Studium & Lehre

FAQ

Was bedeutet Anerkennung von Studienleistungen und Anrechnung von außerschulisch erworbenen Kompetenzen?

Anerkennung:
Leistungen, die Studierende bereits im Vorfeld Ihres Studiums in anderen hochschulischen Einrichtungen oder in einem anderen Studiengang erbracht haben, können auf Antrag anerkannt werden, wenn keine wesentlichen Unterschiede zu den geforderten Leistungen des im Studienbereich GuS studierten Studiengangs bestehen. Die Beantragung beim Prüfungsausschuss des Studienbereichs erfolgt mittels eines Formblatts , das über das SSZ erhältlich ist.
Da eine individuelle Prüfung der Gleichwertigkeit der anzuerkennenden Leistungen komplex ist, besteht von Seiten der Antragstellenden die Notwendigkeit, die entsprechenden Nachweise und inhaltlichen Spezifizierungen der Leistungen beizubringen. In der Regel sind dies Auszüge aus den Modulhandbüchern sowie eine Leistungsübersicht zu vorangehenden Studiengängen. Die Gleichwertigkeit der Leistungen ist zu belegen, indem die absolvierten Module samt Kompetenzen/Learning Outcomes tabellarisch den Leistungen des Studiengangs im Studienbereich GuS gegenübergestellt werden.
Eine Besonderheit stellt die Vorgehensweise dar, wenn es um das Erbringen von Leistungen an einer Hochschule im Ausland geht. Hierzu wird ein sog. Learning Agreement (vgl. FAQ zu Learning Agreement ) erstellt (siehe Learning Agreement) .
Eine unterstützende Beratung durch die individuelle Studienberatung kann bei Bedarf in Anspruch genommen werden.

Anrechnung:
Die Möglichkeit der Anrechnung bezieht sich auf Leistungen, die Studierende in außerhochschulischen Einrichtungen erworben haben. Auch hierzu kann eine Antragstellung beim Prüfungsausschuss erfolgen. Wichtig ist das Beibringen geeigneter Nachweise in tabellarischer Form (z.B. Fort- und Weiterbildungszertifikate), die einen Aufschluss über Art und Umfang der erworbenen Kompetenzen zu den entsprechenden Äquivalenzmodulen in dem eingeschriebenen Studiengang geben. Eine unterstützende Beratung durch die individuelle Studienberatung kann bei Bedarf in Anspruch genommen werden.

Vorschlag zur Vorgehensweise:

1. Empfehlung: Führen eines Vorgespräches in Bezug auf Anrechnung/Anerkennung mit individueller Studienberatung

  • an einer Anrechnung von Vorqualifikationen interessierte Studierende führen ein Vorgespräch innerhalb der durch den Prüfungsausschuss organisierten Studienberatung
  • Beispiel für Vorqualifikationen: Schulbildung, Berufsausbildung, Berufstätigkeit, Fort- und Weiterbildung, früheres Studium
  • erreichte Abschlüsse sind stets durch Zeugnisse o.a?. zu belegen.

2. Antragstellung zur Anrechnung/Anerkennung beim Prüfungsausschuss und Aufführen von Belegen in Form von Portfolios in Bezug auf die zur Anrechnung zu überprüfenden Kompetenzen.

3. Entscheidung durch Prüfungsausschuss über Anrechnung.

Kann ich auch im Vorfeld der Aufnahme eines Studiums Auskünfte zu Möglichkeiten der Anrechnung/Anerkennung erhalten?

Da die individuelle Prüfung dieser Anliegen komplex und zeitaufwändig ist, kann eine solche Auskunft im Vorfeld nicht erteilt werden, sondern erst nach Aufnahme des Studiums.

Was ist im Hinblick auf die Gewährung von Nachteilsausgleichen zu beachten?

Der Begriff Nachteilsausgleich bezieht sich auf den Ausgleich von beeinträchtigungsbedingten Behinderungen in Bezug auf das Studium. Beauftragte für die Belange behinderter und chronisch kranker Studierender an der Hochschule Nordhausen ist die Leiterin des Studien-Service-Zentrums, Silke Umann. Sie ist somit erste Ansprechpartnerin in Bezug auf eine Beratung zur Beantragung und dazu notwendigen Dokumenten sowie zu Ausgestaltungsmöglichkeiten von Nachteilsausgleichen.

Unter "Studieren mit Behinderung und chronischer Krankheit" finden Sie erste weitere Informationen. Eine Beantragung von Nachteilsausgleichen erfolgt formlos über das Prüfungsamt an den Prüfungsausschuss, der über diesen Antrag entscheidet.
Umfangreiche weitere Informationen zum Thema finden Sie auf der Webseite des Deutschen Studentenwerks.

Was sind Learning Agreements und was ist bei der Vereinbarung von Learning Agreements zu berücksichtigen?

Learning Agreements sind ein Instrument, das die Anerkennung von Leistungen regelt, die im Rahmen eines Auslandsstudiums erworben werden. Sie dienen in erster Linie dazu, für die Studierenden einen möglichst reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, so dass ein Studienabschluss in Regelstudienzeit möglich ist.
Dazu werden im Vorfeld eines Auslandssemsters die regulär in Nordhausen zu erbringenden Leistungen den als äquivalent zu erbrachten Leistungen der ausländischen Hochschule gegenübergestellt. Neben der Aufführung von Modulbezeichnungen ist eine Gegenüberstellung der in den jeweiligen Modulen vermittelten Kompetenzen notwendig, um die Gleichwertigkeit der Leistungen anerkennen zu können.
Die Erstellung und Genehmigung von Learning Agreements erfolgt dabei im Vorfeld des Auslandsstudiums, so dass diese Vereinbarung zwischen Studierenden und Prüfungsausschuss einen späteren Antrag und Bescheid ersetzen. Die Learning Agreements müssen an den Prüfungsausschuss gerichtet und durch diesen genehmigt werden.
Eine unterstützende Beratung zur Erstellung von Learning Agreements kann durch Prof. Dr. Andreas Seidel  erfolgen. Zur Vorbereitung erstellen Sie bitte für das betreffende Fachsemester eine tabellarische Übersicht gem. dieser Vorlage.

Was ist die individuelle/studienorganisatorische Beratung und wann macht diese Sinn?

Ein grundsätzliches Anliegen des Studienbereiches liegt darin, ein Studium in der Regelstudienzeit zu ermöglichen. Aus diesem Grund ist das Studium so strukturiert, dass bei einer Orientierung am Studienverlaufsplan ein Studium in der vorgesehenen Zeit erfolgen kann. Dennoch kann es immer wieder Gründe und Umstände geben, die eine Beratung in studienorganisatorischen Angelegenheiten erforderlich werden lassen, z.B.

  • Studienabschnitte sind in der vorgegebenen Zeit noch nicht abgeschlossen,
  • besondere Belastungen (z.B. individuelle Beeinträchtigungen, die i.d.R. nicht durch die Studierenden zu vertreten sind, bspw. Chronische Erkrankungen, Elternzeit, pflegende Angehörige u.ä.),
  • Fragen rund um das Probestudium.

Ziel der individuellen Studienberatung ist es, unter Berücksichtigung der aktuellen Situation der Studierenden einen Studienablaufplan zu erstellen.
Zusätzlich können weitere Anlaufstellen zu Beratung z.B. im Hinblick auf einen Umgang mit Prüfungssituationen oder aber im Hinblick auf psychosoziale Herausforderungen benannt und Kontakte hergestellt werden.

Wenn Sie für ein Probestudium im Studienbereich GuS eingeschrieben sind, empfehlen wir, eine individuelle Studienberatung zur Studienorganisation in Anspruch zu nehmen.

Was ist im Hinblick auf Anträge zu einer Fristverlängerung bei Prüfungsleistungen zu berücksichtigen?

Im Zusammenhang mit Fristverlängerungen (in Bezug auf Abgabetermine von einzelnen Prüfungsleistungen oder aber das Einhalten der Studienhöchstdauer) können bei Vorliegen von triftigen Gründen auf Antrag beim Prüfungsausschuss Verlängerungen genehmigt werden. In einem solchen Antrag sind triftige Gründe auszuführen und durch aussagekräftige Dokumente (z.B. ärztliche Bescheinigungen, Belege über anderweitige Verpflichtungen, die in der Prüfungsordnung benannt werden) zu belegen. Eine unterstützende Beratung durch die individuelle Studienberatung kann bei Bedarf in Anspruch genommen werden.