MINTIES: MINT-Ingenieurinnen-Stammtisch

Der MINT-Ingenieurinnen Stammtisch richtet sich an alle Frauen im Ingenieursbereich der Hochschule, ob Studentin oder Mitarbeiterin. Alle zwei Wochen findet ein Treffen statt und mindestens einmal im Monat laden wir ehemalige Studentinnen der Hochschule Nordhausen ein. Die Alumni sprechen mit uns über ihr Studium an der Hochschule und über ihren bisherigen Karriereweg. Von frisch gebackenen Absolventinnen bis hin zu alteingesessenen Hasen im Berufsalltag ist alle mit dabei.

Euer Grundstudium ist recht trocken und so richtig könnt ihr euch nicht vorstellen, ob das Studium wirklich etwas für euch ist? Oder steht ihr kurz vor dem Abschluss und es wird Ernst mit dem Thema für eure Abschlussarbeit? Ihr möchtet euch in diesem noch männerdominierten Bereich einfach mal mit anderen Ingenieurinnen austauschen? Für all diese Themen bietet der Stammtisch Austauschmöglichkeiten und Ansprechpartner. Die Alumni geben euch erste Anreize, wo ihr euch später für ein Praktikum oder Abschlussarbeit bewerben könnt.

Der ganz normale Austausch über den allgemeinen Alltag darf natürlich auch bei unserem Stammtisch nicht fehlen und kommt neben den Alumni-Treffen nicht zu kurz.

Für regelmäßige Updates trag dich bitte in die Moodlegruppe ein.

Komm, mach MINT!

Kontakt

Termine MINTIES

09.11.2020

19:00 Uhr

ONLINE Alumni-Stammtisch

23.11.2020

19:00 Uhr

ONLINE-Stammtisch - Kein MINT-Geflüster

07.12.2020

19:00 Uhr

Online/Präsenz Stammtisch - Weihnachtsfeier

11.01.2021

19:00 Uhr

Online/Präsenz Alumni-Stammtisch

25.01.2021

19:00 Uhr

Online/Präsenz Alumni-Stammtisch

08.02.2021

19:00 Uhr

Lerngruppe

Bericht der letzten Zusammenkunft

Freddy bei den Online-MINTIES

Zum ersten online-Abend der MINTIES war Frederike Nielsen, alias Freddy, die Weihnachtsfrau/-elfe anwesend, welche 2018 ihren Bachelorabschluss in Regenerativer Energietechnik (RET) absolvierte. Ihre Bachelorarbeit behandelte die Potentiale von Power-to-Gas Anlagen in Deutschland. Während ihres Studiums an der HS NDH überzeugte Freddy mit ihrer Schauspielkunst aus ihrer ersten Berufsausbildung: als beste Moderatorin blieb sie uns in Erinnerung - falls es jemals wieder Weihnachtsfeiern geben sollte, käme sie für ein Revival wieder, versprach sie uns.

Nach ihrer Bachelorarbeit nahm ihr Berufsweg eine dramatische Kehrtwende. Nach round about 60 Bewerbungen ohne Einladung zu auch nur einem Vorstellungsgespräch wussten weder sie noch ihr Arbeitsvermittler einen Grund. Eine Vermutung war die verbotene Frage nach dem Kinderwunsch als Frau Ende 20 sowie der Wechsel von Schauspielkunst zu Ingenieurwesen, der Personaler verunsicherte.
Nach langer Jobsuche und mehreren Kurzzeittätigkeiten, die mehr oder minder mit ihrem Berufswunsch zu tun hatten, landete sie schließlich bei einer Firma für Sicherheitstechnik. Ihre Aufgaben waren der Messtechnikaufbau und anschließend die Prüfung des Systems. Auch nach einer längeren fachlichen Auszeit fiel ihr die Einarbeitung in beispielsweise Elektrotechnik nicht schwer. Grundlagen vergisst man eben nicht, beantwortete sie eine Publikumsfrage. Durch ihre offene forsche wissbegierige Art erklärten ihr die alten Hasen des Betriebs gerne Hintergrundinformationen zur Anlagentechnik. Was wir daraus lernen: Wer, wie, was? Wieso, weshalb, warum? Wer nicht fragt, bleibt dumm!

So gut ihr die Stelle in dieser Firma auch gefiel, hatte sie doch wenig mit ihrer persönlichen nachhaltigen Ausrichtung zu tun, weswegen sie sich weiterhin umsah. Kaum ergab sich die richtige Stelle, wechselte sie in eine neue Firma, wo ihre Bewerbung direkt angenommen wurde: Seit einem Jahr ist sie nun bei der GTK Schwerin. Hier konnte sie endlich ganzheitliche Konzepte mit erneuerbaren Energien entwickeln. In ihrem Hauptprojekt erstellt sie ein Konzept für eine Gemeinde in der Nähe von Schwerin. Diese möchte mit Elektrolyse als Hauptbestandteil 100% erneuerbar werden. Elektrolyse ist existenziell für Power to Gas, zu welchem sie durch ihre Bachelorarbeit bereits das notwendige Know-How besaß. Nebenbei arbeitet sie Sondierungsgutachten für Windkraftanlagen, Wärme- und Mobilitätskonzepte aus. Ein paar der schwachsinnigen Argumente von Windkraftgegnern führte sie auf Nachfrage zur Unterhaltung aus. Eines möchte sie derzeitigen Studentinnen mit auf den Weg geben nach ihrer Erfahrung mit Konzeptentwürfen: Softskills in Simulationssoftwares sind immer wertvoll, allein weil sich die Einarbeitungszeit in ähnliche Programme dadurch erheblich verringert. Im Vergleich zur Sicherheitssystemfirma hat die junge Firma GTK Schwerin mit 50 % einen deutlich höheren Anteil an Frauen in Ingenieurberufen (und nicht ausschließlich in der Verwaltung). Ihre Erfahrung war, dass manche „alte weiße Männer“ als Chef länger am Klischee Männerjob festhielten als ein modernes Team - wie in der derzeitigen Firma - mit offenem Gruppenleiter, welches für Veränderungen bereit ist.