Zukünftige Public Manager auf Studienfahrt in Berlin

Nordhausen (FHPN) Das Management in den Verwaltungen des Bundes stand im Mittelpunkt einer dreitägigen Exkursion, die 20 Studenten der Fachhochschule Nordhausen vom 24. - 26.11.2004 nach Berlin führte. Zunächst stand in der Bundeshauptstadt aber der Besuch einer Plenardebatte im Deutschen Bundestag auf dem Programm. Dort konnten die Studenten, die in Nordhausen überwiegend im neuen Studiengang "Öffentliche Betriebswirtschaft/Public Management" eingeschrieben sind, den "Schlagabtausch" der Fraktions-vorsitzenden Angela Merkel (CDU) und Franz Müntefering (SPD) verfolgen. Die Aussprache über den Kanzlerhaushalt stand an - der Höhepunkt der alljährlichen Haushaltsberatungen.

Foto: Die Studenten in Berlin

In einem Gespräch mit Mitarbeitern der Bundestagsverwaltung informierten sich die Exkursionsteilnehmer über die Arbeit der Behörde, das Personalwesen sowie die Kosten- und Leistungsrechnung. Diese wurde in ausgewählten Bereichen ansatzweise erprobt, zum Erstaunen der Studenten dann aber nicht weiter verfolgt.

Mehr über die Ansätze des Bundes zur Verwaltungsreform und zur Umsetzung moderner Steuerungsinstrumente zu erfahren war das Ziel der Gespräche im Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung, im Presse- und Informationsamt der Bundesregierung sowie im Bundesministerium des Innern. Während der anregenden Diskussionen kamen den zukünftigen Public Managern spontan Ideen für Veränderungen zur Kostensenkung, etwa eine ressortübergreifende Erstellung der Pressemappen. Begleitet wurde die Gruppe von Dr. Bärbel Stein und Prof. Dr. Stefan Zahradnik, die das Know-how zum Managen öffentlicher Verwaltungen und Unternehmen an der Fachhochschule vermitteln.

Um ein völlig anderes Thema ging es bei einem Besuch im Bundesministerium für Bildung und Forschung. Hier informierten sich die Studierenden über die Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen sowie weitere aktuelle Entwicklungen im Hochschulbereich. Abgerundet wurde das Programm durch eine Führung rund um den Potsdamer Platz sowie einem Besuch im Deutschen Historischen Museum, dessen Organisation in Form einer gemeinnützigen GmbH mit öffentlichen Anteilseignern neben der Ausstellung "Mythen der Nationen. 1945 - Arena der Erinnerungen" von großem Interesse war.

Marcel Hardrath, der die Studienfahrt zusammen mit Kommilitonen organisiert hatte, zog zum Abschluss eine positive Bilanz: "Wir haben für unser Studium viele interessante Erkenntnisse gesammelt." Allerdings, so sei man sich in der Gruppe einig, müsste die Anwendung moderner Steuerungsinstrumente in der Bundesverwaltung in den kommenden Jahren noch verstärkt werden.

Pressemitteilung 88/2004