Studium & Lehre

Weiterbildender Masterstudiengang Transdisziplinäre Frühförderung (TFF)

Der Studiengang Transdisziplinäre Frühförderung ist pädagogisch geprägt und vermittelt theoretisches Wissen in der frühkindlichen Entwicklung, Förderung und Inklusion. Tiefergehend beschäftigen Sie sich mit fachspezifischen Problemstellungen, wie zum Beispiel Diagnostik, Gesprächsführung, Entwicklungsförderung.  Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung von sozialen Kompetenzen, vor allem in der Kommunikation mit verletzlichen Familien. Zum Ausbildungsprofil des Masterstudiengangs gehört auch die Vorbereitung auf Leitungsaufgaben und eigene Lehrtätigkeit.

Transdisziplinäre Frühförderung geht aber auch über den Rahmen der Pädagogik hinaus und bezieht fachübergreifende Kompetenzen aus den Disziplinen Medizin, Therapie, Psychologie, Recht oder Management ein.

Internationaler Bezug durch Kooperation mit Eurlyaid

Durch die Zusammenarbeit mit der Frühfördervereinigung Eurlyaid und anderen Organisationen kann die Hochschule Nordhausen auf ein großes Netzwerk an europäischen Dozenten zurückgreifen. Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit, an Projekten im Bereich der Frühförderung mitzuarbeiten. Auch Auslandsbesuche oder die Mitwirkung an nationalen und internationalen Forschungsaktivitäten der EU sind möglich.

Akademischer Grad
Master of Arts (M.A.)

Regelstudienzeit / Leistungsumfang
6 Semester / 120 ECTS-Credits

Studienform
berufsbegleitendes Weiterbildungsstudium mit Wechsel von Präsenz- und Selbststudium

Kosten
260 Euro pro Monat

Anzahl der Studienplätze
25

Studienbeginn
Studienbeginn ist jeweils zum Wintersemester möglich.

Bewerbungszeitraum
Eine Bewerbung für diesen Studiengang ist jederzeit möglich.

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Aktueller Hinweis:

In den Studiengang Transdisziplinäre Frühförderung wird mit dem Grundkurs "Entwicklungspsychologische Grundlagen (EPG)", der erste Teil zur Fortbildung "Entwicklungspsychologische Beratung" (EPB), eine eigene Weiterbildung in das Studium integriert, ohne dass hierdurch Mehrkosten entstehen.

Berufliche Perspektiven

Als Fachkraft für transdisziplinäre Frühförderung werden Sie zu einem Entwicklungsexperten für Klein- und Vorschulkinder mit Behinderung, Entwicklungsrisiken oder sozialer Benachteiligung. Dabei beschäftigen Sie sich nicht nur mit dem Kind, sondern wirken auch unterstützend für das gesamte Umfeld des Kindes. Dies schließt die Familie (Eltern und Geschwister), aber auch Fachpersonen in Kindertagesstätten ein.

Dadurch, dass sie als transdisziplinäre Frühförderer auch Kenntnisse anderer Disziplinen in einer Person (transdisziplinär) vereinen, werden Frühförderer mit einer Hochschulausbildung dringend gesucht. Die Erfahrungen der Bachelorstudiengänge Frühförderung in den letzten Jahren zeigen, dass fast alle AbsolventInnen dieses Studienganges bereits vor ihrem Abschluss Stellenangebote bekommen.

Sie haben zum Beispiel die Möglichkeit, in mobil-ambulanten Frühförderstellen, in Sozialpädiatrischen Zentren oder in teilstationären integrativen Kindertagesstätten tätig zu werden. Frühförderer arbeiten aber auch in Jugend- und Sozialämtern oder (Sonder-) Schulen. Alternativ können Sie als Dozenten Ihr Fachwissen an nachfolgende Fachkräfte weitergeben.

Anforderungen

  • ein erster Hochschulabschluss oder ein Abschluss einer staatlich anerkannten Berufsakademie;
  • 12-monatige Berufserfahrung nach erstem Hochschulabschluss in einem einschlägigen Berufsfeld im Bereich frühkindliche Bildung, Sozialpädiatrie, Frühförderung, Kita, Heilpädagogik etc.
  • zusätzlich ein Aufnahmegespräch mit dem Studiengangsbeauftragten oder einem von ihm beauftragten Dozenten
  • Sollten Sie die 1-jährige Berufserfahrung nach dem ersten Hochschulabschluss noch nicht vollständig erfüllen, nehmen Sie bitte persönlichen Kontakt mit uns auf.

Erfahrungsbericht einer Absolventin des Studiengangs

Transdisziplinär denken und handeln

Erfahrungsbericht zum Studiengang Transdisziplinäre Frühförderung von Dr. med. Brita Leeder (Studium TFF 2014 – 2017)

Mein Resümee zum Masterstudiengang Transdisziplinäre Frühförderung ist absolut positiv, das Studium hat mich in meiner Arbeit sehr bereichert. Ich arbeite bereits seit über 16 Jahren als Kinderärztin am Klinikum Frankfurt Oder im Sozialpädiatrischen Zentrum. Dort behandle ich gemeinsam mit einem interdisziplinären Team Kinder mit (drohenden) Entwicklungsstörungen.
Gerade durch meine jahrelange Erfahrung in diesem Bereich habe ich gemerkt, dass, um die Behandlung der Kinder möglichst effektiv zu gestalten, eine ganzheitliche Denkweise notwendig ist. Die Familien und das Umfeld müssen einbezogen werden, zudem umfasst die Behandlung weit mehr als nur die medizinische Perspektive. Um meine Arbeit noch effizienter und für die Familien passgerechter werden zu lassen, habe ich mich entschieden, diesen Master zu beginnen und meine Perspektive zu erweitern. Dieses ist absolut gelungen. Gerade der Aspekt der fachübergreifenden Zusammenarbeit und Vernetzung im System Frühförderung sowie die Bedeutung der Familie und des Sozialraumes haben sich, mehr als vor dem Studium, als Eckpfeiler meiner weiteren Arbeit erwiesen.

Wer also ganzheitlich arbeiten will, die verschiedenen Professionen im System besser verstehen will und offen ist für neue Perspektiven, dem ist dieser Studiengang absolut zu empfehlen. Der Master ist berufsbegleitend ausgerichtet und didaktisch gut strukturiert. Angesprochen fühlen sollten sich, neben ÄrztInnen, auch SozialpädagogInnen, FrühförderInnen, TherapeutInnen und ErzieherInnen. Gerade durch den gegenseitigen Austausch und die Anleitung durch versierte DozentInnen aus ganz Deutschland (und dem Ausland) ist dieser Studiengang eine Bereicherung für alle Disziplinen.