Studium & Lehre

Positionspapier

Die Studiengänge Gesundheits- und Sozialwesen und Heilpädagogik haben ein gemeinsames Positionspapier zumThema Vielfalt und Respekt formuliert.

Positionspapier des Studienbereichs Gesundheits- und Sozialwesen zum Thema Vielfalt und Respekt

Das Gesundheits- und Sozialwesen stützt sich auf Menschenrechte und -pflichten, die dafür stehen, die Würde aller Menschen zu respektieren. Deshalb treten wir gemäß Artikel 3 des GG gegen jede Art von Diskriminierung aktiv ein.

Politisch extremistische und menschenfeindliche Tendenzen passen nicht zum professionellen Selbstverständnis des Gesundheits- und Sozialwesens, da sie einer daraus abgeleiteten Gleichwertigkeit aller Menschen entgegenstehen, indem sie sich aufgrund einzelner Merkmale gegen verschiedene Menschengruppen richten und diese nachhaltig ausschließen.

Alle Kolleginnen und Kollegen der Studiengänge des Gesundheits- und Sozialwesen stellen sich somit aktiv gegen menschenverachtendes Gedankengut und ebensolche Handlungen.

Wir setzen uns inhaltlich mit radikalen, fanatischen Tendenzen auseinander und pflegen gemäß unseres Hochschulleitbildes (www.hs-nordhausen.de/hochschule/leitbild/) ein freiheitlich-demokratisches Grundverständnis. Ein respektvoller und wertschätzender Umgang untereinander ist demnach unser Anspruch, der für alle Mitglieder der Hochschule gleichermaßen gilt.

Als Lehrende in den Studiengängen des Gesundheits- und Sozialwesen treten wir für Freiheit und Vielfalt ein und bilden uns regelmäßig in Kooperation mit geeigneten Bildungsträgern fort.

Menschenfeindlichkeit und jedwede Form von Ausgrenzung haben in unseren Studiengängen keinen Platz. Deshalb verpflichten wir uns, das Leitbild der Hochschule in folgender Weise zu repräsentieren:

  1. Gegenseitige Achtung und Respekt wollen wir als Werte leben, indem wir einen anerkennenden Umgang untereinander und mit Studierenden pflegen. Die Wertschätzung eines anderen Menschen hat eine Rückwirkung auf die eigene Persönlichkeit – und damit auch auf den eigenen Selbstwert.
  2. Zeichen (an der Kleidung oder als Aufkleber, als Graffitis oder Schriftzüge), die eindeutig auf Menschenfeindlichkeit und Ausgrenzung hinweisen, werden nicht geduldet.
  3. Regionale Aktionen gegen Intoleranz, Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung und für Antidiskriminierung werden unterstützt.
  4. Lehrende im Gesundheits- und Sozialwesen treten gemeinsam mit ihren Studierenden für die Umsetzung des Positionspapiers ein.
  5. Die Sichtbarmachung von Vielfalt in der Sprache ist uns ein dauerhaftes Anliegen.
  6. Ein konstruktiver Dialog zum Thema Vielfalt ist uns wichtig.

Diese Erklärung hat das Kollegium des Studienbereichs Gesundheits- und Sozialwesen gemeinsam am 08. April 2015 einstimmig beschlossen.