29. Juni 2026


Ernst-Abbe-Hochschule Jena, Fachhochschule Erfurt, Hochschule Nordhausen und Hochschule Schmalkalden starten strukturierten Beteiligungsprozess zur Verwaltungstransformation.

Gruppe von Menschen im FreienFoto: Silvio Hungsberg
Rund 40 Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Hochschulleitung der vier thüringischen HAW trafen sich am 17. Juni 2026 an der Fachhochschule Erfurt zum zweiten Beteiligungsworkshop im Rahmen der gemeinsamen Verwaltungstransformation. (Foto: Silvio Hungsberg)

Erfurt/Jena/Nordhausen/Schmalkalden, (29.06.2026). Die vier staatlichen Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) in Thüringen – Ernst-Abbe-Hochschule Jena, Fachhochschule Erfurt, Hochschule Nordhausen und Hochschule Schmalkalden – arbeiten gemeinsam daran, ihre Hochschulverwaltungen für die Herausforderungen der kommenden Jahre aufzustellen.

Am 17. Juni 2026 fand an der Fachhochschule Erfurt der zweite von drei geplanten Beteiligungsworkshops statt, den die vier Hochschulen gemeinsam mit der Hochschulberatung rheform durchführen.

Gemeinsam auf Herausforderungen reagieren

Der demografische Wandel, ein sich verschärfender Fachkräftemangel, die fortschreitende Digitalisierung und knapper werdende öffentliche Mittel stellen Hochschulverwaltungen vor wachsende Herausforderungen. Die Kanzlerinnen und Kanzler der vier HAW haben sich deshalb entschlossen, diesen Entwicklungen frühzeitig, gemeinsam und zukunftsorientiert zu begegnen. Ziel ist es, durch eine intensivere Vernetzung der Verwaltungsleistungen – bis hin zu geteilten Prozessstrukturen (Shared Services) – auch künftig professionelle Services für Wissenschaft, Lehre und Studium an allen vier Standorten nicht nur sicherzustellen, sondern gezielt weiterzuentwickeln und zu stärken. Der Fokus der HAW-Kanzlerinnen und Kanzler richtet sich dabei auf die von ihnen verantworteten Verwaltungsbereiche der Hochschule. 

Um diesen Veränderungsprozess strukturiert und unter Einbindung aller relevanten Perspektiven zu gestalten, haben die vier Hochschulen gemeinsam die Münchener Hochschulberatung rheform beauftragt. rheform unterstützt Hochschulen und Forschungseinrichtungen bei Strategie-, Organisations- und Transformationsprozessen und verbindet dabei Wissenschaftsmanagement, Organisationsentwicklung und Datenanalyse.

Dreistufiger Beteiligungsprozess

Der Beteiligungsprozess gliedert sich in drei workshopbasierte Formate, die unterschiedliche Perspektiven in die Entwicklung einer gemeinsamen Roadmap einbringen:

  • Workshop mit den Personalräten der vier HAW (abgeschlossen, 12. Mai 2026)
  • Workshop mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der vier HAW zur Aufnahme der internen Kundenperspektive (abgeschlossen, 17. Juni 2026)
  • Workshop mit Beschäftigten aus Verwaltung und Technik (geplant, 20. August 2026)

Wissenschaft gestaltet Verwaltung mit

Beim Workshop am 17. Juni 2026 in den Räumen der Fachhochschule Erfurt kamen knapp 40 Vertreterinnen und Vertreter aus den Fakultäten und Fachbereichen aller vier Hochschulen zusammen – darunter Professorinnen und Professoren, Lehrkräfte für besondere Aufgaben, wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Fakultätsgeschäftsleitungen sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Dekanaten. Mehrere Dekane und Prodekane nahmen ebenso teil wie eine Vizepräsidentin für Studium und Lehre.

Im Mittelpunkt stand die Frage, welche Verwaltungsleistungen die Wissenschaft an den vier Hochschulen in Zukunft benötigt: In welchen Bereichen wünscht sie sich stärkere Unterstützung, welche Aufgaben könnten hochschulübergreifend erbracht werden und wo sind Ansprechpersonen vor Ort auch künftig unverzichtbar? Die Ergebnisse werden am 2. Juli 2026 in einem gemeinsamen Konsolidierungsworkshop der Hochschulen gebündelt und den Teilnehmenden rückgespiegelt.

Nächste Schritte

Nach der Konsolidierung der Erkenntnisse aus den ersten beiden Workshops findet am 20. August 2026 der dritte Workshop statt – diesmal mit Beschäftigten aus Verwaltung und Technik der vier HAW, ebenfalls an der Fachhochschule Erfurt. Auf Basis aller drei Beteiligungsformate wird im Anschluss eine Roadmap entwickelt, die als Orientierungsrahmen für die weitere Strukturentwicklung der Verwaltungszusammenarbeit dient.

 


Über die beteiligten Hochschulen

Hochschule Nordhausen

Die Hochschule Nordhausen ist eine staatliche Hochschule in Thüringen mit einem praxisorientierten Studienangebot in den Bereichen Ingenieurwissenschaften, Wirtschaft, Sozialwissenschaften und Nachhaltigkeit. Rund 2.000 Studierende aus zahlreichen Ländern studieren derzeit auf dem Campus am Weinberghof. Forschung und Lehre sind eng mit regionalen und internationalen Partnern aus Wirtschaft, Gesellschaft und Wissenschaft vernetzt.

FH Erfurt

Die Fachhochschule Erfurt steht für praxisnahe Lehre und anwendungsorientierte Forschung unter dem Leitgedanken „Wir gestalten Transformation“. In sechs Fakultäten bietet sie ein vielfältiges Studienangebot mit 17 Bachelor- und 19 Masterstudiengängen. Rund 4.100 Studierende profitieren von einem hohen Praxisanteil, engen Kooperationen mit Wirtschaft und Institutionen sowie einem Studium, das Wissenschaft und berufliche Anwendung verbindet.

Hochschule Schmalkalden

Die Hochschule Schmalkalden ist eine staatliche Hochschule in Thüringen mit einem praxisorientierten Studienangebot. Es umfasst neben den klassischen Studiengängen Maschinenbau, Elektrotechnik, Informatik, Wirtschaftswissenschaften und Wirtschaftsrecht auch neue interdisziplinäre Studiengänge wie die Wirtschaftspsychologie. Der Campus in Schmalkalden ist vielfältig und international: Mehr als 50 Prozent der rund 3000 Studierenden kommen aus dem Ausland.

Ernst-Abbe-Hochschule Jena

Die Ernst-Abbe-Hochschule Jena wurde 1991 als Fachhochschule Jena gegründet und war damit eine der ersten in den Neuen Bundesländern. Seit einigen Jahren ist sie nicht nur Thüringens größte, sondern auch forschungsstärkste Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Aktuell studieren ca. 4.200 junge Menschen in den rund 50 Bachelor- und Masterstudiengängen. Darüber hinaus sind etwa 560 Personen in den Bereichen Wissenschaft, Verwaltung, Technik und Bibliothek beschäftigt.

Über rheform

rheform ist eine der führenden spezialisierten Hochschulberatungen im deutschsprachigen Raum. Das Münchener Unternehmen unterstützt Hochschulen und Forschungseinrichtungen bei Strategie-, Organisations- und Transformationsprozessen. Dabei verbindet rheform Wissenschaftsmanagement, Organisationsentwicklung, Datenanalyse sowie Campus- und Infrastrukturentwicklung.

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