Fördermöglichkeiten

Große Träume, aber kleiner Geldbeutel? Das ist kein Grund zum Verzagen. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, finanzielle Förderung für ein Studium im Ausland zu bekommen.

Erasmus+

Studierende erhalten mit Erasmus+ die Möglichkeit, in einem anderen Land der EU-34 zu studieren. Es können Studierende in jedem Studienzyklus (Bachelor, Master, Doktorat) für einen Studienaufenthalt zwischen drei und zwölf Monaten an einer ausländischen Gasthochschule gefördert werden.

Leistungen:

  • Mobilitätszuschuss zu den auslandsbedingten Mehrkosten
  • Befreiung von Studiengebühren an der Gasthochschule
  • Unterstützung bei der Vorbereitung des Auslandsaufenthaltes
  • akademische Anerkennung der im Ausland erbrachten Studienleistungen
  • Sonderzuschüsse für Studierende mit besonderen Bedürfnissen (Eltern mit Kindern, Studierende mit GdB>=30)

Voraussetzungen:

  • reguläre Immatrikulation an einer deutschen Hochschule
  • erfolgreicher Abschluss des ersten Studienjahres
  • Studienaufenthalt an einer Partnerhochschule, mit der die Heimathochschule eine Erasmus-Kooperationsvereinbarung (inter-institutional agreement) abgeschlossen hat
  • Heimat- und Gasthochschule besitzen eine gültige Erasmus Universitätscharta (ECHE)
  • Verpflichtende Teilnahme am Online-Sprachtest der Europäischen Kommission in der Arbeitssprache vor Beginn und nach Beendigung des Aufenthalts (kein Auswahlkriterium für die Förderung im Programm Erasmus+)

Die finanzielle Förderung von Erasmus+ Aufenthalten von Studierenden orientiert sich an den unterschiedlichen Lebenshaltungskosten in den Zielländern (Programmländern). Für das akademische Jahr 2019/20 gelten die folgenden Förderhöhen für Studienaufenthalte (SMS) :

  • Ländergruppe 1: 450 € pro Fördermonat
    • Dänemark, Finnland, Großbritannien, Irland, Island, Liechtenstein, Luxemburg, Norwegen, Schweden
  • Ländergruppe 2: 390 € pro Fördermonat
    • Belgien, Frankreich, Griechenland, Italien, Niederlande, Portugal, Spanien, Zypern, Österreich
  • Ländergruppe 3: 330 € pro Fördermonat
    • Bulgarien, Estland, Kroatien, Lettland, Litauen, Malta, Nordmazedonien, Polen, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn, Türkei

PROMOS

Die Hochschule Nordhausen vergibt PROMOS-Teilstipendien aus Mitteln des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD). Sie betragen, abhängig vom jeweiligen Zielland, 300 € oder 400 € pro Fördermonat. Förderfähig sind internationale Studienaufenthalte außerhalb der Erasmus-Programmländer mit einer Mindestaufenthaltsdauer von drei Monaten.

Bewerbungen laufen über das International Office. Die Auswahl der Stipendiaten erfolgt zwei Mal jährlich durch den Beirat für Internationales.

Bewerbungsfristen:

  • für Auslandsaufenthalte im Sommersemester: 15. Januar
  • für Auslandsaufenthalte im Wintersemester: 15. Juni

Bewerbungsunterlagen:

Siehe außerdem: Schritte zum Studium im Ausland

Auswahlkriterien:

  • Schlüssigkeit des Letter of Motivation
    • Bezug zum Studium
    • extracurriculare Leistungen
  • Notendurchschnitt/Notendurchschnitt für Sprachkurse

BAFöG

Internationale Studienaufenthalte deutscher Studierender können nach dem Bundes-ausbildungsförderungsgesetz (BAföG) gefördert werden. Ein oder zwei Studiensemester, die in das Studium integriert sind (d.h. die im Ausland erbrachten Leistungen werden auf das Studium angerechnet), werden relativ problemlos gefördert. Auch für Studierende, die in Deutschland kein BAföG bekommen, lohnt sich die Antragstellung, da die Fördersätze aufgrund der auslandsbedingten Mehrkosten höher liegen. Der Antrag muss in jedem Fall bei dem für das Zielland zuständige BAföG-Amt gestellt werden (nicht beim BAföG-Amt in Nordhausen).

Übrigens: Die Förderung ist mit Erasmus+ oder PROMOS kombinierbar, da diese nur teilweise auf das BAföG angerechnet werden.

Nähere Information gibt es unter: https://www.bafög.de/de/auslandsfoerderung-384.php.

Weitere Fördermöglichkeiten

Darüber hinaus gibt es eine ganze Reihe von verschiedenen Stipendien, um Auslandsstudienaufenthalte zu fördern. Einen Überblick geben u.a.