Home | 9-2: Pop-up-Store »H&M Loves Music«
Marketing-Lehrbuch, Kapitel 9
Distributionspolitik → Akquisitorische Distribution → Organe des direkten Distributionsweges → Unternehmenseigene Distributionsorgane (Kapitel 9.2.2.1)
Der schwedische Modekonzern Hennes & Mauritz installiert im Rahmen von Musik-Festivals Pop-up-Stores und verstärkt so im direkten Lebensumfeld der Zielgruppe die Markenbindung.
Das Prinzip der Pop-up-Stores nutzt der schwedische Modekonzern H&M und verkauft seine „H&M Loves Music“-Kollektion über diese Art von Verkaufsstützpunkten weltweit auf Festivals und Open-Air-Konzerten. Beispielsweise konnten sich die Besucher des Hurricane Festivals 2014 in einem H&M Pop-up-Store Textilien selbst gestalten, in der „fresh’n’up area“ ein professionelles Make-up oder ein nichtpermanentes Tattoo erhalten, in der „shoot’n’print area“ wurden Fotos gemacht und direkt auf T-Shirts gedruckt und in der „store area“ konnte man das aktuelle Festival-Outfit kaufen. Zur Vervollständigung des Festival-Erlebnisses konnten Gäste in der „H&M Loves Music Lounge“ entspannen. Dieses Vertriebskonzept wurde auch in anderen Ländern umgesetzt, z.B. beim Afisha Picnic Music Festival 2014 in Moskau, dem One Love Festival 2014 in Istanbul, dem Roskilde Festival 2013, dem Tomorrowland Festival 2013 im belgischen Boom und im Rahmen weiterer Veranstaltungen in Montreal, Paris und weiteren Orten. Teilweise werden auch Recycling-Aktionen eingebunden, bei denen gebrauchte Kleidung gegen neue, teilweise individuell designte Stücke getauscht werden kann.
Verbunden wird das Vertriebskonzept mit der Förderung aufstrebender Künstler oder einem Festival-Sponsorship (vgl. Kapitel 8.2.3.3). Insofern kann – je nach Ausgestaltung eines Pop-up-Stores – eine enge Verbindung zwischen Markenkommunikation und Distribution bestehen, wobei sich im Fall von H&M auch die emotionalen Festival-Erlebnisse auf die Marke übertragen und dadurch Markenerinnerung und Markenbindung verstärken können.


Zusatzmaterial zu den einzeln Kapiteln:
3-2: Telekom-Werbung – Bedeutung von Spiegelneuronen für emotionale Reaktionen
3-4: Messung impliziter Einstellung mittels implizitem Assoziationstest (IAT)
3-6: Subjektive Wahrnehmung: Sind zwei Tische identisch oder nicht?
3-7: Das Auge isst mit: Die optische Wahrnehmung beeinflusst unser Hungergefühl
3-8: Febreze: Bedeutung habitualisierter Entscheidungen für das Marketing
4-2: Operationalisierung und Messung der Umweltorientierung von EU-Bürgern
4-4: Berechnung des Stichprobenfehlers bei der Zufallsauswahl
4-5: Screening-Fragebogen zur Realisierung einer vorab definierten Stichprobe
4-6: Konzeption eines Gesprächsleitfadens für eine qualitative Befragung
4-7: Beobachtung des individuellen Essverhaltens im „Restaurant der Zukunft“
4-8: Produktpositionierung: Positionierung einer Smartphone-Marke im Wettbewerbsumfeld
7-1: Kindle Fire – Beeinflussung der Wahrnehmung des Nettonutzens durch Werbung
7-2: Ermittlung des optimalen Stromtarifs mittels Choice-Based-Conjointanalyse
7-4: Beeinflussung der wahrgenommenen Preisgünstigkeit durch Umbrella Pricing
7-7: Hohe Attraktivität privater Finanzierungs- und Leasingangebote für Autos
8-1: Produktpositionierung: Code-Analyse des Markenauftritts zweier Sektmarken
8-12: Werbewirkungsanalyse digitaler Kommunikationsinstrumente
8-3: Die Macht der Megatrends und die Zukunft von Sicherheit und Qualität
8-4: Erfolgreiche und nicht erfolgreiche Social-Media-Kampagnen
8-5: Guerilla-Kommunikation: Nutzung eines Neonazi-Aufmarsches für eine gute Sache
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