Diese Weiterbildung schafft ein wissenschaftlich fundiertes und zugleich anwendungsorientiertes Vertiefungsangebot für Fachkräfte in psychosozialen Einrichtungen, die mit Menschen arbeiten, die Traumatisierungen erlebt und oft durch Traumafolgestörungen Unterstützungsbedarf haben.
Diese Weiterbildung:
- schärft den professionellen Blick auf die Menschen, für die wir in den Einrichtungen Unterstützungsmöglichkeiten bereitstellen,
- fördert diagnostisch-verstehende traumasensible Zugehensweisen,
- vermittelt Methoden zur emotionalen, körperlichen und sozialen Stabilisierung und Förderung,
- erweitert die Selbstreflexion und
- fördert den sensiblen Blick auf die eigene Selbstfürsorge.
Im Zertifikatskurs „Traumapädagogik / Traumafachberatung“ wechseln sich Präsenzzeiten in der Gruppe mit einem Theorie-Praxis-Transfer und Peergruppentreffen ab. Der Kurs erstreckt sich über einen Zeitraum von einem Jahr und baut auf sechs thematisch aufbauenden Modulen auf.
Diese finden als ganztägige Blockveranstaltungen donnerstags bis samstags (9.00 bis 18.30 Uhr) in Erfurt statt.
Auf einen Blick
| Zertifikatskurs | Info |
|---|---|
| Abschluss: | Zertifikat |
| Dauer: | ein Jahr |
| Lehrsprache: | Deutsch |
| Format: | Präsenz, Zertifikatskurs |
| Kursbeginn: | Juli 2026 |
| Voraussetzungen: | Berufstätigkeit in einem psychosozialen Arbeitsfeld |
| Anmeldezeitraum: | ab jetzt bis zum 15.07.2026 |
| Zulassungsbeschränkung: | begrenzte Teilnehmendenzahl |
| Generelle Zulassungsvoraussetzungen: |
|
| Kursgebühren: | 3.375,00 € für den kompletten Zertifikatskurs inklusive Supervision und Zertifikatsgebühr der DeGPT/FVTP. Hinzu kommen Übernachtungs- und Verpflegungskosten je nach Bedürfnis der Teilnehmenden. |
WTP Termine Kurs 2026-2027
Modulname | Inhalte | Termine |
|---|---|---|
Modul 01: Grundlagen der Traumapädagogik | Psychotraumatologie – diagnostische Herausforderungen – zentrale Konzepte der Traumapädagogik – Ressourcenorientierung und Selbstfürsorge | 13.-15.08.2026 |
Modul 02: Reflexion und Selbsterfahrung | Reflexion der eigenen beruflichen Rolle in Bezug auf Biografie und Gegenwart – Beziehungsgestaltung in traumazentrierten Arbeitsbereichen – Selbsterfahrung | 15.-17.10.2026 |
Modul 03: Pädagogische Interventionen bei Traumatisierung | Voraussetzungen und Möglichkeiten der Stabilisierung – traumaspezifische Krisenintervention – Grundwissen zu körperlicher, sozialer und psychischer Stabilisierung – Schutzkonzepte vor Retraumatisierungen | 17.-19.12.2026 |
Modul 04: Vertiefung Traumafachberatung | Allgemeine Beratungsansätze – traumazentrierte, Beratungsplanung und -prozesse – Abgrenzung Traumapädagogik und Traumafachberatung | 11.-13.02.2027 |
Modul 05: Vertiefung Traumapädagogik | Traumapädagogische Konzepte und Handlungsfelder – Traumapädagogik im Kontext verschiedener Zielgruppen und Settings – gruppenzentrierte Traumapädagogik – kultursensible Traumapädagogik | 08.-10.04.2027 |
Modul 06: Abschlussmodul | Projektpräsentation und Prüfungsgespräch | 01.-03.07.2027 |
Diese Weiterbildung ist geeignet für Berufstätige, die in psychosozialen Arbeitsfeldern mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen arbeiten, die Traumatisierungen erlebt haben und Unterstützung benötigen (zum Beispiel Einrichtungen der stationären Kinder- und Jugendhilfe, Pflegeeinrichtungen, Tagesstätten, Beratungsstellen, heilpädagogische Tagesgruppen, Suchtberatungsstellen, Schulsozialarbeit, betreutes Wohnen usw.).
Sie erhalten mit dieser Weiterbildung einen anerkannten Doppelabschluss in Traumapädagogik / Traumafachberatung der Deutschen Gesellschaft für Psychotraumatologie (DeGPT) und des Fachverbandes Traumapädagogik (FVTP), wenn die Voraussetzungen der beiden Fachgesellschaften (weitere Informationen unter: www.degpt.de/weiterbildung-curricula) erfüllt sind.
Wenn Zertifizierungsvoraussetzungen der DeGPT/FVTP nicht erfüllt sind, ist die Teilnahme an der Weiterbildung trotzdem möglich. Die Teilnahme wird dann mit einer Bescheinigung der Hochschule Nordhausen bestätigt.
Warum sollten Sie an dieser Weiterbildung der Hochschule Nordhausen, die in Erfurt stattfindet, teilnehmen?
- Die Arbeit mit Menschen, die komplexe Traumatisierungen erlebt haben und deswegen in der Interaktion herausfordernd sind, wird einfacher.
- Es macht Spaß, in der Gruppe gemeinsam Inhalte zu erarbeiten, um sie dann gleich am nächsten Tag auf Arbeit umzusetzen.
- Die Zufriedenheit mit der Arbeit steigt.
- Erfurt ist ein toller Weiterbildungsort.
Diese Weiterbildung unterstützt Fachkräfte, die mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen arbeiten, die traumatisiert sind und daher Schwierigkeiten in der Interaktion haben, in den folgenden Arbeitsfeldern:
- psychosoziale Einrichtungen im ambulanten, teilstationären und stationären Setting für Kinder, Jugendliche und Erwachsene
- Beratungsstellen
- Einrichtungen zur Krisenintervention
- familienunterstützende Dienste
- Einzelfallhilfe
Zulassungsvoraussetzungen für den Erwerb des Zertifikats der Deutschen Gesellschaft für Psychotraumatologie/Fachverbandes Traumapädagogik
- abgeschlossene Berufsausbildung/Fachschulen sozialadministrativer, erzieherischer oder pflegerischer Berufe (z.B. Erzieher:innen, Pflegefachkräfte, Hebammen, Ergotherapeut:innen o.Ä.) oder
- Hochschul-/Fachhochschulabsolvent:innen mit psychologischen, pädagogischen und verwandten Abschlüssen, z.B. Dipl.-Psycholog:innen und Ärzt:innen, Dipl.-Pädagog:innen, Dipl.-Sozialarbeiter:innen/-pädagog:innen, Dipl.-Heilpädagog:innen, Sonderpädagog:innen, Lehrer:innen, Dipl.-Theolog:innen, Dipl.-Soziolog:innen oder analoge Abschlüsse (B.A., M.A.)
- eine mindestens dreijährige Berufserfahrung in einem relevanten Praxisfeld für die aufgeführten Berufsgruppen (Praktika und Anerkennungsjahre zählen auch)
- die vollständige Teilnahme an allen Modulen inkl. Supervisions- und Zertifizierungsmodul/ Abschlussmodul
- eine Projektvorstellung und zwei anonymisierte Fallvorstellungen (jeweils mündlich und schriftlich). Die schriftliche Dokumentation der Fallvorstellungen und Projekte ist entlang eines vom Institut vorgegebenen Schemas vorzunehmen. Die Fallvorstellung und das Projekt der Kandidat:innen sind durch Originaldokumente zu belegen (z.B. Video- oder Tonbandaufnahmen, Zeichnungen, Tagebuchnotizen o.Ä. der Klient:innen) und
- nicht mehr als 10 UE Fehlzeiten (darüber hinausgehende Fehlzeiten müssen auf Kosten der Teilnehmer:innen nachgeholt werden).
Weitere Informationen: www.degpt.de/weiterbildung-curricula
Wenn Zertifizierungsvoraussetzungen der DeGPT/FVTP nicht erfüllt sind, ist die Teilnahme an der Weiterbildung trotzdem möglich. Die Teilnahme wird dann mit einer Bescheinigung der Hochschule Nordhausen bestätigt.
- Sie laden sich den Anmeldebogen herunter und schicken ihn ausgefüllt zusammen mit einem
- kurzen tabellarischen Lebenslauf der Berufsbiografie per E-Mail an: .
- Dann wird ein kurzes Vorgespräch per Telefon oder online vereinbart.
- Nach dem Eingang der danach zugesandten und von Ihnen unterschriebenen Weiterbildungsvereinbarung in der Hochschule Nordhausen bekommen Sie die Zusage für einen festen Platz in der Weiterbildung.
Die Weiterbildung ist in sechs Module von Donnerstag bis Samstag gegliedert und erstreckt sich über den Zeitraum von einem Jahr. Zwischen den Präsenzphasen sind Peergruppentreffen im Onlinesetting vorgesehen.
Die Weiterbildung findet in Kooperation mit dem Bildungshaus St. Ursula, Erfurt statt.
Adresse der Seminarstätte:
Bildungshaus St. Ursula, Trommsdorffstraße 29, 99084 Erfurt.
Die Bildungsstätte ist rollstuhlgerecht.
Anfahrt
- mit dem PKW zum Bildungshaus St. Ursula, Erfurt:
Entweder Parken auf einem der großen Park-Ride-Parkplätzen am Stadtrand von Erfurt und Fahrt mit der Straßenbahn bis zur Haltestelle Anger (von dort aus zwei Minuten Fußweg) oder Parkmöglichkeit im Anger1-Parkhaus (von dort aus zwei Minuten Fußweg).
- mit der Deutschen Bahn zum Bildungshaus St. Ursula, Erfurt:
Zehn Minuten Fußweg vom Hauptbahnhof Erfurt oder Fahrt vom Hauptbahnhof Erfurt mit der Straßenbahn bis zur Haltestelle Anger (eine Haltestelle) und dann zwei Minuten Fußweg.
Erhalten Sie hier einen grundlegenden Überblick zu Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten einer Weiterbildung:
- Informationen zur Weiterbildungsförderung (Broschüre der DGWF)
- Finanzierungsmöglichkeiten Erwachsenenbildung (Empfehlungen von Studierenden)
- Weitere Informationen erhalten Sie zum Beispiel auf test.de, studieren-berufsbegleitend.de, studieren.de, vlh.de
- Eine vertiefende Recherche zu den Programmen ermöglicht die Förderungssuche des Deutschen Bildungsservers für Weiterbildungskurse. Hier können Sie Angebote zur Weiterbildungsförderung und gesetzliche Regelungen zur Weiterbildung finden.
- Des weiteren finden Sie Informationen über die Fördermöglichkeiten bundesweit (D), sowie die länderspezifischen Fördermöglichkeiten der Bundesländer*, wie beispielweise Bildungsurlaubs-/Bildungsfreistellungsgesetz.
Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung
Eine direkte Förderoption bietet das Bundesministerium für Bildung und Forschung über die Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung. Alle zugehörigen Informationen finden Sie unter: www.sbb-stipendien.de
Aufstiegsstipendium – die Studienförderung für Berufserfahrene
Aktuell ist die Online-Bewerbung für das Aufstiegsstipendium – die Studienförderung für Berufserfahrene wieder möglich.
Studieninteressierte und Studierende können sich bis Montag, 9. Juni 2025 um ein Aufstiegsstipendium bewerben. Das Stipendienprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unterstützt Fachkräfte mit Berufsausbildung und mehrjähriger Praxiserfahrung bei einem ersten akademischen Hochschulstudium.
Detaillierte Informationen zum Aufstiegsstipendium
Finanzielle und ideelle Förderung
Für ein Vollzeitstudium erhalten Stipendiatinnen und Stipendiaten 992 Euro pro Monat plus 80 Euro Büchergeld (also insgesamt 1.072 Euro) und für ein berufsbegleitendes Studium 3.045 Euro im Kalenderjahr. Die Leistungen sind eine Pauschale und einkommensunabhängig.
Zusätzlich gibt es eine umfangreiche ideelle Förderung: Geförderte können an zahlreichen Seminaren zu unterschiedlichen Themen teilnehmen. Zudem gibt es Regionalgruppen vor Ort und ein digitales Netzwerk, über die sie sich untereinander vernetzen und austauschen können.Bewerbungen sind bereits vor Beginn des Studiums und bis zum Ende des zweiten Semesters möglich. Es gibt keine Altersbegrenzung für die Bewerbung.
Informationsmaterial und Bewerbungsberatung
Bei Fragen rund um die Bewerbung steht Ihnen gerne unser Team der Bewerbungsberatung zur Seite. Die Kolleginnen und Kollegen sind per E-Mail () oder telefonisch zu erreichen unter 0228 / 62931 -43 oder -51.
Darüber hinaus bietet das Bundesministerium für Arbeit und Soziales in Kooperation mit den Agenturen für Arbeit einen digitalen Weiterbildungslotsen an.
In manchen Fällen beteiligen sich Arbeitgeber*innen an den Kosten für einen weiterbildenden Masterstudiengang / Zertifikatsstudiengang / Weiterbildungskurs. Diese wiederum haben die Möglichkeit, sich unternehmensspezifische Förderungen einzuholen. Verweisen Sie im Gespräch mit Ihrem Arbeitgeber bzw. Ihrer Arbeitgeberin gern auf den Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit.
Kosten für Weiterbildung können, beispielsweise als Werbungskosten, steuerlich geltend gemacht werden. Hierzu können Sie sich beim Finanzamt beraten lassen.
Wir freuen uns, wenn diese Zusammenstellung Ihnen hilfreich ist, eine für Sie passende Fördermöglichkeit für Ihre akademische Weiterbildung an der Hochschule Nordhausen zu finden.
Ihr Team des Institutes für akademische Weiterbildung
Das wünschen wir Ihnen!
Gern können Sie mit weiteren Fragen auf uns zukommen.
Web Links:
Kontakt:

Kontaktaufnahme via E-Mail ist zu jeder Zeit möglich und wird schnellstmöglich beantwortet:










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