
Home | Neue Professur an der Hochschule Nordhausen: Dr.-Ing. Florian Hohmann lehrt Maschinenbau und Konstruktion
24. August 2026
Der Maschinenbauingenieur verbindet klassische Konstruktion mit nachhaltiger Produktentwicklung und bringt Entwicklungserfahrung aus der Industrie mit. In Lehre und Forschung will er zeigen, wie sich Produkte so gestalten lassen, dass sie nicht nur funktional, sondern über den gesamten Lebenszyklus ressourcenschonend, langlebig und intelligent sind.

Nordhausen, 18. August 2026. Die Hochschule Nordhausen hat Dr.-Ing. Florian Hohmann zum Professor für Maschinenbau/Konstruktion ernannt. Präsident Prof. Dr. Jörg Wagner überreichte die Ernennungsurkunde. Damit verstärkt Hohmann den Fachbereich Ingenieurwissenschaften und bringt sowohl praktische Entwicklungserfahrung als auch Forschungswissen im Bereich nachhaltiger Produktentwicklung mit.
Florian Hohmann promovierte an der TU Braunschweig. Seine Dissertation trägt den Titel „Multisensorisches Messsystem für Holzvollernter-Prozessoren“ und zeigt auf, wie ein gezielter Einsatz optischer Sensoren in der Ernteguterfassung das Potential hat, die gesamte Rohholz-Wertschöpfungskette zu optimieren. Vor seinem Wechsel an die Hochschule war er als Entwicklungsingenieur in der Technischen Entwicklung der Volkswagen AG in Wolfsburg tätig, wo er an Fahrerassistenzsystemen der prädiktiven Sicherheit arbeitete. Bereits parallel dazu unterrichtete er als Lehrbeauftragter an der Hochschule Magdeburg-Stendal.
In seiner Professur verbindet Hohmann klassische Maschinenbaukompetenzen mit aktuellen Zukunftsfragen – ein Ansatz, den er als „Smart Sustainable Product Engineering“ beschreibt. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der nachhaltigen Produktentwicklung mit Blick auf den gesamten Produktlebenszyklus. Dabei geht es um Fragen wie: Wie lassen sich Produkte so konstruieren, dass sie gut gewartet, repariert oder wiederverwendet werden können? Und wie kann man durch intelligente Integration von Sensoren in das Produkt oder das System dazu beitragen, Systeme kontinuierlich zu verbessern und Ressourcen zu schonen? Diese Themen sind sowohl für die Industrie als auch für den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen relevant.
„Ich möchte Studierende so ausbilden, dass sie den Ingenieursstandort Deutschland langfristig sichern können“, sagt Prof. Dr.-Ing. Florian Hohmann. „Mein Ziel ist es, technisches Können mit Weitsicht zu verbinden – damit ‚Made in Germany‘ auch in Zukunft im internationalen Wettbewerb eine Rolle spielt. Nachhaltige Systementwicklung ist dabei kein Zusatz, sondern gehört für mich zum Kern moderner Ingenieurarbeit.“
„Mit Florian Hohmann gewinnen wir einen Ingenieur, der Entwicklungserfahrung aus der Industrie und ein klares Verständnis für Nachhaltigkeit mitbringt“, sagt Prof. Dr. Jörg Wagner, Präsident der Hochschule Nordhausen. „Gerade die Verbindung von klassischem Maschinenbau und Fragen des Ressourcenschutzes ist ein Thema, das für unsere Studierenden und für die regionale Wirtschaft an Bedeutung gewinnt. Ich freue mich, dass er diese Perspektive nun in Lehre und Forschung einbringt.“
Neben der Lehre liegt Professor Hohmanns Fokus darauf, die zahlreichen Kooperationspartner der Hochschule aus Industrie und Wirtschaft kennenzulernen. Aus diesen Kontakten entstehen praxisnahe Projekte und aktuelle Fragestellungen, die direkt in die Lehre einfließen – so lernen Studierende an realen Anforderungen aus Unternehmen und knüpfen früh Verbindungen für Praktika, Abschlussarbeiten und den späteren Berufseinstieg.
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