Studium & Lehre

Internationale Erfahrungen sammeln

Für Studierende der Internationalen Betriebswirtschaft gibt es zahlreiche Möglichkeiten, internationale Erfahrungen zu sammeln und interkulturelle Kompetenzen zu erlangen. Einige dieser Optionen werden hier aufgeführt.

1. Auslandssemester

Die Hochschule unterstützt die Studierenden bei ihrem Vorhaben, ein oder mehrere Semester im Ausland zu verbringen. Hierfür besteht ein etabliertes Netzwerk an Partnerhochschulen im europäischen und außereuropäischen Raum. Einer großen Beliebtheit unter den Studierenden erfreuen sich u. a. Universitäten in den USA, Litauen, Irland, Spanien und Frankreich.Allerdings sind auch Auslandssemester an Hochschulen möglich, die noch keine Partnerschaft mit der Hochschule Nordhausen eingegangen sind.

Um im Vorfeld eines Auslandssemesters Orientierung und Entscheidungshilfen zu bieten, wird der Erfahrungsaustausch unter den Studierenden gefördert. Dies geschieht durch Erfahrungsberichte und regelmäßig stattfindende Länderinformationsabende, bei denen erfahrene Studierende ihre Erlebnisse und Eindrücke schildern.

Für zusätzliche Informationen und für eine individuelle Beratung wenden sich die Studierenden an das International Office

2. Auslandspraktikum

Sehr gut eignet sich das Berufspraktikum des berufspraktischen Studiums für einen Auslandsaufenthalt. Hierfür bemühen sich die Studierenden in Eigeninitiative um einen Praktikumsplatz, können jedoch auf die Unterstützung des Praktikantenamts und des Referats für Internationales zurückgreifen und im Internet Erfahrungsberichte einsehen.

Es besteht selbstverständlich auch die Möglichkeit, Auslandssemester und -praktikum direkt hintereinander zu absolvieren und dadurch einen längeren Zeitraum intensive Auslandserfahrungen zu sammeln. Auch dies wird organisatorisch durch die Hochschule unterstützt.

3. Internationale Projektwoche

In jedem Sommersemester findet an der Hochschule Nordhausen die Internationale Projektwoche (IPW) statt, in der keine regulären Vorlesungen stattfinden und die Hochschule stattdessen zahlreiche Dozenten ausländischer Hochschulen einlädt. Diese bieten eine Vielzahl an Projekten an, für die sich die Studierenden anmelden können. Im seminaristischen und interaktiven Unterricht werden sodann die Inhalte innerhalb der Projektwoche in englischer Sprache erarbeitet und abschließend im Plenum vorgestellt.

Die Projekte sind thematisch breit gefächert, so dass es neben wirtschaftlichen Kerngebieten u. a. auch soziale, ökologische und IT-bezogene Wahlmöglichkeiten gibt und dadurch die Interdisziplinarität des Studiums gefördert wird.

Einige Angebote der IPW des Sommersemesters 2016 sind exemplarisch aufgeführt:

  • Intercultural Communication
  • Business Ethics
  • Low Carbon World Economy and Climate Change
  • Business Information Systems and Application
  • Non-for-profit-Marketing
  • Wind Energy Basics - Electrotechnical Aspects
  • Leadership

4. Fremdsprachenunterricht

Der Studiengang Internationale Betriebswirtschaft sieht zwei Fremdsprachen oder englischsprachige Ergänzungsmodule vor, die über vier Semester belegt werden müssen. Während der ersten vier Semester sind Studierende verpflichtet, Fachenglischunterricht im Umfang von insgesamt zwei Semesterwochenstunden pro Semester zu belegen (Pflichtsprache I). Darüber hinaus kann eine zweite Fremdsprache Spanisch im Umfang von jeweils zwei Semesterwochenstunden gewählt werden oder wahlweise eines der englischsprachigen Module E-Business/Apps and Processes bzw. Intercultural Communication/Cultural Studies.

Das Sprachenzentrum bietet regelmäßig weitere Kurse in Russisch, Spanisch, Französisch und Italienisch an, die als Wahlfach freiwillig belegt werden können, jedoch nicht angerechnet werden. Um dem individuellen Kenntnisstand der Studierenden Rechnung zu tragen, werden die Kurse in unterschiedlichen Niveaustufen nach dem Europäischen Referenzrahmen angeboten. 

Auf Wunsch können Fremdsprachenkenntnisse zudem durch Sprachzertifikate bescheinigt werden. Derzeit besteht die Möglichkeit, an der Hochschule  das UNIcert® in Englisch, Russisch und Französisch zu erwerben.

Zudem gibt es mehrere Tutorien, in denen studentische Muttersprachler ihren Kommilitonen die Grundzüge verschiedener nicht hauptamtlich vertretener Sprachen (wie z.B. Chinesisch, Arabisch oder Japanisch) vermitteln bzw. Konversation und Präsentation auf Englisch und Spanisch anbieten.

5. Cultural Studies

Des Weiteren wird in jedem Semester das Wahlpflichtfach „cultural studies“ angeboten. In dieser englischsprachigen Veranstaltung beschäftigen sich Studierende eingehend mit der Wirtschaft, Politik, Kultur und weiteren Besonderheiten eines Landes. Da die Dozenten dieser Veranstaltung meist selbst Landsleute sind oder längere Zeit im entsprechenden Land lebten, verfügen sie über einen großen persönlichen Erfahrungsschatz, der den Studierenden zugute kommt.
In den vergangen Semestern wurden bisher u.a. folgende Länder in den Fokus genommen:

  • Argentinien
  • Australien
  • Italien
  • Kanada
  • Norwegen
  • Ungarn
  • USA

6. Kontakte zu ausländischen Studierenden

Um noch mehr internationale Eindrücke zu sammeln, bieten sich auch Kontakte zu ausländischen Studierenden an.
Zum einen gibt es unter den Studierenden aufgrund bestehender Kooperationen immer wieder ausländische Studenten aus dem europäischen und asiatischen Raum, die ein Semester oder ihr komplettes Studium in Nordhausen absolvieren.
Zum anderen beherbergt der Campus das Staatliche Studienkolleg. Dort können Schüler aus aller Welt ihre Hochschulzugangsberechtigung für deutsche Universitäten erwerben, sofern ihr bisheriger Schulabschluss für ein Studium in Deutschland nicht anerkannt wird.

Um ein gegenseitiges Kennenlernen zu erleichtern, existiert der „Internationale Stammtisch“. Dieser lädt deutsche und ausländische Studierende zu seinen wöchentlichen Treffen ein und organisiert gemeinsame Ausflüge.

Daneben initiierte das Referat für Internationales das Projekt „Experiment in Cross-Cultural Living“. Darin werden deutsche und ausländische Studierende in Kleingruppen zusammengeführt, die dann regelmäßig einen Teil ihrer Freizeit gemeinsam verbringen und dabei Gelegenheit haben, sich intensiv kennenzulernen.