Professorin, Vizepräsidentin für Studium und Lehre
Beauftragte gegen Antisemitismus
Die Hochschule Nordhausen (HSN) engagiert sich entschieden gegen Diskriminierung und Antisemitismus.
Vor dem Hintergrund des sprunghaften Anstiegs antisemitischer Vorfälle seit dem 7. Oktober 2023 stärkt sie gezielt das Bewusstsein für die historischen Wurzeln sowie die gegenwärtigen Erscheinungsformen des Antisemitismus. Dabei setzt die HSN sowohl auf präventive Sensibilisierungsmaßnahmen als auch auf anlassbezogene Interventionen. Sie unterstützt das Forderungspapier der Hochschulrektorenkonferenz vom 15. November 2023.
Die Beauftragte gegen Antisemitismus verwendet die Arbeitsdefinition von Antisemitismus – IHRA (International Holocaust Remembrance Alliance). Diese Arbeitsdefinition bezieht sich sowohl auf klassische als auch auf gegenwärtige Erscheinungsformen des Antisemitismus wie den israelbezogenen oder den Post-Schoa-Antisemitismus.
Die HSN richtet ihre Arbeit in der Antisemitismusprävention auf Grundlage und im Einklang mit der Bekämpfung des Antisemitismus | thueringen.de aus und kooperiert mit dem Landesbeauftragten für jüdisches Leben in Thüringen.
Für die HSN stellt die Sensibilisierung für Erscheinungsformen des Antisemitismus einen fortlaufenden Bildungsauftrag dar. Durch zeitgemäße Formate wie Workshops, Seminare und Dialogangebote in akademischen Bereichen soll das Bewusstsein für die Persistenz antisemitischer Ressentiments und Weltbilder geschärft sowie die Antisemitismuskritik gestärkt werden. Ziel ist es, einen differenzierten, inhaltsgeleiteten Diskurs zu fördern.
Die HSN sieht sich in der Pflicht, sich nicht nur den gesellschaftlichen Herausforderungen der Gegenwart zu stellen, sondern auch die Geschichte der Region kritisch zu reflektieren und zugleich eine zukunftsweisende Arbeit in der Prävention zu leisten. Die hier angebotenen Formate ergänzen das bestehende Angebot zur Sensibilisierung zu Formen der Diskriminierung.
Antisemitismus ist ein eigenständiges, historisch gewachsenes gesellschaftliches Phänomen mit spezifischen ideologischen, kulturellen und strukturellen Ausprägungen. Aufgrund seiner Vielschichtigkeit und Wandlungsfähigkeit stellt er eine besonders komplexe Form diskriminierenden Handelns dar, deren Analyse, Einordnung und wirksame Bekämpfung ein besonderes Augenmerk und eine ausgewiesene fachliche Expertise erfordern.
WORT Nord – Weltoffene Region Thüringens: Prof. Dr. Cordula Borbe, Prof. Dr. Maik Arnold, Prof. Dr. Sebastian Voswinkel, Thüringer Ministerium für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie
Freiraum:, Click, Think, Reflect – Interaktive Gestaltung des Moodlekurses Diversität und Service Learning
Forschungsgebiete:
Gedenkstättenarbeit und Soziale Arbeit
Diversität in der Systemischen Beratung
Resilienz im ländlichen Raum
Sozialraumorientierte Ansätze
Diversität und Intersektionalität
Versorgungsbedarf psychisch erkrankter Menschen
Gleichstellung
Weiterbildungen
Zeit
Ausbildung / Studium / Tätigkeit
1997-1998
Weiterbildung „Heilpädagogisches Voltigieren“
1997-2000
Weiterbildung „Systemische Therapie und Beratung“
2007
Schulung im Hospizverein Wolfsburg e.V.: „Begleitung sterbender Menschen“
2010-2012
Weiterbildung „Systemische Supervision und Coaching“
2015-2016
Weiterbildung „Social Justice und Diversity Trainerin“ an der Fachhochschule Potsdam
Gutachterinnentätigkeit
Wissenschaftsrat für Systemakkreditierungen
Drittmittelprojekte
Wohnortnaher rehabilitativer Versorgungsbedarf psychisch erkrankter Menschen im Altenburger Land im Auftrag der Evangelischen Lukas-Stiftung Altenburg(mit M. Steffens) (05/2015 – 06/2016)
Erstellung eines Projektberichts zum Jugendförderplan: Metaanalyse Daten Jugendförderplan / Jugendamt Eichsfeld (Februar 2019)
Landratsamt Eichsfeld / Quantitative Umfrage: Jugendclubnutzung und Teilhabe von Jugendlichen im Landkreis Eichsfeld (Juni 2019)
Resilienz im ländlichen Raum durch Bürger*innenbeteiligung am Beispiel des Donnersbergkreises, Rheinland Pfalz (10/2017 – 09/2019)
Inverted classroom für Handlungskonzepte Sozialer Arbeit (ICfürHaSozA) (04/2023 – 09/2023)
2025|Hochschulsozialarbeit als Ressource für akademisches Gelingen. (Mit Jahne, I.) In: Die Neue Hochschule (2025-6). S. 20-23. Bonn: hlb-Bundesvereinigung e. V.
2023|Service Learning und Professionalität – Chancen und Herausforderungen für die Soziale Arbeit. (Mit P. Harth) In: Görtler, Michael; Taube, Gabriel; Thielemann, Nurdin (Hrsg.): Soziale Arbeit und Professionalität: Reflexionen zwischen Theorie, Lehre und Praxis. Verlag Barbara Budrich GmbH (Opladen, Berlin, Toronto).
2022|Kulturelle Erinnerungsarbeit als Auftrag für die Theorie und Praxis Sozialer Arbeit in der Einwanderungsgesellschaft nach 1989. (Mit K. Hahnemann) In: Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung Dresden (Hrsg.): Totalitarismus und Demokratie. Zeitschrift für Internationale Diktatur- und Freiheitsforschung. Band 18, 2/2021. Online: www.vr-elibrary.de/doi/epdf/10.13109/tode.2021.18.2.227
2020|Konzept der Praxisintegration und -begleitung. (Mit D. Skyba) In: Debiel, Stefanie; Lamp, Fabian; Escher, Kristin; Spindler, Claudia: Fachdidaktik Soziale Arbeit – Fachwissenschaftliche und lehrpraktische Zugänge zur Vermittlung von Disziplin und Profession. (Zur Veröffentlichung angenommen)
2019|Gesund im Donnersbergkreis. Resilienz im ländlichen Raum durch Bürger*innenbeteiligung am Beispiel des Donnersbergkreises (Rheinland Pfalz). Forschungsbericht. (Mit K. Hahnemann, M. Hünninghaus, V. Jendricke, M. Steffens, P. Harth, C. Bandey)
2018|Resilience in rural areas through participation. In: The new health in the village. Pfalzklinikum. E-book: www.openaccessgovernment.org/resilience-in-rural-areas-through-participation-insight-from-a-mental-health-provider/54529/
2017|Vielfalt contra Populismus – Ideen für „Familie Mensch“ / Anregungen zu einem erweiterten Inklusionsbgeriff im Kontext der Diakonie. In: Zeitschrift des Diakoniewerks Kirchröder Turm
2016|Inklusion! Was? Wie? Perspektiven auf einen komplexen Gegenstand. (Mit Möller-Dreischer, S.; Seidel, A.)
2015|Gender und Diversity in Lehre und Forschung. (Mit Müller, A. / Thüringer Kompetenznetzwerk Gleichstellung)
2014|Familie und psychische Gesundheit – Anspruch und Wirklichkeit. (Mit Steffens, M.; Jendricke, V.)
2014|Paare und ihre Therapeuten: Das Relational-Mind-Projekt. (Mit M. Borcsa; J. Hille; D. Skyba) In: Stein, B.; Wilms, B.: Paartherapie. Psychotherapie im Dialog
2014|Supervision als Möglicheit sinnhafter Reflexion im Handlungsansatz des Case Management. In: Fachzeitschrift Case Management
2013|Work-Life-Balance als Pflege des Selbst. Oder wie die Verflechtung zwischen Berufs- und Privatleben Sinn findet. Zeitschrift: Heilberufe 05/2013
2012|Gender- und Diversityaspekte in der Darstellung von Lernergebnissen – Hochschuldidaktische Praxisforschung am Beispiel der Teilzeit-Studiengänge Pflegemanagement und Pflegepädagogik (geplant für den Sammelband zum 10jährigen Bestehen des Zentrums für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterstudien (ZIF) an der HAWK Hildesheim/ Holzminden/ Göttingen)
2011|Erfolgreiche Zusammenarbeit – Lebenslanges Lernen an der Werner-Schule vom DRK in Kooperation mit der HAWK. Die Rotkreuzschwester, 01/2011
2010|Zirkuläres Fragen für trauernde Menschen. Zeitschrift pflegen: palliativ, Nr. 07/10, Friedrich Verlag: Seelze
2008|Frauengestalten. Beitrag in: Frauen lehren und forschen an der HAWK
2006|Dissertationsdruck: Entwicklungstendenzen systemischer Beratung bei chronischen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter. Olms-Verlag: Hildesheim / Zürich / New York
2006|Effizienz und Effektivität auf der Verhaltensebene. Institut für Therapeutisches Reiten e.V., Heilpädagogik und Soziale Arbeit – der Einsatz des Pferdes in der Behinderten- und Jugendhilfe: www.hawk-hhg.de/sozialearbeitundgesundheit/media/HeilpaedagogikUndSozialeArbeit.pdf
2000|Dokumentationen auf der Verhaltensebene beim Heilpädagogischen Voltigieren. Zeitschrift Therapeutisches Reiten, 1/2000
Vorträge
Borbe, Cordula (2018): Ergebnisse der Sozialraumbegehungen im ländlichen Raum. Vortrag im Rahmen des Bürger*innenforums zum Projekt „Resilienz im ländlichen Raum durch Bürger*nnenbeteiligung am Beispiel des Donnersbergkreises“. Rockenhausen (29.05.2018)
Borbe, Cordula (2018): Interviews mit Bürger*innen des Donnersbergkreises. Vortrag im Rahmen des Bürger*innenforums zum Projekt „Resilienz im ländlichen Raum durch Bürger*innenbeteiligung am Beispiel des Donnersbergkreises“. Rockenhausen (13.06.2018)
Borbe, Cordula (2018): Tauschbörse „Tausch Dich gesund“. Vortrag im Rahmen des Büger*innenforums zum Projekt „Resilienz im ländlichen Raum durch Bürger*innenbeteili-gung am Beispiel des Donnersbergkreises“. Rockenhausen (24.10.2018)
Borbe, Cordula (2018): Handlungsempfehlungen zum Thema kommunale Resilienz. Vortrag im Rahmen des Bürger*innenforums zum Projekt „Resilienz im ländlichen Raum durch Bürger*innenbeteiligung am Beispiel des Donnersbergkreises“. Rockenhausen (8.11.2018), Vorstellung am 3./4. September 2019 im Rahmen einer öffentlichen Abschlusspräsentation (siehe Pressemitteilung der Resilienzinitiative und des Wochenblatts Rockenhausen unter http://www.resilienz-pfalz.de/news/detail/mit-vernetzung-kann-veraenderung-gelingen-gesund-im-donnersbergkreis-praesentiert-abschlussbericht/)
Borbe, Cordula; Steffens, Markus (2018): Resilienz im ländlichen Raum durch Bürger*innenbetei-ligung am Beispiel des Donnersbergkreises. Vortrag im Rahmen der Klausurtagung der Resilienz-Initiative des Pfalzklinikums. Rockenhausen (31.10.2018)
Borbe, Cordula (2019): Intersektionalität begreifen -Handlungsoptionen finden. Einführung in den Begriff der Intersektionalität. 4. Symposium des Instituts für Sozialmedizin, Rehabilitationswissenschaften und Versorgungsforschung (ISRV) „Intersektionalität begreifen -Handlungsoptionen finden“, 25.05.2019, Hochschule Nordhausen
Borbe, Cordula (2019): Was uns gesund hält – Vorstellung der Ergebnisse der kommunalen Resilienzforschung. Symposium „Gesund Dörfer – Gesunde Menschen“ Göcklingen, in Zusammenarbeit mit der Initiative „Die Pfalz macht sich / Dich stark – Wege zur Resilienz“ (16.11.2019)
InkluWas?: 2015: Inklusion aus Sicht der Sozialen Arbeit. 3. Symposium des Instituts für Sozialmedizin, Rehabilitationswissenschaften und Versorgungsforschung (ISRV) „InkluWas?“, 07.11.2015, Hochschule Nordhausen.
Fachbereichstag Soziale Arbeit
Deutsche Gesellschaft für Soziale Arbeit (DGSA)
Bundesweite Arbeitsgemeinschaft der Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer (BafF e.V.)
Zeit
Tätigkeit
10/2014 – 09/2016
Mitglied im geschäftsführenden Vorstand des ISRV
10/2016 – 03/2020
Prodekanat für den Studienbereich Gesundheits- und Sozialwesen
Seit 10/2016
Fachbereichsratmitglied
Seit 20/2016
Studiengangsbeauftragte für den Studiengang Gesundheits- und Sozialwesen
Michelle Robertson, Assistant Social work professor
Als Beauftragte gegen Antisemitismus ist Prof. Dr. Borbe zentrale Ansprechperson bei antisemitischen Vorfällen und Fragen rund um das Thema Antisemitismus an der HSN.
Prof. Dr. Cordula Borbe
Prof. Dr. Cordula Borbe
Professorin, Vizepräsidentin für Studium und Lehre
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