PM 65/05: Erasmus-Studierende an der Fachhochschule eingetroffen

Nordhausen (FHPN) Die Fachhochschule Nordhausen heißt die neuen internationalen Studierenden, die über das ERASMUS-Programm der EU an der Hochschule studieren werden, willkommen. Am Montag, dem 26.09.2005 sind sie eingetroffen und absolvieren gleich ein umfangreiches Einführungsprogramm.

Seit vielen Jahren hat die FH Nordhausen feste partnerschaftliche Beziehungen mit inzwischen mehr als 30 Hochschulen in Europa und Übersee. Im Rahmen dieser Partnerschaften und unterstützt durch die EU-Fördergelder konnten inzwischen viele Studierende aus Nordhausen Studien- und Praktikaufenthalte im Ausland verbringen. Auch in diesem Jahr werden wieder über 40 Studierende einen Teil ihre Studiums im Ausland absolvieren. Im gerade begonnenen Wintersemester studieren acht Nordhäuser Studierende in Frankreich, Slowenien, der Türkei und den USA, weitere 12 Studierende absolvieren ein Praktikum im Ausland, u. a. in Polen, Irland und Großbritannien. Im Gegenzug heißt die Fachhochschule acht Studierende aus Polen, Litauen, Slowenien und der Türkei willkommen. Im einzelnen sind dies:

Cagla Akgül|Hacettepe University |Ankara|Türkei

Barbara Berdnik|University of Ljubljana|Ljubljana|Slowenien

Adam Kraczkowski|Akadmia Podlaska|Siedlce|Polen

Renata Stepaciovaite|Vilniaus Gedemino Technikos Universitetas|Vilnius|Litauen

Evrim Ummak|Hacettepe University|Ankara|Türkei

Simona Veromejute|Vilniaus Gedemino Technikos Universitetas|Vilnius|Litauen

Izabela Wawryniuk|Akademia Podlaska|Siedlce|Polen

Jure Zupan|University of Ljubljana|Ljubljana|Slowenien

Die ERASMUS-Studierenden werden in den Studiengängen Betriebswirtschaft und Technische Informatik Kurse belegen.

Ein Novum ist die Teilnahme türkischer Hochschulen am ERASMUS-Programm. Erst seit diesem akademischen Jahr nimmt die Türkei an den EU-Bildungsprogrammen teil. Immer schon war die FH Nordhausen Vorreiter bei Kooperationen mit neu hinzukommenden Staaten, so wurden schon unmittelbar nach ihrer Gründung Abkommen mit polnischen, litauischen, ungarischen und slowenischen Hochschulen geschlossen, mit denen sich schnell reger Austausch etabliert hat. "Da das Interesse Nordhäuser Studierender groß war, in Ankara zu studieren, sind wir so bald wie möglich diesen Schritt gegangen", sagt Thomas Hoffmann, Referent für Internationales an der Fachhochschule. Jedoch scheint es in der Bevölkerung noch viel Unkenntnis gegenüber der Türkei zu geben. Schon nach einem Tag musste Cagla Akgül aus Ankara berichten, dass sie ständig gefragt werde, warum sie kein Kopftuch trage. Ihre Antwort ist klar: "Die Türkei ist ein modernes Land, und gerade in den Städten sind die Frauen nicht anders gekleidet als woanders in Europa".