Home | 6-4: Suche nach geeigneten Markennamen
Marketing-Lehrbuch, Kapitel 6
Produktpolitik → Markenpolitik à Operative Entscheidungen in der Markenpolitik à Festlegung der Markengestaltung (Kapitel 6.4.3.3)
Zur Namensfindung können verschiedene Techniken eingesetzt werden, die entweder auf den klassischen Kreativitätstechniken wie z. B. dem Brainstorming aufbauen oder systematisch-logisch vorgehen, was besonders hilfreich ist, wenn Namen gesucht werden, die Assoziationen zur gewählten Positionierung bzw. zum Markenkern hervorrufen sollen (zu den Techniken der Ideenfindung vgl. Kapitel 6.5.2.2). Dafür bieten sich nach Langner vier Suchrichtungen an (vgl. Langner, 2003, S. 152 ff.):
Mithilfe der selektiven Modifikation sucht man nach Adjektiven, die mit der Markenpositionierung assoziiert werden. Die geeigneten Adjektive »übersetzt« man dann in den Markennamen. Ein Beispiel dafür ist der Name »Kuschelweich« für einen Wäscheweichspüler. Bei der Eigenschaftsübertragung sucht man nach besonders typischen Merkmalen, die mit der geplanten Positionierungsaussage übereinstimmen, und überträgt diese dann in den Namen. Soll bei einer Automarke z. B. die Schnelligkeit hervorgehoben werden, kann der Name – wie z. B. beim Opel Tigra – diese Positionierung unterstützen, da man automatisch an die Kraft und Schnelligkeit von Tigern denkt. Eine weitere Suchrichtung ist die relationale Verknüpfung. Hierbei sucht man nach Sachverhalten, die mit der Marke verknüpft werden sollen. So signalisiert der Name Melitta Montana, dass es sich dabei um einen Kaffee handelt, der aus dem Hochland kommt. Eine redundante Verknüpfung liegt vor, wenn der Name einen direkten Bezug zur Produktkategorie herstellt. Dies ist z. B. bei der Marke Dentagard der Fall.

Zusatzmaterial zu den einzeln Kapiteln:
3-2: Telekom-Werbung – Bedeutung von Spiegelneuronen für emotionale Reaktionen
3-4: Messung impliziter Einstellung mittels implizitem Assoziationstest (IAT)
3-6: Subjektive Wahrnehmung: Sind zwei Tische identisch oder nicht?
3-7: Das Auge isst mit: Die optische Wahrnehmung beeinflusst unser Hungergefühl
3-8: Febreze: Bedeutung habitualisierter Entscheidungen für das Marketing
4-2: Operationalisierung und Messung der Umweltorientierung von EU-Bürgern
4-4: Berechnung des Stichprobenfehlers bei der Zufallsauswahl
4-5: Screening-Fragebogen zur Realisierung einer vorab definierten Stichprobe
4-6: Konzeption eines Gesprächsleitfadens für eine qualitative Befragung
4-7: Beobachtung des individuellen Essverhaltens im „Restaurant der Zukunft“
4-8: Produktpositionierung: Positionierung einer Smartphone-Marke im Wettbewerbsumfeld
7-1: Kindle Fire – Beeinflussung der Wahrnehmung des Nettonutzens durch Werbung
7-2: Ermittlung des optimalen Stromtarifs mittels Choice-Based-Conjointanalyse
7-4: Beeinflussung der wahrgenommenen Preisgünstigkeit durch Umbrella Pricing
7-7: Hohe Attraktivität privater Finanzierungs- und Leasingangebote für Autos
8-1: Produktpositionierung: Code-Analyse des Markenauftritts zweier Sektmarken
8-12: Werbewirkungsanalyse digitaler Kommunikationsinstrumente
8-3: Die Macht der Megatrends und die Zukunft von Sicherheit und Qualität
8-4: Erfolgreiche und nicht erfolgreiche Social-Media-Kampagnen
8-5: Guerilla-Kommunikation: Nutzung eines Neonazi-Aufmarsches für eine gute Sache
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