Studium & Lehre

Gedenkstättenarbeit und Menschenrechtsbildung in sozialen Berufen (M.A.)

Weiterbildender Masterstudiengang

Wir begrüßen Sie herzlich auf den Seiten des Studiengangs!

Der berufsbegleitende, praxisorientierte und interdisziplinäre sechssemestrige Masterstudiengang richtet sich an alle Interessierten aus den Bereichen Bildung, Geistes- und Sozialwissenschaften mit erster Berufserfahrung in der historisch-politischen und menschenrechtsbezogenen Vermittlungsarbeit.
Schwerpunkte im Studium sind:

  • Grundlagen deutscher und transnationaler Zeitgeschichte mit einem Fokus auf der Unrechtsgeschichte des 20. Jahrhunderts,
  • Menschenrechts-Fragestellungen in der Vermittlungsarbeit,
  • Diversitätsdimensionen und Soziale Teilhabe,
  • Recht und öffentlicher Raum in der Kulturarbeit,
  • kuratorische Praxis und medienreflexive pädagogische Formate sowie
  • Reflexions- und Supervisionsansätze.

Neben der Vertiefung fachlichen Wissens bilden Methodik und Didaktik zentrale Inhalte des Studiengangs. Absolvent*innen können Vermittlungsformate von der ersten Idee bis zur praktischen Umsetzung konzeptionell entwickeln, steuern und auf die vielfältigen Anforderungen einer zeitgemäßen Gedenkstättenarbeit und anderer Bildungsorte ausrichten.
Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung! Bei Fragen zum Studium wenden Sie sich gern an uns!

Ihre Cordula Borbe & Kathleen Hahnemann

Akademischer Grad
Master of Arts (M.A.)

Regelstudienzeit / Leistungsumfang
6 Semester / 120 ECTS-Credits

Studienform
berufsbegleitendes Weiterbildungsstudium mit Wechsel von Präsenz- und Selbststudium

Kosten
320 € pro Monat für den gesamten Studiengang

Die Module können auch einzeln gebucht werden.

Studienbeginn
NEU ab Wintersemester 2020/21; Studienbeginn ist jeweils zum Wintersemester

Bewerbung
vom 15. April bis 10. September 2020

Bereits eine Entscheidung getroffen?

Bewerbungsablauf für das Wintersemester 2020/21

Eine Bewerbung für den Masterstudiengang Gedenkstättenarbeit und Menschenrechtsbildung in sozialen Berufen ist ab dem 15. April 2020 über die Online-Bewerbung der Hochschule Nordhausen möglich. Bitte drucken Sie die vollständig ausgefüllte Bewerbung aus und senden die Bewerbungsunterlagen an den Prüfungsausschuss. Alle bis zum 10. September 2020 eingegangenen Bewerbungen werden für das Wintersemester 2020/21 berücksichtigt. Nach Eingang Ihrer Bewerbungsunterlagen prüft der Prüfungsausschuss zunächst, ob Sie die Zugangsvoraussetzungen für den Masterstudiengang erfüllen.
Weitere einzureichende Unterlagen (zusätzlich zu den in der Online-Bewerbung erforderlichen Unterlagen) sind ein Motivationsschreiben und ein Video. Wir möchten Sie und Ihre fachlichen Perspektiven näher kennenlernen und bitten Sie um Einreichen der folgenden Unterlagen:

  • Ein Motivationsschreiben, in dem Sie Ihre Bewerbung ausführlich persönlich begründen.
  • Ein Video, in dem Sie sich fachlich mit den Studieninhalten auseinandersetzen. Was verstehen Sie unter einer zeitgemäßen Gedenkstättenarbeit und Menschenrechtsbildung und worin begründen sich Ihre Positionen? Berücksichtigen Sie dabei die Möglichkeiten, die Ihnen das Medium Video bietet. Das Video sollte drei Minuten nicht überschreiten, Format und Auflösung sind frei wählbar (abspielbar mit dem VLC Media Player).  

Die Videobewerbungen werden von Dozent*innen des Masterstudiengangs in einer Auswahlsitzung geprüft. Auf Grundlage der Empfehlung der Dozent*innen entscheidet der Prüfungsausschuss über Ihre Zulassung. Die Zulassungsbescheide werden spätestens zum 15. September 2020 versandt.

Anforderungen

  • Abschluss eines ersten berufsqualifizierenden Studiums von mindestens 180 ECTS-Credits vorwiegend pädagogischer, geistes- oder sozialwissenschaftlicher Fachrichtung oder nach Inhalt, Umfang und Ausrichtung vergleichbarer Studienabschluss
  • Ein qualifizierter Studienabschluss liegt vor, wenn das Studium mindestens mit der Gesamtnote "gut" oder der Gesamtnote "B" abgeschlossen wurde.
  • berufliche Praxis von in der Regel mindestens einem Jahr in einem entsprechenden Arbeitsfeld zum Zeitpunkt des Studienbeginns
  • Motivationsschreiben und Videobewerbung

Qualifikationsziele

  • Der Studiengang umfasst sechs Fachsemester (Regelstudienzeit) und gliedert sich in acht Module. Er ist als ein berufsbegleitendes Teilzeitstudium angelegt, das in seinen Präsenzzeiten auf die Wochentage Freitag bis Sonntag begrenzt wird. Neben der Tätigkeit für Gedenkstätten und Dokumentationszentren eröffnen die mit dem Studiengang erlangten Qualifikationen Zugänge zu vielfältigen Berufsfeldern in verwandten Bereichen. Dazu zählen Museen, Einrichtungen der historisch-politischen, kulturellen und menschenrechtsbezogenen Bildung, Journalismus und Ministerien. Darüber hinaus können die Absolvent*innen mit ihrer Expertise in der Sozialen Arbeit, etwa im Kontext Schulsozialarbeit, in Bildungszentren und Jugendgästehäusern oder in Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit tätig werden.
  • Für eine vermittlungsbezogene Tätigkeit in Gedenkstätten und verwandten Bereichen vermittelt der Studiengang neben fachgeschichtlichen Inhalten und didaktischen Konzepten spezifische Kompetenzen zu Menschenrechts-Fragestellungen, Diversität, Inklusion, kuratorischer Praxis und Kulturrecht sowie zu Reflexions- und Supervisionsansätzen.
  • Die Absolvent*innen werden befähigt, eigenständig vermittlungsorientierte Projekte zu konzipieren und umzusetzen, die zur Ausbildung eines kritischen, reflexiven Geschichtsbewusstseins anleiten und auf die vielfältigen Ansprüche einer zeitgemäßen Ausrichtung der Gedenkstättenarbeit und anderen Bildungsorten reagieren. Ein besonderer Wert wird auf die Fähigkeit des kontinuierlichen Transfers zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen und praktischer Umsetzung gelegt sowie auf die Kompetenz zur Selbstreflexion in einem diversitätssensiblen Setting.

Berufliche Perspektiven

  • Mit dem Masterstudiengang Gedenkstättenarbeit und Menschenrechtsbildung in sozialen Berufen schafft die Hochschule Nordhausen ein wissenschaftlich fundiertes und zugleich anwendungsorientiertes Studienangebot für angehende Multiplikator*innen in der Gedenkstättenarbeit und verwandten Feldern der historisch-politischen, menschenrechts­orientierten Vermittlungsarbeit. Der berufsbegleitende Studiengang ermöglicht den Studierenden eine zielgerichtete Weiterqualifizierung und einen kontinuierlichen Theorie-Praxis-Transfer.
  • Gedenkstättenarbeit bzw. Menschenrechtsbildung erfordert einen interdisziplinären Zugang. Der Masterstudiengang verbindet daher geschichtswissenschaftliche Fachinhalte – mit Schwerpunkt auf der Gewalt- und Unrechtsgeschichte des 20. Jahrhunderts – dezidiert mit Kernelementen der Sozialen Arbeit. Er profitiert von der etablierten Lehre im Bereich der Sozialen Arbeit und der Heilpädagogik im Fachbereich Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an der Hochschule Nordhausen.
  • Der Studiengang ist in seiner Konzeption sowohl anschlussfähig für eine ortsgebundene Vermittlungsarbeit durch Gedenkstättenmitarbeiter*innen als auch für eine aufsuchende Gedenkstättenpädagogik im Rahmen der Sozialen Arbeit.
  • Um eine zukunftsfähige Gedenkstättenarbeit aktiv zu gestalten, sensibilisiert der Studiengang insbesondere in den Modulen zu kuratorischer Praxis und pädagogischen Formaten für transdisziplinäre, partizipative und visuelle Ansätze und Methoden. Er ist hierbei auch ein Diskussionsraum und Ideenlabor.
  • Der Masterstudiengang befördert hiermit zugleich eine stärkere Verzahnung von Forschung und Praxis und stellt ein Forum wissenschaftlichen Austauschs dar. Deshalb kooperiert die Hochschule Nordhausen in Bezug auf den Masterstudiengang etwa mit der Evangelischen Hochschule Freiburg.

Informationsflyer zum Studiengang (Download; pdf)

Ansprechpartnerinnen

Prof. Dr. Cordula Borbe
Professur Soziale Arbeit
Studiengangsbeauftragte
E-Mail: cordula.borbehs-nordhausen.de
Tel.: 03631 420-562

Kathleen Hahnemann
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
E-Mail: kathleen.hahnemannhs-nordhausen.de
Tel.: 03631 420-536

Weitere Informationen zum Studiengang