Geschrieben am 25. November 2025


SoMa – Exkursionswoche 2025

Am Montagvormittag, den 17. November, ging es für insgesamt 18 Studierende des Sozialmanagements vom 1. bis 7. Fachsemester zur Exkursionswoche nach Leipzig. Schon im März Anfang des Jahres haben sich die Studierenden mit einer großen Mehrheit für Leipzig entschieden.

Nur eine kurze Straßenbahnfahrt vom Bahnhof entfernt wurden wir von Mosaik Leipzig e.V., unserem ersten Sozialunternehmen, begrüßt.

Der Verein als Kompetenzzentrum für Transkulturelle Dialoge arbeiten Sie mit Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund, die psychisch belastet sind. Das Ziel ihrer Arbeit ist es in das gesundheitliche Regelsystem zu vermitteln. Die Mitarbeiter:innen berichteten von den Hürden Ihrer Arbeit. Die finanziellen Mittel und Kapazität sorgen dafür, dass nicht alle Menschen mit Migrations- und Fluchthintergrund die Hilfe erhalten können, die sie benötigen.

Eine Gruppe von Studierenden fährt mit Gepäck eine Rolltreppe im modernen Leipziger Hauptbahnhof hinauf. Die Studierenden stehen in einer Reihe, blicken zur Kamera und wirken gut gelaunt.

Nach diesen spannenden Eindrücken ließen alle den Abend ausklingen. Viele saßen in einer Bar und knüpften Kontakte beim Kartenspielen und Fußball schauen.

Am Dienstag stand die BBW-Leipzig-Gruppe auf dem Programm.  Die BBW-Leipzig Gruppe ist ein Berufsbildungswerk, bei dem die Bildung, Beschäftigung und Vermittlung von Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf gefördert wird. Am Morgen wurden wir vom Bereich Jugend- und Erziehungshilfen mit sehr leckeren Kuchen willkommen geheißen.

Die Jugendberufshilfe besteht aus mehreren Bausteinen, die Jugendlichen bei der (Re-)Integration in Schule, Ausbildung oder Beruf unterstützen. Einer dieser Bausteine ist die Produktionsschule „Step by Step“. Neben Kochen und Backen finden aber  auch andere Dinge wie Upcycling und kreatives Gestalten, in den Räumen ihren Platz.  Schon die Räumlichkeiten haben uns gezeigt, dass dort ein Ort ist, an dem sich Jugendliche wohlfühlen können und sie als Individuen gesehen und gefördert werden. Der Baustein „Schule? Sicher anders.“, soll Schülern helfen, wieder regelmäßig die Schule zu besuchen. Dazu werden pädagogisch gestaltete Einheiten mit Unterricht in geringem Umfang, individuell ausgerichtet, kombiniert. Die Studierenden konnten im Austausch mit den Mitarbeiter:innen mehr über die Herausforderungen, die berufliche Qualifikation und die BBW-Leipzig-Gruppe erfahren.

Eine Gruppe von Studierenden sitzt an einem langen Tisch mit Kuchen, Getränken und Geschirr und frühstückt gemeinsam in einem lichtdurchfluteten Raum. Eine Person schenkt Tee oder Kaffee aus einem Wasserkocher ein. Im Hintergrund sind große Fenster und eine Weltkarte an der Wand zu sehen.

Der Aufbau der BBW-Leipzig-Gruppe bot die perfekte Grundlage, um nach einer Mittagspause, Einblicke in eine weitere Einrichtung der BBW-Leipzig-Gruppe zu erhalten. Das Inklusionshotel Philippus stellte sich mit einer Führung durch die Räumlichkeiten und die anliegende Kirche vor. Das Pfarrhaus wurde umfassend saniert, sodass ein barrierearmes Hotel mit Tagungsräumen entstand. Die Studierenden waren beeindruckt, wie viel Detail in dem Gebäude für einen barrierearmen Aufenthalt sorgt. So findet sich auf dem Boden ein taktiles Leitsystem, Braille Schrift an den Schildern, die Zimmer haben Klingeln, die neben einem akustischen Signal auch noch mit Licht funktionieren, um nur ein paar Besonderheiten zu nennen. Auch die Kirche am Hotel ist barrierearm und wird wegen der großartigen Akustik vielfach für Konzerte verwendet, bei denen auch schon die ein oder andere Berühmtheit aufgetreten ist.

ie gesamte Gruppe posiert vor dem Eingangsportal eines historischen Gebäudes mit Steinbogen und Holztür, das Sozialamt Leipzig. Die Studierenden tragen Jacken und Winterkleidung.

Am Abend ging es mit der Stadtführung 2.0 von Stadtstromer durch die Altstadt von Leipzig. Inhaltlich ging es von der industriellen Revolution bis hin zur friedlichen Revolution. Dabei gesellten sich schon SoMa Alumni dazu, die nach Nordhausen in Leipzig ein neues Zuhause gefunden hatten. Bei gemütlichen Gesprächen und einem Austausch über das Studium und berufliche Perspektiven ließen alle den Abend gemeinsam ausklingen.

Mittwochmorgen ging es für die Gruppe Studierende von Leipzig nach Halle, um dort einen Tag in der Franckeschen Stiftung zu verbringen. Die Stiftungen und ihr imposanter Campus von Gebäuden haben eine einzigartige Geschichte, das durften wir bei einer Führung durch das historische Waisenhaus erleben, das heute als Museum genutzt wird. Der Gründer August Hermann Franke ließ, mit Hilfe vieler Spenden, das Waisenhaus außerhalb der damaligen Stadtmauern im Armenviertel bauen. Das Waisenhaus diente als Unterrichtsgebäude und direkt daran schlossen die Wohnräume an. Diese Idee von Bildung für alle Menschen lebt bis heute in den Franckeschen Stiftungen weiter. Auch heute befinden sich Schulen, eine Kindertagesstätte, Angebote für Familien, Kinder und Jugendliche auf dem Gelände.

Die Mittagspause konnten wir direkt auf dem Gelände in der Mensa machen, denn die Gebäude der Franckeschen Stiftungen beherbergen neben sozialen Einrichtungen auch einige Räume der Universität Halle.

Am Nachmittag durften wir zum Abschluss im Krokoseum zu Gast sein, einem offenen Angebot für Kinder von 6 bis 12 Jahren, das mit den Kindern spielerisch kulturelle Bildung erkundet. Die Räumlichkeiten des Krokoseum selbst, gleichen einem Schlaraffenland für Kinder mit vielfältigen Möglichkeiten zum Spielen, Toben und kreativ werden. Im Kreativangebot findet sich auch die Geschichte der Frankeschen Stiftungen wieder, denn mit Drucken finanzierte der Gründer die Bildung der Waisen. Die Kinder können das heute auch in der unterschiedlichsten Varianten selbst ausprobieren. Dort wollten wir alle noch einmal Kind sein.

Am Ende der Exkursionswoche können die Studierenden gemeinsam auf 3 ereignisreiche Tage voller Einblicke in soziale Einrichtungen zurückblicken. Was neben den Praxis-Eindrücken bleibt, sind die gemeinsamen Erinnerungen, die die Studierende über die Exkursionswoche hinaus verbinden.

In den drei Tagen wurden einige Arbeitsfelder der Sozialen Arbeit exemplarisch vorgestellt, so ging es von Menschen mit Migrationshintergrund über zu Jugendlichen, Menschen mit Beeinträchtigung, Familien und am Schluss Kinder.
Wir bedanken uns im Namen des Fachschaftsrats und der gesamten Fachschaft Sozialmanagement für Ihre Gastfreundschaft und Bereitschaft zum Dialog zwischen Studierenden und Vertreten aus der Berufspraxis.


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