Studium & Lehre

Qualifikationsziel

Das Studium vermittelt vertiefte wissenschaftliche und berufsqualifizierende Kenntnisse der Konzepte von Frühförderung und ihrer fachlichen und ethischen Sichtweisen. Gemäß internationaler wissenschaftlicher Erkenntnisse v.a. aus den USA (Dunst, Snyder, Mahoney, Guralnick) und entgegen dem derzeitigen Trend in der deutschen Frühförderung wird diese dabei nicht auf die Förderung des Kindes fokussiert, sondern im Sinne des gesetzlich vorgegebenen familienorientierten Ansatzes mit einem besonderen Augenmerk auf die Lebenswelt und die Entwicklung eines fördernden Gesamtklimas definiert. Daher schließt das Studium eine Qualifizierung in Methoden der Beratung, Forschung und Qualitätsmanagement ausdrücklich ein. Die Absolventen sollen befähigt werden, Strukturen, Prozesse und Entwicklungen in den vielfältigen Arbeitsfeldern und Tätigkeitsbereichen der Frühförderung aus systemischer Perspektive heraus zu interpretieren und kritisch zu analysieren, die Qualität der bisherigen Arbeit durch Integration systemischer Konzepte und Methoden zu verbessern, ihre persönlichen Handlungskompetenzen zu erweitern und erforderliche Veränderungsprozesse zu managen. Die Absolventen des Masterstudiengangs Transdisziplinäre Frühförderung zeichnen sich damit durch eine umfassende Qualifizierung auf fachlicher, sozialer und personaler Ebene aus. Sie sind in der Lage, den systemischen Ansatz und daraus abgeleitete Methoden und Techniken in unterschiedlichen Arbeitsfeldern und auf verschiedenste Zielgruppen anzuwenden und zu reflektieren.

Die Absolventen des Studiengangs werden ferner befähigt, die diversen Fachansätze in ihrer Breite aufzunehmen und in die jeweiligen strukturellen Zusammenhänge ihres Fachgebiets einzuordnen, sie zu interpretieren, sich damit kritisch auseinanderzusetzen sowie eigenständige Ideen zu entwickeln (wissenschaftlich-kritisch reflektierender Praktiker). Sie sind in der Lage, mit neuen Situationen adäquat umzugehen, komplexe Probleme hierarchisch zu analysieren (prioritäre Problemanalyse), individuell und fallbezogen im Dialog mit den kooperierenden Strukturen zu lösen und sichere Entscheidungen für eine möglichst nachhaltige Wirkung zu treffen.

Die Studierenden entwickeln eine berufliche Identität als Frühförderer vor dem Hintergrund einer transdisziplinären Ausrichtung und der Weiterentwicklung berufstheoretischer Konzepte und aktueller Bildungs- und sozialer Hilfesysteme. Sie lernen in den Bereichen der erweiterten Frühförderung Verantwortung zu übernehmen für komplexe fachliche Tätigkeiten und diese zu legitimieren gegenüber der Klientel, der kollegialen Ebene, den Institutionen und den relevanten gesellschaftlichen Instanzen.

Die Studierenden besitzen ferner didaktische Kompetenzen, mit denen sie ihre fachlichen Kenntnisse innerhalb ihrer Berufsfelder oder in Form von Weiterbildungen an andere Fachpersonen weiter geben. Master-Absolventen sollen insofern auch als Multiplikatoren moderner Fachinhalte auf wissenschaftlicher Grundlage fungieren können.