Wissenschaftliche Projekte und Kooperationspartner

Wissenschaftliche Projekte

  1. Ausbildung in psychosomatischer Grundversorgung für Ärzte in China – Unterrichtsprogramm am Peking Union Medical College Hospital (Kooperation mit der Abteilung für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Universität Freiburg und Psychologisches Department des Peking Union Medical Hospital). Drittmittelgefördertes Projekt (DAAD, BMBF) von 2012 bis 06/2015.

    Anschluss-Drittmittelförderung des Programms durch DAAD:
    Projektdurchführung: 01.01.2016 - 31.12.2019
    Fördersumme: 305.987 €
     
  2. Kontinuierliche Weiterentwicklung und Implementierung von PC-gestützter testpsychologischer Diagnostik und Leistungsbeurteilung im Rahmen der psychosomatischen Rehabilitation
    Kooperationsprojekt mit der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig-Hannover, Gesellschaft für Qualität im Gesundheitswesen, Firma Cibait
    Projektdurchführung: 11/2012 – aktuell
     
  3. Beschwerdevalidierung bei psychosomatischen Rehabilitanden
    Kooperation mit der Deutschen Rentenversicherung BRaunschweig-Hannover
    Projektdurchführung seit 01/2014.

    2 VK Psychologen bewilligt über Kooperation mit der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig-Hannover und Zentrum für klinische Psychologie und Rehabilitation der Universität Bremen.
     
  4. Entwicklung und Implementierung eines Therapieprogramms für Patienten mit besonderen beruflichen Problemlagen
    Kooperationsprojekt mit der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig-Hannover
    Projektdurchführung seit 06/2012.

    2 VK Psychologen und 2 VK Sozialarbeit bewilligt (Kooperation mit der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig-Hannover).
     
  5. Prävalenz von Internetsucht bei Patienten in der psychosomatischen Rehabilitation
    Kooperationsprojekt mit der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig-Hannover und der Klinik für Psychotherapie und Psychosomatik der TU Dresden.
    Projekt abgeschlossen 2014.
     
  6. Vergleich der Herzratenvariabilität unter der Therapie mit Atemtaktern  versus Biofeedback-Therapie – randomisierte Studie
    Kooperationsprojekt mit der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig-Hannover

    Projekt 06/2014 abgeschlossen, Vortrag darüber beim 24. Rehakolloquium der Deutschen Rentenversicherung (16.3.2015).
     
  7. Evaluierung des ambulanten Fallmanagements bei psychosomatischen Rehabilitanden
    Kooperationsprojekt mit der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig-Hannover und Zentrum für klinische Psychologie und Rehabilitation der Universität Bremen

    Projekt 12/2012 abgeschlossen, Publikation erstellt: Piegza M, Petermann F, Bassler M, Kobelt A (2013): Erwartungen der Patienten an ein Fallmanage-ment nach einer psychosomatischen Rehabilitation: Ergebnisse einer Bedarfsanalyse. Phys Rehab Kur Med 23(06): 341-347).
     
  8. Beschwerdevalidierung in der psychosomatischen Rehabilitation
    Drittmittelförderung durch die Deutsche Rentenversicherung Braunschweig-Hannover

    Durchführung: 01.04.2018-30.09.2019.
    Fördersumme: 66.000 €

    Kurzbeschreibung:
    Bei der sozialmedizinischen Beschwerdevalidierung spielen die Aggravation bzw. im gerin-geren Maße auch die Simulation eine bedeutende Rolle, da nach vorliegenden Schätzungen ein erheblicher Teil der patientenseitigen Beschreibungen von Symptomen als nicht valide beurteilt werden muss (Kobelt et.al.2012). Für die gutachterliche Beschwerdevalidierung liegen für psychosomatische Beschwerdebilder anerkannte Leitfäden vor (Schmitt 2012). Jedoch fehlen bislang operationalisierte validierte Vorgehensweisen, die bei Verdacht auf invalide Symptomschilderung im Rahmen einer mehrstufigen Diagnostik sowohl die klinische Beurteilung als auch testpsychologische Assessments zweckmäßig miteinander verbinden.

    In dem Forschungsprojekt soll eine mehrstufige klinische sowie testpsychologische Diagnostik entwickelt werden, die bereits auf der ersten Stufe eines ausschließlich psychometrischen Screeningverfahrens Fälle von invalider Beschwerdeschilderung mit möglichst hoher Sensi-tivität und Spezifität zu detektieren vermag. In Ergänzung zu dem Screeningverfahren soll über eine erweiterte klinische sowie testpsychologische Diagnostik eine möglichst hohe Trefferquote von richtig positiven Fällen erreicht werden, um dadurch eine optimierte Spezifität der sozialmedizinischen Diagnostik zu ge-währleisten.

  9. Effekt von Biomediatoren auf Verlauf und Ergebnis von interdisziplinärer orthopädisch-psychosomatischer Rehabilitation von chronischen multilokulären Schmerzsyndromen

    Drittmittelförderung durch die Deutsche Rentenversicherung Braunschweig-Hannover.
    Kooperationspartner: Medizinische Hochschule Hannover

    Durchführung: 16.03.2020 – 31.12.2020
    Fördersumme: 106.740 €
    Ergänzende Förderung durch Medizinische Hochschule Hannover: 20.000 €

    Kurzbeschreibung:
    Hauptfragestellung des Forschungsprojekts ist die Untersuchung des Effekts von schmerzrelevanten Biomediatoren auf Verlauf und Ergebnis von interdisziplinärer orthopädischpsychosomatischer Rehabilitation bei multilokulären chronischen Schmerzsyndromen (Chronic Widespread Pain – insbesondere Fibromyalgiesyndrom). Des Weiteren soll geprüft werden, welche Biomediatoren sich hierbei für eine verbesserte Verlaufs- und Outcomeprognose eignen und gegebenenfalls auch spezielle Subgruppen multilokulärer Schmerzsyndrome auf der Grundlage biologischer Aktivitätsmuster (von stress- und immunologischen Parametern) identifiziert werden können. Auf der Grundlage solcher Ergebnisse sollen ergänzend mit testpsychologischen Assessments speziell auf diese Subgruppen zugeschnittene Rehabilitationskonzepte entwickelt und nach empirischer Überprüfung in die klinische Routineversorgung implementiert werden.

  10. Soziale (SINUS-) Milieus und psychische Erkrankungen: Perspektiven und Verlauf von PatientInnen in der psychosomatischen Rehabilitation

    Drittmittelförderung durch die Deutsche Rentenversicherung Bund
    Kooperationspartner: Reha-Zentrum Seehof (DRV Bund)

    Durchführung: 01.12.2019 – 01.05.2020
    Fördersumme: 8.000 €

    Kurzbeschreibung:
    Es soll untersucht werden, inwieweit die persönliche „Lebenswelt“ der PatientInnen und insbesondere die Zugehörigkeit zu bestimmten soziokulturellen Milieus das subjektive Krankheitsempfinden, den Verlauf und den Behandlungserfolg psychischer Erkrankungen in der psychosomatischen Rehabilitation beeinflusst. Ziel ist, anhand der sozialen SINUS-Milieus statistisch zu ermitteln, ob sich PatientInnen verschiedener „Lebenswelten“ bzw. verschiedener sozialer Milieus hinsichtlich obiger Aspekte unterscheiden.

  11. Medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation bei psychischen Erkrankungen (MBOR-P)

    Drittmittelförderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung
    Kooperationsprojekt mit Universität Lübeck

    Durchführung: 01.10.2019 – 31.03.2023
    Fördersumme (HS Nordhausen): 420.116 €

    Kurzbeschreibung:
    Um die berufliche Wiedereingliederung von Personen zu unterstützen, die ein hohes Risiko haben, dass diese scheitert, wurde die medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation (MBOR) entwickelt. Für Muskel-Skelett-Erkrankungen gibt es einen klaren Nachweis (vier randomisierte kontrollierte Studien), dass diese Programme die berufliche Teilhabe der Teilnehmer verbessern. Auf der Grundlage dieser Studien wurde das Anforderungsprofil zur Durchführung der MBOR entwickelt. Dieses beschreibt einerseits die Zielgruppe und andererseits die Inhalte und die Dosis der zu erbringenden Leistungen. Für psychische Erkrankungen stützt sich die Evidenz bezüglich der Wirksamkeit der MBOR bislang jedoch auf zwei randomisierte kontrollierte Studien, die einen sehr spezifischen Ansatz geprüft haben (externe Belastungserprobung mit begleitenden therapeutischen Gruppen). Ein klarer Nachweis zur Wirksamkeit der in der realen Versorgungspraxis auf der Grundlage des Anforderungsprofils umgesetzten MBOR fehlt. Die geplante randomisierte kontrollierte Studie prüft die Effekte der MBOR im Vergleich zur herkömmlichen psychosomatischen Rehabilitation. Das primäre Zielkriterium der Studie ist die stabile Beschäftigung nach 12 Monaten. Stabile Beschäftigung ist definiert als mindestens 4-wöchige Beschäftigung ohne Fehlzeiten. Die Studie wird multizentrisch durchgeführt. Eingeschlossen werden 18- bis 60-jährige Rehabilitanden, für die der Bedarf an einer MBOR festgestellt wird. Die Einrichtungen prüfen den Bedarf durch ein standardisiertes Screening.

Wissenschaftliche Kooperationspartner

  • Prof. Dr. med. Kurt Fritzsche, Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Universität Freiburg, Freiburg
  • Prof. Dr. med. Christoph Gutenbrunner, Klinik für Rehabilitationsmedizin, Koordinierungsstelle Angewandte Rehabilitationsforschung, Medizinische Hochschule Hannover, Hannover
  • Prof. Dr. med. Matthias Karst, Schmerzambulanz, Medizinische Hochschule Hannover, Hannover
  • Priv.-Doz. Dr. phil. Axel Kobelt, Institut für Psychologie, Abt. Klinische Psychologie und Psychotherapie, Universität Hildesheim, Hildesheim
  • Dr. med. Bernhard Koch, Rehazentrum Oberharz und Rehazentrum Bad Pyrmont der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig-Hannover, Clausthal-Zellerfeld
  • Prof. Dr. med. Volker Köllner, Psychosomatische Rehabilitationsklinik Seehof der Deutschen Rentenversicherung Bund, Berlin
  • Dr. phil. Rainer Leonhart, Abteilung Sozialpsychologie und Methodenlehre, Psychologisches Institut der  Universität Freiburg, Freiburg
  • Prof. Dr. med. Ralf Lichtinghagen, Institut für klinische Chemie, Medizinische Hochschule Hannover, Hannover
  • Prof. Dr. med. Bernd Löwe, Institut für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Universitätsklinikum Hamburg, Hamburg
  • Dr. phil. Rüdiger Nübling, Gesellschaft für Qualität im Gesundheitswesen, Karlsruhe
  • Priv.-Doz. Dr. med. Jonas Tesarz, Zentrum für psychosoziale Medizin der Universität Heidelberg, Heidelberg
  • Prof. Dr. phil. Birgit Watzke, Psychologisches Institut der Universität Zürich, Zürich (Schweiz)
  • Prof. Dr. med. Wei Jing, Peking Union Medical College Hospital, Beijing (China)
  • Prof. Dr. med. Zhao Xudong, Medical School der Tongji-University, Mental Health Center, Shanghai (China)