30. Mai 2025


Mit einem neuen Teilnehmerrekord und zahlreichen innovativen Formaten hat die 27. Internationale Projektwoche an der Hochschule Nordhausen vom 19. bis 23. Mai 2025 ein starkes Zeichen für Internationalität, Praxisbezug und interkulturellen Austausch gesetzt. Über 300 Studierende sowie 26 Gastlehrende aus ganz Europa und Deutschland nahmen an dem einwöchigen Veranstaltungsformat teil – so viele wie nie zuvor seit dem Ende der Pandemie.

Internationale Begegnung auf dem Campus: Studierende und Lehrende aus ganz Europa tauschten sich im Rahmen der 27. Internationalen Projektwoche an der Hochschule Nordhausen fachlich und kulturell aus.

Fotos: HSN

Eröffnet wurde die Woche von Prof. Dr. Viktor Wesselak, Vizepräsident für Forschung und Entwicklung, der die Gäste herzlich willkommen hieß und die strategische Bedeutung internationaler Kooperationen betonte. Mit 23 Lehrenden von europäischen Partnerhochschulen sowie Vertretern aus Praxisorganisationen und drei weiteren deutschen Hochschulen war die diesjährige Projektwoche die bislang größte ihrer Art.

Das thematische Spektrum war breit gefächert: Ob KI-gestützte Kommunikation, Konfliktmanagement, Marketing oder IT – in zahlreichen Projekten wurde nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch interdisziplinäres Denken und internationale Zusammenarbeit gefördert. Eine besondere Premiere war die Durchführung eines gemeinsamen Projektkurses zum Thema „Digitales Marketing“ mit Studierenden und Lehrenden der Universität Gdańsk (Polen). Auch über die Landesgrenzen hinaus wurde gearbeitet: Eine Gruppe aus dem Studienbereich Gesundheits- und Sozialwesen begab sich auf Exkursion nach Luxemburg und Belgien, um dortige Frühfördersysteme kennenzulernen.

Hochschulpräsident Prof. Dr. Jörg Wagner reiste derweil im Rahmen einer Delegation unter Leitung des Thüringer Ministerpräsidenten und der Thüringer Wirtschaftsministerin in die USA, um auch dort internationale Netzwerke weiter auszubauen.

Erstmalig wurde in diesem Jahr für die internationalen Gäste ein umfangreiches regionales Begleitprogramm angeboten: Professor Wesselak stellte aktuelle Forschungsprojekte der Hochschule vor, während Dr. Pascal Leibbrandt einen spannenden Überblick zur Geschichte und Gegenwart Nordhausens gab. Stadtführer Thomas Hoffmann nahm die Lehrenden mit auf eine englischsprachige Entdeckungstour durch die Altstadt.

Ein abwechslungsreiches Freizeitprogramm rundete die Woche ab: Von einem englischsprachigen Spieleabend in Kooperation mit der Stadtbibliothek, über eine Zumba-Pause in englischer Sprache bis hin zu einer Einführung in die Cyanotypie war für kulturelle Vielfalt gesorgt. Ein Highlight war die IPW-Party im Studierendenclub „Karzer“, bei der die Gastlehrenden selbst als DJs an den Turntables standen – gefolgt von einem internationalen Karaoke-Abend, der Studierende und Lehrende gleichermaßen begeisterte.

Auch beim Tag der offenen Tür am 24. Mai konnten sich Besucher von der internationalen Ausrichtung der Hochschule überzeugen: In zahlreichen Mini-Workshops und Präsentationen wurden Einblicke in Projektarbeiten gegeben – ein Angebot, das besonders von Eltern als Beleg für die vielfältigen Förder- und Auslandsmöglichkeiten der Hochschule geschätzt wurde.

Mit ihrer 27. Auflage beweist die Internationale Projektwoche der Hochschule Nordhausen erneut, dass gelebte Internationalität und regionale Verwurzelung kein Widerspruch sind – sondern vielmehr ein Zukunftsmodell.

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