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Am 26. Februar 2026 fand am Sprachenzentrum der Hochschule Nordhausen (HSN) die Regionaltagung für Sprachlehre an Thüringer Hochschulen statt. Damit wurde eine langjährige Tradition zum regelmäßigen Austausch über universitären Sprachunterricht auf lokaler Ebene fortgesetzt, der zur Vernetzung und dem Diskurs über landesspezifische Themen dienen soll. Als gastgebende Institution bot das SPZ der Hochschule Nordhausen ein Programm mit Vorträgen und Workshops zu neuen Lehr- und Prüfungsmethoden im Zeichen von KI sowie besonderen Trends und Entwicklungen mit Blick auf eine zunehmend internationalere Studierendenschaft in Thüringen.
Mit einer herzlichen Begrüßung eröffnete die Leiterin des Sprachenzentrums der Hochschule Nordhausen, Alexandra Aberle, die Veranstaltung und zeigte sich über die zahlreichen Gäste, Lehrende aus Erfurt, Jena, Ilmenau und Schmalkalden, hoch erfreut. Nach einem Grußwort der Vizepräsidentin für Studium und Lehre der HSN, Professorin Cordula Borbe, folgte der Eröffnungsvortrag von Professor Alexander Dotsenko (HSN), der den Zusammenhang zwischen neuesten KI-Entwicklungen und ihrer Bedeutung für moderne Hochschullehre thematisierte. Dabei zeichnete der Gastredner ein durchaus optimistisches Bild der Nützlichkeit digitaler Verfahren beim Wissenserwerb. Er wies besonders darauf hin, dass künstliche Intelligenz das Potential zur intuitiven Anpassung an menschliche Bedürfnisse und Defizite hat. Sein Resümee war dementsprechend, dass der Brückenschlag zwischen Künstlicher Intelligenz und moderner Hochschullehre gelingen kann.
Das Thema KI dominierte auch einen der ersten Workshops des Tagungsprogramms, in dem Katrin Josephine Wagner und Christine Röll (HSN) mit den anwesenden Sprachlehrkräften über Lern- und Prüfungsformate im Zeitalter künstlicher Intelligenz diskutierten. Hierbei wurde der Blick besonders auf authentische und handlungsorientierte Prüfungsszenarien gerichtet. In einem Hands-on-Beitrag zur Erstellung von Fallstudien im Sprachunterricht anhand von ChatGPT unterstrich Tracy Biedermann (Uni Erfurt) den Workshop-Character der Veranstaltung. Nach einer kurzen Einführung entwickelten die Teilnehmer in Gruppenarbeit fachtypische Unterrichtsszenarien anhand der Eingabe von Prompts in der KI. Die Ergebnisse verdeutlichten eindrücklich, dass künstliche Intelligenz ein nützliches und effizientes Tool bei der Unterrichtsgestaltung sein kann.
Zeitgleich befasste sich Andrew Pecchia (HSN) im Workshop „Extracurriculare Angebote zur Förderung der Sprachkompetenz“ mit Sprachlernangeboten jenseits der formalen Unterrichtsstrukturen. In zahlreichen Beispielen aus dem eigenen Erfahrungsschatz berichtete Herr Pecchia über book clubs, englische Filmabende, Tandem-Veranstaltungen und die Organisation von Themenabenden mit besonderem Blick auf die Vielzahl internationaler Studierender. Als positives Fazit konnten die Workshop-Teilnehmer feststellen, dass solche Angebote in Form von Online-Events auch über Hochschulgrenzen hinaus und im Verbund der Thüringer Hochschulen möglich sein könnten. Es wird spannend zu beobachten, was sich aus diesem Gedanken entwickelt.
Im ersten Nachmittagsworkshop gab Dipl.-Ing. Bernd Aberle (Geotechnik Aberle) in seinem Vortrag „Why English Matters!“ spannende Einblicke in Aspekte des Spracherwerbs und der Sprachverwendung als Ingenieur in internationalen Projekten und Teams. Dabei gab er praktische und unterhaltsame Beispiele, wie der Arbeitsalltag auf weltweiten Großbaustellen mit einer Vielzahl von kulturellen und sprachlichen Herkunftsländern aussehen kann. Dieser Praxisbezug gibt wertvolle Rückschlüsse, welche Faktoren berufsbezogene und fachsprachliche Sprachlehre beachten sollte, um die Studierenden handlungsorientiert auf künftige Arbeitssituationen vorzubereiten. Im zweiten Teil berichtete Ulrich Schuknecht (EAH Jena) über fachsprachliche Aspekte des Schreibens in Wirtschaftsenglisch und berührte einmal mehr den Aspekt von KI in diesem Zusammenhang.
Die parallel stattfindende Veranstaltung zum Thema „Aktuelle Herausforderungen und Lehre von Deutsch als Fremdsprache“ spiegelte den wachsenden Bedarf zum Austausch über die Herausforderungen einer starken Zunahme des Anteils an internationalen Studierenden wider. Die Durchführung von Unterricht und Prüfungen in diesem Bereich verlangt allen Beteiligten ein hohes Maß an Lehr- und Organisationskompetenzen ab, die im Workshop in einem regen Erfahrungsaustausch thematisiert wurden. In Impulsvorträgen über die sprachlichen und organisatorischen Herausforderungen eröffneten Alexandra Aberle und Franziska Koppe (HSN) den Erfahrungsaustausch mit den anwesenden Lehrkräften. Daneben konnte Sandra Schönstedt als Vertreterin des Studien-Service-Zentrums (HSN) Einblicke in die Hochschuladministration mit Fokus auf die Besonderheiten bei internationalen Studierenden geben.
Das Sprachenzentrum der Hochschule Nordhausen kann auf eine erfolgreiche Regionaltagung zurückblicken und ist froh und glücklich, dass die Gäste der Veranstaltung einen wertvollen Erfahrungsaustausch und eine gelungene Organisation bescheinigten. Die Beteiligten waren sich einig, dass die Tradition zur Ausrichtung von Regionaltreffen weiter gepflegt und in naher Zukunft fortgeführt werden sollte.
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