Studium & Lehre

Automatisierung und Elektronik: zukunftssichere Studienrichtungen

Ein Statement von Prof. Dr.-Ing. Matthias Viehmann

Technologie umgibt uns überall

Wenn Sie sich jetzt, im Moment des Lesens, einmal umsehen, werden Sie feststellen, dass Sie von zahlreichen elektronischen Geräten sowie anderer Alltags- und Spezialtechnik umgeben sind. Nicht oft stellt man sich bewusst die Frage, wer sich die Technik eigentlich ausgedacht hat und wie sie gefertigt wird. Klar ist auf jeden Fall, dass wir auch in Zukunft nicht auf die Technik verzichten wollen oder können.

Da die Elektronik in nahezu jedem Gerät notwendig ist und die Automatisierung für die Fertigung von Geräten und Anlagen benötigt wird, sind diese Fachgebiete zukunftssicher. Ihre enge Bindung an die:

  • Fahrzeugtechnik
  • Energietechnik
  • Medizintechnik
  • Kommunikationstechnik
  • Computertechnik
  • Maschinenbau
  • Umwelttechnik
  • Verfahrens- und Prozesstechnik
  • Antriebs- und Verkehrstechnik

sorgt für den perspektivischen Bedarf an Automatisierung und Elektronik.

Was macht einen Ingenieur aus?

Was sind das für Menschen, die sich mit Automatisierung und Elektronik befassen? Sie haben eine analytische Denkweise, gehen systematisch an das Lösen von Aufgabenstellungen heran, haben umfangreiches Fachwissen und beherrschen ihre Entwicklungswerkzeuge. Aus persönlicher Erfahrung heraus möchte ich einen Aspekt ergänzen.

Für den Ingenieur gibt es kaum einen schöneren Moment als den, in welchem er eine selbst entwickelte Technik in Betrieb nimmt und diese funktioniert. Diese Freude teile ich immer wieder gern mit den Studierenden. Analytisch zu denken und systematisch zu handeln sind gute Voraussetzungen für ein erfolgreiches Berufsleben.

Absolventen sind auf dem Arbeitsmarkt gefragt

Da meine Kolleginnen, Kollegen und ich die Zukunftssicherheit und die zunehmende gegenseitige Durchdringung der Studienrichtungen Automatisierung und Elektronik immer wieder feststellen, wird seit 2013 der Bachelorstudiengang „Automatisierung und Elektronikentwicklung“ in Nordhausen angeboten.

Er vermittelt das Fachwissen und prägt die Fähigkeiten im Umgang mit Entwicklungswerkzeugen aus. Es ist davon auszugehen, dass alle Absolventinnen und Absolventen, so wie im Vorgängerstudiengang Technische Informatik auch, einen Arbeitsplatz finden werden. Das deutet sich in Form der mir bereits vorliegenden Anfragen von nationalen und internationalen Unternehmen an.

Die neue Bewerbungsphase für den Studiengang  hat begonnen. Informieren Sie sich über Details auf der Homepage oder schreiben Sie mir eine Mail unter aeehs-nordhausen.de. Ich würde mich freuen, wenn ich Ihnen in einer meiner Vorlesungen im Studiengang „Automatisierung und Elektronikentwicklung“ begegne.


Prof. Dr.-Ing. Matthias Viehmann
Hochschule Nordhausen

Statements zum Studiengang

Was macht den Studiengang Automatisierung und Elektronikentwicklung so interessant und welche beruflichen Aussichten hat man? Hier gibt es Statements sowohl von Absolventen des Studiengangs als auch von Personen aus Industrieunternehmen.

Projektmanager BMW Werk Leipzig

„Technische Innovationen sind heutzutage geprägt von Automatisierung und Vernetzung. Es startet das Internet der Dinge, das neue technische und technologische Entwicklungen mit sich bringen wird. Aber hinter jeder technischen Innovation stehen Menschen, in der Regel Ingenieure, welche die Technik von heute weiter entwickeln. Die technische Entwicklung bleibt nicht stehen und so werden auch morgen schlaue Köpfe gebraucht, die mit innovativem Denken den Fortschritt der Technik vorantreiben. Mit einer Ingenieurausbildung hat man die Chance, ganz nah an der Technik von morgen zu sein. Automation, Elektronik und Vernetzung nehmen dabei eine Schlüsselrolle ein.

Auch mir hat mein Ingenieurstudium dazu verholfen, einen attraktiven und zukunftssicheren Job in einem technisch innovativen Umfeld zu finden.“

Thomas Schendzielorz, Dipl.-Ing. (TU)
Projektsteuerung Fahrzeugprojekte
BMW Werk Leipzig

Geschäftsführer Göpel electronic GmbH Jena

Die GÖPEL electronic GmbH Jena ist ein mittelständisches Unternehmen, das Mess- und Prüfsysteme für den Test elektronischer Baugruppen, insbesondere der Automobil-, Flugzeug- und Industrieelektronik entwickelt und herstellt. Die Systeme kommen sowohl in Entwicklung und Erprobung als auch in komplexen Fertigungslinien (End-of-Line Test) zum Einsatz. Allein die personelle Entwicklung der Firma, von 4 Mitarbeitern im Gründungsjahr 1991 bis 225 Mitarbeiter 2014 beweist, welch immense Bedeutung und Zukunftsperspektive die Themengebiete Elektronik und Automatisierungstechnik in unserer Volkswirtschaft einnehmen. Wir begrüßen die Einführung des Studiengangs an der FH Nordhausen, da die Studieninhalte exakt mit den Ausbildungsanforderungen unseres Unternehmens übereinstimmen. Da wir in den zurückliegenden Jahren bereits Projekte gemeinsam mit der FH Nordhausen erfolgreich abgewickelt und einige Absolventen in Festanstellung übernommen haben, freue ich mich darauf, Studierende des Studienganges „Automation and Electronics Engineering“ während ihrer Ausbildung zu begleiten und später als fachlich hochqualifizierte und engagierte Mitarbeiter bei GÖPEL electronic begrüßen zu können.


GÖPEL electronic GmbH
Manfred Schneider
Geschäftsführer Automotive Test Solutions

 

Manager WAGO Kontakttechnik GmbH & Co. KG Minden / Sondershausen

Geisterhand oder Geistesblitz?

Mit etwas Abstand betrachtet ist es irgendwie schon faszinierend, dass beim Betreten eines Raumes das Licht automatisch an- und beim Verlassen auch wieder ausgeht. Auch dass die Jalousien – wie von Geisterhand gesteuert – bei starkem Licht- bzw. Wärmeeinfall herunter- und gegen Abend wieder hinauffahren. Geisterhand? Mitnichten, vielmehr steckt der kreative Geist technisch gut ausgebildeter Menschen dahinter. Mit Unterstützung modernster Entwicklungstechnologien werden aus kreativen Ideen erstklassige Produkte, die es beispielweise ermöglichen, Gebäude automatisch dem Nutzungsverhalten anzupassen, ohne manuelle Eingriffe auszuschließen. Schließlich kann es erforderlich sein, bei strahlendem Sonnenschein einen Raum etwa für eine Power-Point-Präsentation abzudunkeln. Das ist heute bequem per Smartphone oder Funktaster möglich.

Doch moderne Automatisierungslösungen finden sich nicht nur in modernen Gebäuden wieder. Produktionsmaschinen werden durch Produkte der Automation – vom Sensor über Ein- und Ausgabebaugruppen, Steuerungen und Bediengeräte bis hin zur Leittechnik – „intelligent“. Getrieben durch ökonomische und ökologische Anforderungen, durch den Drang nach mehr Sicherheit und den Wunsch nach mehr Komfort kommt der Automatisierungstechnik und damit der notwendigen  Elektronikentwicklung eine stetig steigende Bedeutung zu.

Produkte zu entwickeln, deren Anwendung dafür sorgt, dass diese Produktionsmaschinen „denken“, dass komplexe verfahrenstechnische Prozesse funktionieren, dass geplante Abläufe störungsfrei und zugleich möglichst energieeffizient ablaufen, ist eine große Herausforderung. Hier ist das Know-how von gut ausgebildeten Experten gefragt, die sich bei der Entwicklung von Zukunftstechnologien mit ihren eigenen Ideen einbringen. Genau solche Menschen sind es, die die Innovationskraft des international agierenden Hightech-Unternehmens WAGO Kontakttechnik GmbH & Co. KG tagtäglich mit Leben erfüllen. Dass die Fachhochschule Nordhausen mit ihrem Bachelorstudiengang Automation and Electronics Engineering (AEE) zum qualifizierten Nachwuchs beiträgt, freut uns sehr.

WAGO, Weltmarktführer in der elektrischen Federklemmtechnik und einer der führenden Anbieter von Automatisierungstechnik, beschäftigt weltweit mehr als 6.300 Mitarbeiter. Das Unternehmen mit Stammsitz im westfälischen Minden betreibt ein großes Produktionswerk sowie sein weltweites Logistikzentrum in Sondershausen. Mit mehr als 1.000 Mitarbeitern ist WAGO einer der größten Arbeitgeber Nordthüringens. Erfahrene Ingenieure, praxisorientierte Techniker und motivierte Jungakademiker arbeiten bei uns Hand in Hand an den Produkten von morgen. Hier treffen Geistesblitze auf Geistesblitze. Geisterhände müssen draußen bleiben.

Marco Henkel
Leitung Solution und Support Center AUTOMATION
WAGO Kontakttechnik GmbH & Co. KG

Mitarbeiter Entwicklung MTM Power GmbH Mellenbach / Thüringen

Wertvolles Studium in Nordhausen

Jede elektronische  Automatisierungslösung benötigt für ihre zuverlässige Funktion eine sichere und stabile Spannungsversorgung. Dafür entwickelt und produziert die MTM Power GmbH aus Mellenbach in Thüringen innovative industrielle Netzteile und Gleichspannungswandler.  Egal, ob in industriellen Anwendungen, in der Medizintechnik, auf Schienenfahrzeugen oder Schiffen - ohne eine geeignete Stromversorgung arbeitet kein elektronisches System. Um im internationalen Wettbewerb zu bestehen, sind höchste Anforderungen an Qualität, Zuverlässigkeit und  Energieeffizienz  der Produkte zu erfüllen.

Um Teil dieser technischen Entwicklung zu werden, bewarb ich mich für eine Bachelorarbeit bei MTM Power. Im Rahmen dieser gut betreuten Arbeit erwarb ich schnell neue Kenntnisse und sammelte zahlreiche Erfahrungen, die den Weg für eine fortwährende Zusammenarbeit ebneten. So ermöglicht mir mein Studium an der FH Nordhausen die Tätigkeit in einem innovativen Umfeld, welches abwechslungsreiche Aufgaben und Themenfelder sowohl in technisch fachlicher, als auch wirtschaftlicher Hinsicht vereint.

Tobias Schüßler, B.Eng.
Absolvent der FH Nordhausen

Mitarbeiter Entwicklungsabteilung
MTM Power GmbH Mellenbach/Thüringen