Erfolgreiche Industriekooperation konsequent ausgebaut

In den zurückliegenden drei Jahren hat Prof. Dr. Matthias Viehmann von der Fachhochschule Nordhausen eine Industriekooperation mit der GÖPEL electronic GmbH Jena konsequent auf- und ausgebaut und zum Erfolg geführt. Nun ziehen die Partner eine erste Bilanz.

Herr Manfred Schneider, Herr Prof. Viehmann sowie die Herren G. Janzen, St. Weber und Th. Fritzsche bei einer Videokonferenz

Das Partnerunternehmen der Fachhochschule Nordhausen beschäftigt etwa 140 Mitarbeiter und entwickelt sowie vertreibt Diagnosesysteme für die Elektronikfertigung und für den Automobilbereich. Der ursprüngliche Wunsch von Herrn Manfred Schneider, Geschäftsführer von GÖPEL, beinhaltete die Gewinnung von Nachwuchs - daraus wurde wesentlich mehr. Inzwischen sind 5 Absolventen des Studiengangs Technische Informatik, alles durch Prof. Viehmann betreute Diplomanden, im Unternehmen als Entwickler eingestellt. Das von GÖPEL initiierte und in enger Zusammenarbeit mit der FH Nordhausen umgesetzte Programm zur systematischen Nachwuchsgewinnung für das Jenaer Unternehmen wurde vom Land Thüringen durch die Vergabe eines Thüringenstipendiums gewürdigt und unterstützt. Ein weiterer Absolvent des Studiengangs Technische Informatik, der seine Diplomphase bei GÖPEL electronic absolviert hat und nach Abschluss des Studiums in eine Festanstellung als Softwareentwickler übernommen wurde, erhielt kürzlich im Rahmen des Thüringer Innovationstags eine Auszeichnung durch die STIFT für die beste Diplomarbeit. Prof. Viehmann betreute im Rahmen des Förderprojekts EXIST-SEED eine erfolgreiche Unternehmensgründung von zwei weiteren Absolventen der Technischen Informatik - das Unternehmen SEN Nordhausen. Die Jungunternehmer haben ihren Firmensitz inzwischen im BIC Nordhausen und bearbeiten neben anderen Aufgabenstellungen auch Entwicklungsaufträge der Jenaer Firma. GÖPEL war ebenfalls Partner der Hochschule in einem vom Thüringer Kultusministerium geförderten und von Prof. Viehmann geleiteten Forschungsprojekt, in welchem ein System zur Stromdiagnose in Fahrzeugen entwickelt wurde. Dieses System ist inzwischen patentiert und wird für den Praxiseinsatz vorbereitet. GÖPEL unterstützte die Systempräsentationen der Hochschule auf der Hannover Messe 2007 sowie 2008 und stellte Technik für die Entwicklungsarbeiten und für Lehrzwecke zur Verfügung. Derzeit warten die GÖPEL electronic GmbH und die Fachhochschule Nordhausen auf die Freigabe von Fördermitteln durch die Thüringer Aufbaubank, durch die das dreijährige Verbundprojekt INTERFLEX realisiert werden soll. Im Ergebnis dessen wird eine Produktlinie von GÖPEL in Form einer neuen Generation vorliegen. Prof. Viehmann: „Die Kooperation mit GÖPEL bereitet mir große Freude. Es handelt sich um einen außerordentlich fairen und aufrichtigen Partner, für dessen Nachwuchsgewinnung ich mich gern einsetze. Kurz: Es stimmt die Chemie zwischen uns.“ Manfred Schneider zur Kooperation: „Ich sehe neben der wissenschaftlich-technischen Kompetenz der Fachhochschule Nordhausen vor allem das persönliche Engagement von Professor Viehmann für seine Studenten als einen der wesentlichen Erfolgsfaktoren in der Zusammenarbeit an. Das beginnt mit dem Streben nach praxis- und zukunftsorientierten Lehrinhalten und geht bis zur aktiven Unterstützung bei der Jobsuche an seriösen, dem Ausbildungsprofil entsprechenden Thüringer Unternehmen.“ Gilt abschließend festzuhalten, dass sich die gelebte Fairness auch auf die außerordentlich guten sozialen Verhältnisse innerhalb der Firma erstreckt, ein Umstand, welcher zur Entscheidung der Absolventen für GÖPEL wesentlich beigetragen hat.  

Nr. 074/2008