Studium & Lehre

Public Management Studium: Studieninhalte

Das Public Management Studium setzt sich aus Pflichtmodulen und Wahlpflichtmodulen zusammen. Ohne Berufspraktisches Studium, Studienarbeit und Bachelorarbeit betrachtet, beinhalten die Pflichtmodule:

Wirtschafts- und Verwaltungswissenschaften

38%

Rechtswissenschaften

38%

Sozialwissenschaften

  8%

Statistik

  5%

Kommunikation

11%

Im 5. und 6. Fachsemester werden nach persönlichem Interesse sieben Wahlpflichtmodule und das Thema der Studienarbeit gewählt, im 7. Fachsemester das Thema der Bachelorarbeit. Dabei ist eine betriebswirtschaftliche Schwerpunktsetzung ebenso möglich wie eine verwaltungsrechtliche.

Aufbau des Studiums

Im Einzelnen ist das Public Management Studium wie folgt aufgebaut:

Wahlpflichtmodule

Als Wahlpflichtmodule (oben rot umrandet) sind mindestens drei und höchstens fünf rechtswissenschaftliche zu wählen, darunter mindestens ein Modul aus dem Bereich des besonderen Verwaltungsrechts.

In der Regel werden folgende Wahlpflichtmodule angeboten:

a) Rechtswissenschaftliche Wahlpflichtmodule:

  • Europarecht (Vertiefung)
  • Verwaltungsprozessrecht
  • Bau- und Umweltrecht
  • Polizei- und Ordnungsrecht
  • Ausländer- und Personenstandsrecht
  • Sozialverfahrens- und -leistungsrecht
  • Gesellschafts- und Kommunalwirtschaftsrecht
  • Steuerrecht für Verwaltungen und NPO

b) Weitere Wahlpflichtmodule:

  • Makroökonomie (in englischer Sprache)
  • Verwaltungsmarketing
  • Strategische Verwaltungsführung
  • Management öffentlicher Dienstleistungen
  • Aufstellung und Interpretation des kommunalen Gesamtabschlusses
  • Analyse des kommunalen Jahresabschlusses
  • Wirtschaftsprüfung I
  • Wirtschaftsprüfung II

Bei entsprechender Wahl kann eine Schwerpunktsetzung erfolgen, z. B. für die Wahrnehmung hoheitlicher Aufgaben im Ordnungs- und Sozialbereich, in dem Verwaltungsakte (Bescheide) vor allem erlassen werden, oder im Bereich Öffentliches Rechnungswesens (Aufstellung und Interpretation des kommunalen Gesamtabschlusses, Analyse des kommunalen Jahresabschlusses, Wirtschaftsprüfung I, Wirtschaftsprüfung II).

Berufspraktisches Studium

Praxiserfahrungen im Studium sind für den späteren Berufseinstieg von großer Bedeutung. Sie sind inzwischen zum wichtigsten Auswahlkriterium für Arbeitgeber geworden. Ein „Pluspunkt“ des Studiengangs ist daher, dass es gleich zwei von der Hochschule betreute Praxissemester gibt, wobei insbesondere im zweiten auch ein Auslandsaufenthalt möglich ist.

Als handlungsorientierte Ausbildungsabschnitte sollen die Praxissemester Bezüge zwischen den Theorie- und Anwendungsbereichen des Public Managements verdeutlichen. Unter wissenschaftlicher Anleitung wird die Berufspraxis erkundet und zum Gegenstand der Reflexion gemacht. Die Ergebnisse werden in die wissenschaftliche Arbeit eingebracht.

Das Praktikum im 4. Fachsemester erfolgt in der allgemeinen inneren Verwaltung (Bund, Länder, Gemeinden). Es kann auf verschiedene Behörden aufgeteilt werden und soll einen breiten Überblick über die Aufgaben der Behörde(n) und die Formen des Verwaltungshandelns geben. Verwaltungsvorgänge sollen unter Anwendung der bisher erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten selbstständig bearbeitet und bis zur Entscheidungsreife aufbereitet werden. Dabei werden erworbene Kenntnisse und Fähigkeiten an der Wirklichkeit gemessen, und das weitere Studium kann ausgehend von Fragen der Praxis gezielter angegangen werden. In vielen Praktika besteht zudem die Möglichkeit, Projekte der Verwaltungsreform zu bearbeiten.

Das Praktikum im 7. Fachsemester kann in der öffentlichen Verwaltung, aber auch in einer sonstigen öffentlichen Einrichtung oder einem privatwirtschaftlichen Unternehmen mit engem Bezug zum öffentlichen Sektor absolviert werden, auch im Ausland. Verbunden mit dem Praktikum wird die Bachelorarbeit erstellt, in der Regel über ein konkretes Thema aus dem Bereich der Praktikumseinrichtung. Unter Umständen kann dieses abschließende Praktikum auch die Chance bieten, in eine anschließende feste Anstellung einzumünden.

Beide Praxissemester werden jeweils durch die Hochschule betreut. Zum einen stellt die Hochschule für jede/n Studierende/n einen Fachbetreuer, der den persönlichen Kontakt zur Praktikumseinrichtung und zur/zum Studierenden hält, diese/n bei Bedarf fachlich unterstützt und mit ihr/ihm die Erfahrungen im Praktikum auswertet. Zum anderen finden begleitende Seminarveranstaltungen in der Hochschule statt, in denen neben der wissenschaftlichen Begleitung der Praktika berufspraktische Themen erörtert werden.