Der Aufbau der FHN geht stetig voran

Nordhausen (FHPN) Mit der positiven Zusage des Wissenschaftsrates sind auch für die FHN wichtige strukturelle Entscheidungen gefallen, um die weitere Bauplanung in Angriff zu nehmen.

In den vergangenen Jahren konnten bereits wichtige Bau- und Sanierungsmaßnahmen eingeleitet werden, die eine erste Basisausstattung zur Eröffnung der Hochschule ermöglichen. Sie werden zügig im laufenden Betrieb fortgeführt.

So wurde das Verwaltungsgebäude in einem ersten Abschnitt innen saniert und für vorerst 22 Arbeitsplätze der Hochschulverwaltung vorbereitet. Weit wichtiger für die Aufnahme des Studienbetriebs zum Wintersemester 1998 war die Sanierung des Hörsaalgebäudes, das ausschließlich der Lehre gewidmet ist. Hier wurden vorerst mit geringen Investitionssummen 2 Hörsäle teilsaniert und mit modernster Präsentationstechnik ausgerüstet, ferner insgesamt 6 Seminarräume geschaffen, die 30- 40 Personen Platz bieten, sowie eine Vielzahl von Professorenarbeitsplätze für die neu an die FH Nordhausen berufenen Professoren, Lehrkräfte und Ingenieure geschaffen. Wichtig für den innovativen Ansatz der Fachhochschule Nordhausen, mit einem verpflichtenden Fremdsprachenunterricht in allen Studiengängen, war insbesondere die Schaffung eines Multimedia- und Audiosprachlabors, das sicherlich in Thüringen das modernste seiner Art ist. Hier wie auch an einer großen Zahl von Computerarbeitsplätzen, die alle online über den DFN-Verein mit der weiten Welt verbunden sind, haben die Studierenden beste Lernvoraussetzungen. Für den ingenieurwissenschaftlichen Bereich, insbesondere den innovativen Studiengang Technische Sanierung, wurden zudem 5 Fachlabore geschaffen und z. T. neu ausgerüstet.

Schließlich wurden im Hörsaalgebäude auch die sanitären Voraussetzungen verbessert sowie die Sicherheitsvorkehrungen und der Brandschutz auf den neuesten Stand gebracht. Weitere Bauaktivitäten betrafen den Westflügel des Hauptgebäudes der Fachhochschule Nordhausen, direkt am Eingang Weinberghof. Hier war die Bibliothek zunächst im Untergeschoss und Erdgeschoss untergebracht, bevor dann vor wenigen Wochen die weiteren Ausbaustufen abgeschlossen werden konnten und die Bibliothek, die nunmehr über 500 qm umfasst, von der Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Freistaates Thüringen, Frau Prof. Dr. habil. Schipanski eingeweiht wurde.

Für die neu berufenen Professoren an der Fachhochschule Nordhausen sind inzwischen mehr als ein Dutzend Professorenräume sowohl im Hörsaalgebäude wie auch im Mensagebäude geschaffen worden. Stolz ist die FHN, dass zudem in der Mensa, die von Seiten des Studentenwerkes saniert wurde, auch der Studentenclub der FHN inzwischen eine moderne und attraktive Bleibe im Souterrain gefunden hat. Von hier wird der Club dem studentischen Leben auf dem Campus neue Akzente verleihen.

Für die nahe Zukunft stehen insbesondere zwei größere Baumaßnahmen an. Zum einen ist es die Grundsanierung des zukünftigen Laborgebäude der FHN, in dem die beiden ingenieurwissenschaftlichen Studiengänge, d. h. die Technische Sanierung und der neue ab Wintersemester eingerichtete Studiengang Technische Informatik untergebracht sein werden. Hier wird derzeit eine Grundsanierung des gesamten Gebäudes durchgeführt, d. h. mit Ausnahme der Außenhülle wird fast das komplette Gebäude saniert, vom Dach über die Fenster, die Sanitäranlagen bis zur Heizung und den technischen Innenausbau, außer den Malerarbeiten erfolgt insbesondere die Vernetzung aller Räume per Internet und moderner Telekommunikation und der Einbau der notwendigen Laborausstattung.

Nach der Fertigstellung werden hier 2 Seminarräume, ein CAD-Seminarraum sowie Labore für den Studiengang Technische Sanierung und den ab Wintersemester startenden Studiengang Technische Informatik bereitstehen. Bereits zu Beginn des Wintersemesters werden in einem ersten Bauabschnitt Teile dieses Gebäudes bezugsfertig sein. Die Sanierung muss hier besonders sorgfältig erfolgen, da das Gebäude unter Denkmalschutz steht und in seiner Außenansicht aus der Jahrhundertwende erhalten werden soll. So soll dem Campus der FHN ein markantes Gepräge erhalten werden. Innen wird nach der Sanierung nichts mehr an die vorige Jahrhundertwende erinnern, sondern ein lichtes modernes Gebäude die Studierenden erwarten. Dieses Laborgebäude wird allerdings in Zukunft nicht ausreichen, um die wachsenden Studierenden- und Lehrendenzahlen beherbergen zu können. Es wird deshalb ein weiteres Hörsaalgebäude, ein Schwesterngebäude des Hörsaalgebäudes I, saniert, um hier Seminarräume für das prognostizierte studentische Wachstum zu schaffen. Hier sollen insbesondere auch die zusätzlichen wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Studiengänge, d. h. das "Öffentliche Dienstleistungsmanagement", die "Soziale Arbeit" und die langfristig vorgesehenen Studiengänge "Soziale Gerontologie" und "Heilpädagogik" untergebracht werden. Mit der Zustimmung des Wissenschaftsrates für die Fachhochschule Nordhausen sind auch die Voraussetzungen gegeben, nicht mehr nur in kleinen Bauabschnitten, sondern jetzt mit sogenannten großen Baumaßnahmen, solchen bis zur einer Höhe bis 10 Millionen DM rasch und effektiv an der Fachhochschule Nordhausen die Bausubstanz zu sanieren. Dies wird erheblich dadurch erleichtert, dass 50 % der Kosten durch den Bund finanziert werden und der Freistaat Thüringen nur 50 % aufbringen muss. Diese großen Baumaßnahmen werden derzeit vorbereitet. Zur Grundsanierung stehen das Hauptgebäude am Eingang, das z. Zt. erst im Westflügel durch die Bibliothek belegt ist, sowie weitere Gebäude im unteren Campusbereich an der Halleschen Strasse an.

Hier sind in den kommenden Jahren, stetig mit dem Wachstum der FHN, Labor- Seminar- und Arbeitsräume zu schaffen. Begonnen werden soll mit dem Hauptgebäude, das als zentrales und größtes Gebäude der Fachhochschule Nordhausen eine besondere Bedeutung hat. Hier rechnet die FHN mit einem Baubeginn ab 2002. Die anderen Gebäude werden dann jeweils nach Bereitstellung der notwendigen Finanzen und unter Berücksichtigung der Entwicklung der FHN folgen.

Insgesamt sind für die Baumaßnahmen 30 Millionen Mark für die nächsten Jahre beantragt. Zudem stehen noch für die Gesamterschließung des Geländes, d. h. der Straßen, Wege, Leitungen, Beleuchtung 9,5 Millionen Mark auf der Wunschliste der Fachhochschule Nordhausen. Hier gilt es, insbesondere die sanierungsbedürftigen Wege, aber auch die technische Infrastruktur des Geländes (Wasser, Strom, Abwasser u. ä.) auf den neuesten Stand zu bringen.

Pressemitteilung 42/2000