendered":"Gibt es Influencerinnen-Marketing bzw. Influencer-Marketing auch im B2B-Bereich? Wenn ja, was unterscheidet es vom klassischen B2C-Marketing?"},"content":{"rendered":"\n
<\/a><\/p>\n\n\n\n In den letzten Jahren hat die Bedeutung sozialer Netzwerke als Teil des Marketingmixes erheblich zugenommen. W\u00e4hrend Marketingforscherinnen und Marktforscher das Ph\u00e4nomen der Influencerinnen und Influencer umfassend untersucht haben, gewinnt die Forschung zum Thema \u201eThought Leadership\u201c langsam an Fahrt. Um das Feld voranzutreiben, gibt die Publikation „Bridging the gap between B2B and B2C: Thought leadership in industrial marketing \u2013 A systematic literature review and propositions“ von Professor Dr. Jan Andre Millemann und seinen Co-Autorinnen und Co-Autoren tiefgehende Einblicke in die Rolle von Thought Leadership im modernen industriellen Marketing. Die Forschung zeigt, wie diese Strategie, die urspr\u00fcnglich aus dem B2C-Bereich stammt, auch im B2B-Marketing erhebliche Auswirkungen haben kann.<\/p>\n\n\n\n Thought Leadership ist mehr als nur ein Modewort im Marketing. Es handelt sich um eine strategische Positionierung, bei der Unternehmen und Einzelpersonen sich als Expertin bzw. Experten in ihrem Fachgebiet etablieren. Durch die Bereitstellung innovativer Erkenntnisse und zukunftsweisender Ideen bauen Thought Leader Vertrauen und Glaubw\u00fcrdigkeit bei ihren Zielgruppen auf. Diese Strategie hat besonders im B2B-Bereich an Bedeutung gewonnen, da Unternehmen zunehmend soziale Medien nutzen, um ihre Expertise zu demonstrieren und langfristige, vertrauensbasierte Beziehungen zu potenziellen Kunden aufzubauen. \u200b<\/p>\n\n\n\n Die Autorinnen und Autoren der Publikation betonen, dass der Hauptzweck von Thought Leadership im B2B-Marketing nicht die sofortige Umsatzsteigerung ist, sondern die Schaffung und Pflege langfristiger Beziehungen. Gerade in Zeiten der COVID-19-Pandemie, als traditionelle Verkaufsveranstaltungen und Messen nicht mehr m\u00f6glich waren, haben viele Unternehmen ihre Marketing- und Vertriebsstrategien radikal in die digitale Welt verlagert.<\/p>\n\n\n\n Ein zentraler Aspekt der Studie ist die \u00dcbertragung von Erkenntnissen aus dem B2C-Bereich auf das B2B-Marketing. Influencerinnen-Marketing und Influencer-Markerting hat sich im B2C-Bereich als \u00e4u\u00dferst effektiv erwiesen. Das Autoreteam schlagen vor, dass \u00e4hnliche Prinzipien auch im B2B-Bereich angewendet werden k\u00f6nnen. Dabei geht es nicht nur um die blo\u00dfe Pr\u00e4senz in sozialen Medien, sondern um die aktive Gestaltung und Beeinflussung von Meinungen und Entscheidungen durch gezielte und wertvolle Inhalte. Trotz dieses Trends hinkt die akademische Forschung zur Thought Leadership hinterher. Die Evidenz bleibt anekdotisch und meinungsgesteuert, wobei der Gro\u00dfteil der Beitr\u00e4ge in der Praxisliteratur ver\u00f6ffentlicht wird. Basierend auf dieser Beobachtung zielt diese Studie darauf ab, eine systematische Literatur\u00fcbersicht der wachsenden akademischen Literatur zur Thought Leadership durchzuf\u00fchren und eine Agenda f\u00fcr zuk\u00fcnftige Forschung zu entwickeln.<\/p>\n\n\n\n Thought-Leader und Social-Media-Influencerinnen bzw. Social-Media-Influencer teilen Informationen, um Einstellungen zu \u00e4ndern und die Entscheidungsergebnisse potenzieller K\u00e4uferinnen und K\u00e4ufer zu beeinflussen. Daher k\u00f6nnen sie beide als Marketing-Influencerinnen und Marketing-Influencer betrachtet werden. Thought-Leader sind Meinungsf\u00fchrerinnen und Meinungsf\u00fchrer in B2B-M\u00e4rkten. Andererseits sind Social-Media-Influencerinnen und Social-Media-Influencer Meinungsf\u00fchrerinnen bzw. Meinungsf\u00fchrer in B2C-M\u00e4rkten. W\u00e4hrend Thought-Leader darauf abzielen, langfristige und vertrauensvolle Beziehungen zu Kunden aufzubauen, konzentrieren sich Social-Media-Influencerinnen und Social-Media-Influencer eher darauf, die Aufmerksamkeit auf bestimmte Produkte oder Dienstleistungen zu lenken.<\/p>\n\n\n\n Die Studie basiert auf einer systematischen Literatur\u00fcbersicht, die sowohl die bestehende Forschung zum Thema Though Leadership als auch zum Influencerinnen-Marketing bzw. Influencer-Marketing im B2C-Bereich zusammenfasst. Insgesamt wurden 47 relevante Artikel identifiziert und analysiert, um ein umfassendes Bild der aktuellen Forschungslage und der L\u00fccken im Wissen zu zeichnen. Dabei wurden sowohl qualitative als auch quantitative Studien ber\u00fccksichtigt, um ein m\u00f6glichst vollst\u00e4ndiges Bild zu erhalten.<\/p>\n\n\n\n Die systematische Literatur\u00fcbersicht ergab einen Br\u00fcckenschlag zwischen B2B- und B2C-Marketing durch die Untersuchung der Thought Leadership im industriellen Kontext. Von den 47 untersuchten Artikeln konzentrierten sich sechs auf Thought Leadership, w\u00e4hrend 41 dem B2C-Influencer-Marketing gewidmet waren. Die Studien zeigten, dass Thought Leadership im B2B-Marketing auf individuellen und positionsbezogenen Einflussfaktoren sowie auf Inhalte und Pr\u00e4senz in sozialen Medien basiert. Besonders hervorgehoben wurden Kompetenz, Unternehmensstrategie und die Branche als einzigartige Faktoren f\u00fcr Thought Leadership. Auf der anderen Seite setzen B2C-Influencerinnen bzw. B2C-Infuencer im Social-Media-Marketing verst\u00e4rkt auf Emotionen, Authentizit\u00e4t und Attraktivit\u00e4t, wobei Inhaltsstrategien und die Auswahl der Social-Media-Kan\u00e4le eine entscheidende Rolle spielen.<\/p>\n\n\n\n Die Auswirkungen von Thought Leadership im B2B-Bereich wurden anhand von Output-Faktoren wie der Leistung in sozialen Medien, der Beziehungsebene und der Gesamtunternehmensleistung untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass die soziale Medienleistung durch Metriken wie Kommentare und Shares gemessen wird, w\u00e4hrend die Beziehungsebene die Kunden-Marken-Beziehung beeinflusst. B2C-Influencerinnen und B2C-Influencer hingegen beeinflussen das Verhalten der Verbraucherinnen und Verbraucher durch Emotionen und Authentizit\u00e4t, wobei die Interaktion und Pr\u00e4senz in verschiedenen Kan\u00e4len zur Wirkung beitragen.<\/p>\n\n\n\n Die Diskussion hebt hervor, dass trotz einiger Parallelen zwischen B2B- und B2C-Marketing spezifische Unterschiede bestehen, die feinere Definitionen, Messungen und eine verst\u00e4rkte Methodenrigorosit\u00e4t erfordern. Die vorgeschlagenen Propositionen aus beiden Bereichen bieten einen Ausgangspunkt f\u00fcr zuk\u00fcnftige Forschungsans\u00e4tze, die zu einem besseren Verst\u00e4ndnis der Dom\u00e4nen und der Entwicklung effektiverer Marketingstrategien beitragen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n Insgesamt liefert diese Studie einen Beitrag zur Schlie\u00dfung der Forschungsl\u00fccke zwischen B2B- und B2C-Marketing und regt weitere Untersuchungen an, um die Rolle von Thought-Leadern im industriellen Marketing besser zu verstehen, insbesondere vor dem Hintergrund der Bedeutung von Social Media und der Verlagerung hin zu virtuellen Interaktionen w\u00e4hrend der COVID-19-Pandemie.<\/p>\n\n\n\n Die systematische Literatur\u00fcbersicht ergab, dass sich die Forschung in Thought Leadership und B2C-Influencer-Marketing in unterschiedlichen Entwicklungsstadien befindet. Die Thought Leadership Forschung ist gr\u00f6\u00dftenteils konzeptionell und qualitativ, w\u00e4hrend die B2C-Influencer-Marketingforschung einen quantitativen\/deduktiven Ansatz verfolgt. Beide Bereiche untersuchen verschiedene Social-Media-Kan\u00e4le wie YouTube, Facebook, Twitter und Instagram.<\/p>\n\n\n\n Insgesamt zeigt die Zusammenfassung, dass B2B- und B2C-Forschung zum Thema Einflussmarketing einige Parallelen aufweisen, aber auch spezifische Unterschiede aufweisen. Die Identifizierung und Untersuchung dieser Unterschiede kann zu einem besseren Verst\u00e4ndnis der jeweiligen Dom\u00e4nen und zur Entwicklung effektiverer Marketingstrategien f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n Die vorliegende Studie tr\u00e4gt dazu bei, die L\u00fccke zwischen B2B- und B2C-Forschung zu schlie\u00dfen und das Verst\u00e4ndnis des industriellen Kaufverhaltens zu vertiefen. Durch die Entwicklung von Vorschl\u00e4gen werden zuk\u00fcnftige Forschungsprojekte angeregt, um die Rolle von Thought-Leadern im industriellen Marketing besser zu verstehen.<\/p>\n\n\n\n Mehr Informationen dazu? Hier geht\u2019s zu Publikation: https:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/pii\/S0019850122001791?via%3Dihub<\/a><\/p>\n\n\n\nWas bedeutet Thought Leadership denn nun genau und kann ein Unternehmen durch den klugen Einsatz zum unverzichtbaren Expertinnen und Experten in seiner Branche werden?<\/strong><\/strong><\/h3>\n\n\n\n
Forschungsdefizite und Ziele<\/strong><\/h3>\n\n\n\n
Theoretische Grundlagen<\/strong><\/h3>\n\n\n\n
Methodik der Literatur\u00fcbersicht<\/strong><\/h3>\n\n\n\n
Ergebnisse<\/strong><\/h3>\n\n\n\n
Weiterf\u00fchrende Forschung und Fazit<\/strong><\/h3>\n\n\n\n
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