28. Januar 2026


Am 23. Januar fand an der Hochschule (HSN) im Rahmen des Moduls F&E Management erneut ein LEGO® Serious Play Workshop statt. Organisiert und moderiert wurde die Veranstaltung von Studierenden der Masterstudiengänge Wirtschaftsingenieurwesen (WIM) sowie Produktentstehung und Produktion (PEP).

„Denken mit den Händen“: Studierende visualisieren Produktionsprozesse der Automobilindustrie und gestalten diese mithilfe der LEGO® Serious Play Methode neu. (Fotos: HSN)

Nach einer intensiven Skillsbuilding-Phase widmeten sich die Teilnehmenden – überwiegend Studierende des Bachelorstudiengangs Maschinenbau – einer praxisnahen Aufgabenstellung: Ein selbstgewählter Produktionsprozessschritt aus der Automobilherstellung sollte mithilfe von LEGO®-Modellen abgebildet und im Sinne der Industrie 5.0 zukunftsfähig weiterentwickelt werden. Im Fokus standen dabei insbesondere die Kundenzentrierung, die Mensch-Maschine-Kollaboration sowie eine Steigerung von Effizienz und Nachhaltigkeit.

Die LEGO® Serious Play Methode ist eine wissenschaftlich fundierte Moderations- und Kreativmethode, die erfolgreich in Unternehmen zur Strategieentwicklung, Teambildung und Problemlösung eingesetzt wird. Durch das Bauen von Metaphern mit LEGO®-Steinen werden komplexe Zusammenhänge visualisiert, eine 100-prozentige Partizipation aller Beteiligten ermöglicht und auch unbewusstes Wissen aktiviert.

Unter dem Leitgedanken des „Denkens mit den Händen“ (Hand-Hirn-Prinzip) entwickelten die Teilnehmenden kreative, anwendungsnahe Konzepte zur Optimierung von Produktionsprozessen. In den Diskussionen rund um die gebauten Modelle spielten moderne Technologien wie Künstliche Intelligenz, kollaborative Roboter (Cobots) und Digitale Zwillinge eine zentrale Rolle. Diese wurden als unterstützende Werkzeuge betrachtet, um Mitarbeitende zu entlasten, kreative Tätigkeiten zu fördern sowie personalisierte und nachhaltigere Produkte zu ermöglichen.

Der Workshop verdeutlichte eindrucksvoll, wie die Prinzipien der Industrie 5.0 – darunter Mensch-Maschine-Interaktion, Kundenintegration, Ergonomie, Modularität, Resilienz und nachhaltige Wertschöpfung – bereits heute in der Lehre praxisnah vermittelt und erlebbar gemacht werden können. Auch Themen wie Supply-Chain-Gestaltung und die Ableitung geeigneter Kennzahlen (KPIs) zur Bewertung robuster Produktionssysteme flossen in die Ergebnisse ein.

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