Geschrieben am 23. Juni 2026

von

Prof. Dr. Maik Arnold

Praxiserfahrungen


Soziale Angebote zukunftsfest machen: Gastvortrag zur strategischen Sozialplanung in Thüringen von Tino Grübel, LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Thüringen e.V.

Wie können wir dafür sorgen, dass soziale Angebote in Thüringen auch in Zukunft dort ankommen, wo sie gebraucht werden? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Gastvortrags im Rahmen der Lehrveranstaltung „Sozialpolitik“, der die Studierenden der Bachelorstudiengänge Sozialmanagement, Soziale Arbeit und Gesundheit sowie Heilpädagogik und Inklusion an der Hochschule Nordhausen zusammenführte.

Unter dem Titel „Strategische Sozialplanung: Demografische Entwicklungen und ihre Auswirkungen auf die Bildungs- und Sozialinfrastruktur in Thüringen“ gaben Tino Grübel, Geschäftsführer der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Thüringen e. V., und Christopher Bieniek, Grundsatzreferent und Mitarbeiter im Kompetenzzentrum Strategische Sozialplanung, am 22.06.2026 fundierte Einblicke in aktuelle Herausforderungen und Gestaltungsmöglichkeiten der Thüringer Sozialwirtschaft.

Präsentation über soziale OrganisationenFoto: HSN

Demografischer Wandel als Gestaltungsaufgabe

Im Mittelpunkt standen die Folgen des demografischen Wandels, die Sicherung der sozialen Infrastruktur sowie die Zukunft von Bildungs-, Unterstützungs- und Versorgungsangeboten – insbesondere in ländlichen Räumen. Deutlich wurde dabei, dass eine tragfähige soziale Infrastruktur nicht von selbst entsteht, sondern strategisch geplant und politisch abgesichert werden muss, wenn Angebote auch künftig die Menschen vor Ort erreichen sollen.

Von der Fachfrage zur beruflichen Orientierung

In der von den Studierenden besonders rege geführten Diskussion ging es nicht nur um fachliche Fragen der Sozialplanung, sondern auch um konkrete Karrierewege im Sozialwesen. Die Verbindung von inhaltlicher Auseinandersetzung und beruflicher Perspektive zeigte, wie unmittelbar die behandelten Themen an die Lebens- und Berufswirklichkeit der Studierenden anschließen.

Lobbyarbeit und politische Interessenvertretung

Auf großes Interesse stieß die Frage, wie Lobbyarbeit und politische Interessenvertretung in der Sozialwirtschaft konkret funktionieren: Wie gelingt es, aktuelle soziale Problemlagen auf die politische Agenda zu setzen? Wie lassen sich Erfahrungen aus der Praxis so aufbereiten, dass sie von politischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern wahrgenommen werden? Und welche Rolle spielen dabei Wohlfahrtsverbände, Fachkräfte und wissenschaftliche Expertise? Die Antworten machten sichtbar, dass wirksame Interessenvertretung auf dem Zusammenspiel von Fachwissen, Praxiserfahrung und gezielter politischer Kommunikation beruht.

Warum solche Praxiseinblicke wertvoll sind

Gerade die Verbindung aus Fachwissen, Praxiserfahrung, politischer Kommunikation und beruflicher Orientierung macht solche Gastvorträge besonders wertvoll. Studierende brauchen nicht nur theoretische Konzepte, sondern auch direkte Einblicke in reale Arbeitsfelder, aktuelle Herausforderungen und berufliche Entwicklungsmöglichkeiten.

Unser herzlicher Dank gilt Tino Grübel und Christopher Bieniek, die selbst Alumni unserer Hochschule bzw. des Studiengangs Sozialmanagement sind, für den offenen Austausch und die wertvollen Einblicke in Sozialplanung, Sozialpolitik und Interessenvertretung in Thüringen.


Bildquellen
  • SoMa – Gastvortrag: HSN

Das ist dein Studiengang!

Farbkachel SoMa

Sozialmanagement (B.A.)