Aktuelles

ICM: Konzept- und Sensoriktest für innovative Protein-Riegel

Vertiefung "Consumer Goods Innovations" WS 2019/2020

Thema des diesjährigen Vertiefungsprojekt im Masterstudiengang Innovations- und Changemanagement mutete schon recht ungewöhnlich an: Es stellte sich die Frage, welche Einstellungen junge gebildete Konsumenten gegenüber Nahrungsmittel mit oder aus Insekten aufweisen. Inspiriert durch einen Vortrag von Prof. Giodo Ritter bei den Sensoriktagen der DGSens und sein Zitat:

"Noch 31 Ernten - dann haben wir das Jahr 2050 und 10 Milliarden Menschen auf diesem Planeten, die satt werden wollen. Die Eiweißversorgung wird global eine Herausforderung sein. Wir müssen alle Ressourcen nachhaltig nutzen, die uns der Planet zur Verfügung stellt, um diese Herausforderung zu meistern."


In Anbetracht der Tatsache, dass sich weltweit etwa zwei Milliarden Menschen jeden Tag auch von Insekten ernähren, gilt das in Deutschland weitgehend als Tabu. Im Vergleich zu anderen Nahrungs- und Genussmitteln beinhalten Insekten jedoch viele Proteine, Aminosäuren, Vitamine, Mineralstoffe und Fette. Hinsichtlich Nachhaltigkeitsaspekten sind Insekten klimafreundlicher, da sie weniger Platz und Wasser benötigen als Rinder, Schweine oder Hühner und verursachen weniger Treibhausgas-Emissionen. Das ist also eines der brandaktuellen Themen im Nahrungs- und Genussmittelbereich. Es werden bereits einige Produkte in unterschiedlichen Kategorien angeboten. Mittelständische Unternehmen und Start Ups in Deutschland  arbeiten fortwährend an innovativen Produkten aus oder mit Insekten.

Zunächst verschaffte sich die Projektgruppe einen Überblick über die aktuelle Markt- und Umfeldsituation, d.h. wie ist das aktuelle Produktangebot in Deutschland, welche rechtliche Rahmenbedingungen sind zu beachten und welche Informationen lassen sich aus empirischen Studien gewinnen. Im zweiten Teil des Projekts galt es eine eine empirische Untersuchung zu konzipieren, die mittels eines Labortets die sensorische Wahrnehmung und Beurteilung eines Nahrungsmittels mit bzw. aus Insekten erfasst.

Hier bot sich die Zusammenarbeit mit einem namhaften Hersteller von Proteinriegeln an. Das 2015 gegründete Unternehmen SWARM hatte zu diesem Zeitpunkt einen Informationsbedarf zu Ihrem Produkt, den wir passenderweise in die Studie integirieren konnten. Dafür wurde im Sensoriklabor der Hochschule Nordhausen ein Konzept- und Produkttest durchgeführt. Die Resonanz war sehr gut, hatten wir doch befürchtet, dass sich eher wenig Testpersonen rekrutieren lassen. Die Aufgeschlossenheit der jungen Zielgruppe gegenüber derartigen Produkten scheint gegeben zu sein.

Nach der Ergebnispräsentation erhielten die Studierenden durchweg positives Feedback und Wertschätzung durch Dr. Christopher Zeppenfeld und Timo Bäcker, den Gründer von Swarm.

ICM: Studien zur Beobachtung mittels Eye Tracking

Modul "Data Collection" WS 2019/2020

Um in die Lehre auch weitere praxisorientierte Anwendung zu integrieren gab es im Sensoriklabor erste Studien zum Thema “Beobachtung mittels Eye Tracking”. Gegenstand waren unterschiedliche digitale Stimuli: So wurden Websites hinsichtlich der Usability (Auffinden von Informationen, intuitives Klickverhalten etc.) sowie die detaillierte Produktwahrnehmung durch die Blickaufzeichnung überprüft. Eine weitere Studie untersuchte die Verweildauer und die Fixation eines Newsfeeds im Social Media Kontext. 

Einfluss der Raumbeduftung auf die Wirkung virtueller Testumgebungen

Im Rahmen der Bachelorarbeit einer IBW Studierenden wurde eine weitere Untersuchung in Virtuellen Realitäten in Zusammenarbeit mit dem Senoriklabor konzipiert und durchgeführt. Ziel war es zunächst, die Testpersonen durch eine virtuelle Umgebung in eine typische Kaffeehaussituation einzutauchen zu lassen, die möglichst viele sensorische Aspekte abdeckt (Mahl- und Brühgeräusche, Serviervorgänge usw.) Im Testdesign wurde untersucht, ob ein im Sensoriklabor ausgebrachter Kaffeeduft einen Einfluss auf die Bewertung des virtuellen Raums hat und ob spezielle Assoziationen ausgelöst werden. Die Teilnehmer bewerteten die Atmosphäre des Kaffeehauses höher, wenn der Testraum im Labor beduftet wurde. Es gibt auch einige Assoziationen, die bei Kaffeebeduftung häufiger gewählt wurden, wie z.B.„gesellig“ und „belebend“, was wiederum eng mit dem Kaffeekonsum verbunden ist. Durch den Kaffeeduft erhöht sich die wahrgenommene Atmosphäre in dem virtuell bereitgestellten Raum. Mit Hilfe von VR-Brillen können Untersuchungen mit Raumbeduftung unter kontrollierten Bedingungen im Labor stattfinden bei gleichzeitiger "technikgestützter Bereitstellung" der realen Umgebung. Dies führt zu einer höheren internen und externen Validität.

Sensoriktage der DGSens in Leipzig

Oktober 2019

Auch in diesem Jahr veranstaltete die DGSens ihre Sensoriktagung mit Workshops, Mitgliederversammlung und einer Vielzahl an interessanten Vorträgen.

Wir konnten vor Ort einigen Teilnehmern die Erfahrung erlebbar machen, wie ein Geruchstest mit integrierter Befragung in der VR-Brille abläuft. Die Begeisterung war groß, selbst weniger technik-affine Persoinen waren überzeugt.

Wie jedes Jahr gab es auch ein von unserer Seite organisierten Produkttest. Ein Referent war der Inhaber Berlins ältester Pralinenmanufaktur. Was lag nun näöher, als ein Produkt von Sawade zu wählen. Am ersten Tag wurde die Confisserei-Kugel in einem Blindtest ohne Verpackung und Markeninformationen bewertet. Nach dem Vortrag konnte dieser Test nun mit alles Informationen zum Produkt erfolgen. Es zeigt e sich einmal mehr, wie stark die Erwartung das Erlebnis bei der Verkostung beeinflusst. 

Posterpräsenation Pangborn 2019

August 2019

Zur diesjährigen Sensorikkonferenz wurde die Forschung des Sensoriklabors in einem "Recommended Poster" vom Kommitee gewürdigt. Wird durften in einer separaten Ausstellung unsere Studie zum Nachweis des Order-Effektes präsentieren.

Das Poster wird als Download bereitgestellt.

Sensoriklabor mobil auf dem Thüringentag in Sömmerda

28.-30. Juni 2019

  • Mobiles Sensoriklabor – Testen Sie Ihre Sinne:
    • Geruchsidentifikationstest  - Können Sie unterschiedliche Düfte erkennen und benennen?
    • Geschmacktest – Was schmeckt Ihnen besser? Im Blindtest werden zwei Produkte einem sensorischen Qualitätsvergleich unterzogen
  • Sensory meets Virtual Reality
    • Produkttests in virtuellen Umgebungen sind anregender und weniger ermüdend als klassische Labortests. Die Bewertung eines Duftes kann über eine VR-Brille mit 360°-Video viel realistischer erfolgen.

BW Vertiefung Marketingprojekt: Eye Tracking für eine Werbeanzeige betriebswirtschaftlicher Studiengänge

Vertiefung "Marketing Management" SoSe 2019

In diesem Semester konnten die Studierenden in der Projektveranstaltung einerseits ihre Kreativität ausleben sowie andererseits digitale Martforschungstools ausprobieren. Mit der Beobachtungsform des Eye Tracking konnte eine praxisorientierte Anwendung in diese Veranstaltung integriert werden.

Die Aufgabenstellung, eine neue Werbeanzeige für den Studiengang zu gestalten, zeichnete sich durch eine hohe Eigenmotivation der Projektgruppen aus. Um möglichst aufmerksamkeitsstarke Anzeigen zu generieren, sollten mittels Eye Tracking alternative Gestaltungsmöglichkeiten evaluiert werden und basierend auf den Erkenntnissen eine optimierte Anzeige entwickelt werden.

Unten links ist die Anzeige einer Projektgruppe dargestellt. In der Mitte zeigt die aggregierte Heatmap, welche Elemente aufmerksamkeitsstark sind bzw. welche Bereiche innerhalb der Anzeige weniger oder gar nicht beachtet werden. Auf der rechten Seite sind in der optimierten Version der Anzeige die fehlende Informationen im “Whats App”-Stil an die Emojis platziert und erleichtern somit auch deren Interpretation.

IBW Projekt: Einführung eines brasilianischen Cachacas für den deutschen Markt unter Berücksichtigung veränderter Konsumgewohnheiten

Vertiefung "Internationales Marketing Management" SoSe 2019

Studierende der Internationalen Betriebswirtschaft arbeiteten in ihrem letzten Semester an einem Konzept, den vor allem in Brasilien bekannten und dort pur getrunkenen Zuckerrohrschnaps Cachaça auch deutschen Konsumenten schmackhaft zu machen. In Deutschland kennt man Cachaça meist nur über die Marke Pitu als Bestandteil des Cocktails Caipirinha. Die Idee geht auf einen deutsch-brasilianischen Studierenden zurück und wurde von Prof. Robert Wagner und Stephanie Glassl in deren gemeinsame Veranstaltung gern aufgenommen und integriert. Dabei lernten die Studierenden, wie mühsam der Weg der internationalen Produktentwicklung bzw. Produktanpassung von der ersten Idee bis zur Produkteinführung ist. Dass dabei nicht immer alle Träume sofort aufgehen, zeigte auch das Ergebnis einer ersten qualitativen Untersuchung im Sensoriklabor, in der der vom Studenten bereitgestellte Cachaça in einer moderierten Gruppendiskussion mit Blindverkostung im Vergleich zu ähnlichen Produkten nicht wie erwartet abgeschnitten hat. Allerdings gab es auch zahlreiche Anregungen, wie man mit ein paar Veränderungen am Produkt bzw. dessen Darbietung vielleicht doch noch erfolgreich auf dem deutschen Markt agieren könnte.

Ehemalige Mitarbeiterin übernimmt Teststudio in Leipzig

Wir pflegen eine langjährige Kooperation mit dem IM TESTSTUDIO in Leipzig. Als verlässlicher Feldpartner sind viele Produkttests im regionalen Split dort durchgeführt worden.

Umso mehr erfreut uns die Nachricht, dass unsere ehemalige Mitarbeiterin und ICM-Studierende Nadine Bischof mit Beginn des Jahres 2019 die Studioleitung übernommen hat.

Wir wünschen Nadine und ihrem Team viel Erfolg!

Die Feuertaufe ist bereits bestanden. Wir haben zum ersten Mal einen VR-Test außerhalb des Labors durchgeführt und konnten dort die Anwendung im Feld erproben. Es lief technisch einwandfrei. Zukünftig wollen wir zum Thema VR eng zusammenarbeiten.

Tests im Sensoriklabor mit VR-Brillen - Bewertung von Düften in unterschiedlichen Kontexten

ICM Vertiefung "Consumer Goods Innovations" WS 2018/2019

Die studentische Projektgruppe hat sich wieder mit einer Fragestellung zum Thema "Sensorische Produkttests in virtuellen Umgebungen" beschäftigt. Ausgangspunkt war die Hypothese, dass eine Interaktion zwischen dem Produkt und der VR-Welt existiert, d.h. die Produktbeurteilung wird von der gezeigten VR-Welt beeinflusst. Es galt den sogenannten Order-Effekt nachzuweisen. Dieser besagt, dass die Bewertungsrangfolge der Testprodukte hinsichtlich ihrer sensorischen Qualität abhängig ist von der virtuellen Umgebung, in der diese Produkte getestet werden.

Dazu wurde ein Dufttest konzipiert. Hier galt es zwei Proben, die unterschiedliche Motive hinsichtlich der Reinigungsleistung ansprechen, zur Beurteilung und Eignung heranzuziehen. Während des Tests wurde den Teilnhemern über eine VR-Brille jeweils eine von zwei Reinigungssituationen eingespielt. Daraus ergaben sich folgende vier Testszenarien und Ergebnisse:

Der Reiniger von Klorix schneidet in der Aufenthaltssituation signifikant schlechter ab als der Reiniger von domol. Hingegen ist das Bewertungsranking in der VR-Umgebung einer öffentlichen Toilette genau andersherum. Ein Order-Effekt konnte nachgewiesen werden. Die Testumgebung hat einen Einfluss auf das Ranking der Proben.

An dieser Stelle möchten wir unseren Dank an den Kooperationspartner Computerwerk für die technische Umsetzung der VR-Befragung aussprechen.

Einen detaillierteren Einblick liefert das Poster.

Führungen für Schulklassen inkl. Testdemonstration 2018

  • 24. Januar: 40 Schüler

  • 15. Februar: 50 Schüler

  • 05. März: 14 Schüler

  • 06. März: 16 Schüler

  • 10. April: 18 Schüler

  • 01. Juni: 40 Schüler

  • 18. Juni: 12 Schüler

  • 27. Juni: 28 Schüler

  • 05. November: 24 Schüler

  • 23. November: 40 Schüler

Teilnahme an den 7. Deutschen Sensoriktagen im Hamburg

Oktober 2018

Zu den 7. Deutschen Sensoriktagen, der wichtigsten deutschsprachigen Fachtagung für Sensorik und Konsumentenforschung, lud die Deutsche Gesellschaft für Sensorik am 25. und 26. Oktober 2018 in das MAZZA Hotel in Hamburg ein. Das spannende Motto der Veranstaltung lautete: „Wahr-Nehmung – Innovative Sensorik“. Ausgewiesene Experten unterschiedlicher Fachrichtungen stellten den 150 Teilnehmern innovative Theorien und Modelle sowie praktikable Tools zum besseren Verständnis der sensorischen Wahrnehmung des Menschen vor.

Zum Auftakt bezogen die Mitglieder des Vorstands der DGSens Stellung zu brisanten wahrnehmungsbezogenen Aspekten in der Sensorik und Konsumentenforschung. Unter anderem berichtete Prof. Dr. Andreas Scharf von der Hochschule Nordhausen über den aktuellen Stand der Forschung zum Thema „Sensory VR“, der Durchführung sensorischer Produkttests in virtuellen Testumgebungen. Im weiteren Verlauf der Veranstaltung erhielten die Teilnehmer von Prof. Scharf Einblicke in den Zusammenhang zwischen der multisensualen Produktgestaltung langlebiger Gebrauchsgüter und den daraus resultierenden Wahrnehmungs- und Beurteilungsprozessen der Konsumenten.

Ein kleiner Sensoriktest darf auf einer Tagung der DGSens nicht fehlen. Während der Pausen konnten die Teilnehmer Knochenbrühe "Weiderind" des Start-ups BROX verkosten. Die Ergebnisse der Bewertungen wurden noch während der Tagung aufbereitet und vorgestellt.

Die Projektarbeiten der Studierenden des Masterstudiengangs Innovations- und Change Management aus dem WS 2017/18wurde ebenfalls in der Postersession ausgestellt. So wurden die Ergebnisse eines Blindtests mit denen eines informierten Tests von innovativen Pistazien verglichen. Ein Projektteam beschäftigte sich mit sensorischen Produkttests in virtuellen testumgebungen. Diese Ergebnisse könnten somit auch dem interessierten Publikum zugänglich gemacht werden

Hier finden Sie unsere Beiträge als Auszug aus dem Tagungsband (pdf).

Hier werden Sie auf die Seite der DGSens e.V. weitergeleitet und können Sie den gesamten Tagungsband einsehen.

Empirische Untersuchung zum Design von langlebigen Gebrauchsgütern

Juni 2018

Unsere Mitarbeiterin Nadine Bischof ist in den letzten Zügen ihres ICM-Studiums und hat im Rahmen ihrer Masterarbeit eine interessante Fragestellung zu bearbeiten. Neben einem Natural Grouping zum Design von Wasserkochern wurde ein Konsumententest im Labor zur Beurteilung unterschiedlich anmutender Exemplare durchgeführt.

Wir kümmern uns um den Nachwuchs

Kinder UNI an der Hochschule

Juni 2018

Wissbegierige Grundschüler wuselten über den Campus - auf der Jagd nach der nächsten spannenden Aufgabe:

An einer Ecke des Campus hieß es: „Riechen und Schmecken: Wir testen Eure Sinne!“ Im Sensoriklabor durften die Schülerinnen und Schüler bei Stephanie Glassl Experimente durchführen und dabei einige Produkte untersuchen.

Produkt- und Konzepttest für innovative Pistazien

ICM Vertiefung "Consumer Goods Innovations" WS 2017/2018

In einem zweiten Projekt der Vertiefung kamen die Gründer von  P-STASH -ein junges Start Up aus Berlin- auf uns zu und berichteten aus ihrem spannenden Alltag. Die Studierenen konnten einen Eonblick bekommen in den oft stressigen und kritischen Prozess der Produktentwicklung und Markteinführung. Wir unterstützen dabei hinsichtlich folgender Anfrage: Das Unternehmen benötigte Informationen über die Reaktionen von Verwendern gerösteter Pistazien auf die innovativen Varianten von P-Stash. Hierbei war die sensorische Qualität der Produkte im Vergleich zum Wettbewerb von Interesse. Ein wichtiges Informationsziel betraff außerdem die Bewertung der Verpackung der Marke P-Stash und das kommunizierte Produktversprechen.

Nach eingängiger Marktanalyse standen die Wettbewerbsprodukte für einen sensorischen Blindtest fest. In einem weiteren Schritt wurde das Produkt samt Verpackung vorgestellt, um den Einfluss des Konzeptes auf die sensorische Bewertung zu ermitteln. 

Einen detaillierteren Einblick liefert das Poster.

Erste Studie zum Thema "Konzeption sensorischer Produkttests in virtuellen Umgebungen"

ICM Vertiefung "Consumer Goods Innovations" WS 2017/2018

In diesem Semester wagten wir den ersten Schritt zur Erhebung von Testdaten über eine VR-Brille. In der folgenden Abbildung ist das Projekt im Überblick dargestellt. Einen detaillierteren Einblick liefert das Poster.

Der Einsatz von virtuellen Realitäten im Innovationsprozess

Vortrag bei der Langen Nacht der Zukunft am 25.11.2017

Stimulus-Materialien werden im Innovationsprozess benötigt, um einerseits die Teststimuli und andererseits die Testumgebungen so realistisch wie möglich zu repräsentieren. Dabei handelt es sich um visuelle, akustische, haptische, olfaktorische und gustatorische Reize zur Co-dierung interessierender Sachverhalte (z.B. Aussehen, Haptik und Geruch einer innovativen Verpackung), um die Reaktionen von Testpersonen auf diese Sachverhalte zu messen.

Ein aktuelles Forschungsprojekt des Sensorilabors der Hochschule Nordhausen beschäftigt sich mit der Frage, ob der Einsatz virtueller Umgebungen bei Produkttests im Sensoriklabor zur Erhöhung der externen Validität beitragen kann, da die Probanden die Produkte in einem realistischeren Kontext beurteilen. Erste Forschungsergebnisse belegen, dass Produkttests in virtuellen Umgebungen als anregender und weniger ermüdend empfunden werden als klassische Labortests. Vergleichsweise kostengünstige Endgeräte (z.B. Samsung Gear VR) sowie das steigende Angebot an VR-Content erhöhen die Praktikabilität des Einsatzes von VR-Lösungen im gesamten Innovationsprozess. Zusammen mit einem Praxispartner aus der Berliner Gründerszene sowie unter der Anleitung von Stephanie Glassl und Andreas Scharf analysieren Studierende des Masterstudiengangs Innovations- und Change-Management zurzeit den Einfluss von virtuellen Realitäten auf die Ergebnisse sensorischer Produkttests.

Die Präsentation können Sie sich hier ansehen: Einsatz von virtuellen Realiitäten im Innovationsprozess - Vortrag LNDZ 2017

Führungen für Schulklassen inkl. Testdemonstration 2017

  • 05. Januar: 12 Schüler

  • 22. Februar: 30 Schüler

  • 01. März: 10 Schüler

  • 29. März: 18 Schüler

  • 30. März: 14 Schüler

  • 03. April: 12 Schüler

  • 07. Mai: 7 Schüler

  • 21. Juni: 22 Schüler

  • 15. November: 15 Schüler

Vortrag von Prof. Scharf bei den Deutschen Sensoriktagen 2017 in Stuttgart

Die siebten deutschen Sensoriktage, organisiert von der Deutschen Gesellschaft für Sensorik (DGSens e.V.), fanden vom 28. bis 29. September 2017 an der Universität Hohenheim statt. Das Motto der diesjährigen Veranstaltung lautete „Sensovation – Innovative Sensorik“. Zum Programm zählten wie gewohnt Workshops, Fachvorträge und Poster aus Wissenschaft und Praxis.

Experten unterschiedlicher Fachrichtungen präsentierten am zweiten Tag interessante Fachthemen, die sich – gemäß dem Motto der Veranstaltung – auf die Bedeutung von Innovationen für die sensorische Analyse und Konsumentenforschung bezogen. Wie im vergangenen Jahr machten die Mitglieder des Vorstands der DGSens den Auftakt, indem Sie in Kurzvorträgen neue Trends und aktuelle Entwicklungen in der Sensorik vorstellten. Hier können Sie sich den Vortrag von Andreas Scharf ansehen: Deutsche Start-up-Unternehmen entdecken die Nahrungs- und Genussmittelbranche.

Wie jedes Jahr sind wir für die Organisation eines kleinen Produkttests verantwortlich. Diesesmal haben wir innovative Pistazien von einem Berliner Start-Up zur Verkostung mitgebracht. Diese Produkte werden uns auch in der kommenden Vertiefung im Masterstudiengang "begleiten".

Beiträge aus der Vergangenheit finden Sie unter Archiv Sensoriklabor